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Freitag, 6. Juli 2007

WUNDER ODER NATURPHÄNOMEN? - „BUDDHAS SCHATTEN“ ZEIGT SICH IN WOLKENWAND

Aufnahme vom 1. Juni 2007 am Zushan in Nordchina | Copyright: unbekannt/newsphoto

Quinhuangdao/ China - Nach starken Regenfällen in der nordchinesischen Provinz Hebei, entwickelten sich am 1. Juli 2007 über dem Berg Zushan nahe Quinhuangdao dichte Wolken. Angestrahlt durch die Sonne, zeigte sich in der Nebelwand der Schatten einer menschlichen Gestalt, die viele für eine Vison Buddhas hielten. Gleichzeitig gibt es auch eine meteorologische Erklärung für derartige Phänomene.

In diesem Wolken wollen Anwohner und Touristen einen schemenhaften Schatten erkannt haben, den sie als Abbildung Buddhas zu erkennen glaubten. Dieser Schatten, der zudem auch noch von einem regenbogenförmigen Halo umgeben war konnte sogar fotografiert werden und soll mehr als eine Stunden lang zu sehen gewesen sein.

Wunder oder Naturphänomen?
Die Homepage des „Arbeitskreises Meteore e.V.“„Meteoros.de“ erklärt auffallend ähnliche Erscheinungen als sogenannte „Glorien“ und zeigt zahlreiche Fotos ähnlicher Situationen wie jetzt am Zushan. Der Schatten des Buddha, findet auch in Deutschland, in Form des Sagen umwobenen „Brockengespenstes“ seine Entsprechung. Auch dieser Schatten wird immer wieder von einer Glorie umrahmt.

Meteoros schreibt hierzu:
„Ein 'Brockengespenst' entsteht, wenn der Schatten des Beobachters auf eine Nebelwand fällt. Die Nebelwand kann man mit einer Kinoleinwand vergleichen, auf der das Schattenbild dann in mehrfacher Vergrößerung projiziert wird. Nur hat Nebel im Gegensatz zur Leinwand keine glatte Oberfläche, so dass 3D-Bilder entstehen, die sich durch Wallung des Nebels gespenstig verändern, ohne dass der Beobachter sich bewegt.

Manchmal bildet sich um den 'Kopf' des Brockengespenstes eine farbige, ringförmige Leuchterscheinung, die so genannte Glorie. Diese entsteht durch Rückstreuung und anschließende Beugung der Sonnenstrahlen an den winzigen Nebeltröpfchen. Die kleinen runden Tröpfchen lenken die Lichtstrahlen dabei zu einem Muster konzentrischer Kreise ab.

Da sich die Glorie um den Gegenpunkt der Sonne (in diesem Fall um den Schatten des Berges, Gebäudes, Flugzeuges, Beobachters, etc) bildet, ist sie fast ausschließlich von erhöhten Standpunkten aus beobachtbar.

Je weiter der Nebel entfernt ist, desto größer und farbenprächtiger wird die Glorie, aber das Brockengespenst wird zunehmend kleiner und unscheinbarer.“

Auch Flugzeuge lassen auf Wolken entsprechende Effekte entstehen.

HIER finden Sie weitere Bildbeispiele derartiger Glorien-Schatten im Meteoros-Bildarchiv.

Quelle: chinadaily.com / meteoros.de

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