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Mittwoch, 11. Juli 2007

STUDIE: SONNENAKTIVITÄT TRÄGT NICHT ZUM KLIMAWANDEL BEI

Sonnenflecken | Copyright: NASA

London/ England – Laut einer aktuellen Studie englischer und Schweizer Wissenschaftler, hat die Sonnenaktivität keinen Einfluss auf dem aktuellen Klimawandel. Zuvor hatte eine TV-Dokumentation des englischen Privatsenders „Channel Four“ genau das behauptet und vom „Großen Globalen Klima-Schwindel“ gesprochen.

Das Team unter Mike Lockwood vom „Rutherford-Appleton Laboratory„ und Claus Froehlich vom World „Radiation Center“ in Davos veröffentlichte das Ergebnis einer Überprüfung dieser Behauptung jetzt im Fachjournal „Proceedings“ der "Royal Society" in London.

Die Forscher verglichen das Potential des energetischen Ausstoßes und der Aktivitäten der Sonne mit der Entwicklung der irdischen Temperaturen über einen Zeitraum von 20 Jahren. Dabei zeigte sich, dass die Stärke der Sonnenaktivtät seit 1985 rückläufig ist, während die Temperaturen auf der Erde anstiegen.

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In der TV-Dokumentation „The Great Global Warming Swindle“ (Der Große Globale Klima-Schwindel) stellte der englische Privatsender „Channel Four“ die so genannte „Cosmic Ray Theory“ von Henrik Svensmark und Eigil Friis-Christensen vom Dänischen Nationalen Raumfahrt Zentrum vor. Diese besagt, dass der Klimawandel zu einem großen Teil von den kosmischen Strahlen der Sonne mitverursacht werde. Demnach fördere die kosmische Strahlung die Entstehung kleinster atmosphärischer Partikel, um die herum Wasser kondensieren kann und somit die Ausbildung von Wolken fördert. Wolken wiederum führen bekanntermaßen zu einer globalen Abkühlung. Wenn nun also diese kosmische Strahlung von dem während hoher Sonnenaktivität verstärkten magnetischen Feld der Sonne abgehalten werde, würde dies auch die Ausbildung von Wolken reduzieren, wodurch es zu einem Temperaturanstieg komme.

Die neue Studie widerlege nicht nur die Auswirkung der Sonnenaktivität, sie zeige, so die BBC, auch den Fehler in der „Cosmic Ray“-Theorie: „Ich glaube nicht, dass es einen Effekt kosmischer Strahlung auf die Wolkendecke gibt. Das funktioniert nur mit reiner Meeresluft, dort wo sonst kaum etwas ist, woran Wasserdampf kondensieren kann,“ so Lockwood.

Ein Kommentar der Dänischen Wissenschaftler Svensmark und Eigil Friis-Christensen hierzu steht bislang noch aus.

Quelle: bbc.co.uk / pmodwrc.ch / sstd.rl.ac.uk / royalsoc.ac.uk

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