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Donnerstag, 16. August 2007

LEBEN AUF SATURN-MOND ENCELADUS NUN DOCH UNWAHRSCHEINLICH?

Der Saturnmond Enceladus | Copyright: NASA

Urbana-Champaign/ USA – Bisher galt der Saturnmond Enceladus als einer der großen Hoffnungsträger bei der Suche nach außerirdischem leben innerhalb unseres Sonnensystems. Jetzt aber bezweifelt ein neues Model von Wissenschaftlern der „University of Illinois“ dass es auf Enecladus Leben geben könnte.

Hauptgrund für die bisherige Hoffnung, dass sich auf dem Saturnmond Leben entwickelt haben könnte bildete die Tatsache, dass in der Atmosphäre des Mondes wurde Wasserdampf nachgewiesen werden konnte. Da diese jedoch zu dünn ist, um das Wasser zu halten, musste dieses also aus dem Innern des Mondes regelmäßig an die Oberfläche befördert werden. Am 9. März 2006 meldete die NASA den Nachweis von flüssigem wasser in der Südpolregion des Mondes. Dieses, so zeigten dies laut NASA Aufnahmen der Raumsonde Cassini, könnte sich in Kammern unter dem Boden befinden und würde durch Geysire an die Oberfläche befördert. Somit, so hofften die Forscher, könnten sich auf Enceladus auch Mikroorganismen entwickelt haben.

Das neue Model ist nun jedoch in der Lage sämtliche Indizien für Wasser auf dem Mond auch anders zu erklären und zu interpretieren. So seien die geysirartigen Strukturen in der Polarregion nicht nur durch an die Oberfläche gepresstes flüssiges Wasser, sondern auch – wie bereits in einer Studie aus dem Vorjahr gezeigt – durch Fontainen aus bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt gefrorenem Wasser und Gasen, sowie durch tektonische Aktivitäten erklärt werden könnten. Dies würde flüssiges Wasser und somit die Entsteheung von Leben wie wir es von der erde her kennen mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschließen.

Die Studie soll in Bälde in Fachjournal „Proceedings of the National Academy of Sciences“ veröffentlicht werden.

Quelle: physorg.com / University of Illinois / pnas.org
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