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Freitag, 31. August 2007

STUDIE: RAUCHEN VERÄNDERT GENE DAUERHAFT

Archiv: Zigaretten | Copyright: AM

Victoria/ Kanada – Es ist ein bekanntes Phänomen: Selbst Menschen, die seit langem mit dem Rauchen aufgehört haben, erkranken plötzlich und noch Jahre später an Lungenkrebs – und das, obwohl sich das Lungengewebe scheinbar längst wieder regeneriert hat. Wissenschaftler haben nun eine mögliche Erklärung gefunden: Rauchen schädigt und deaktiviert DNS-Reparaturgene dauerhaft.

Wie das Online-Wissensmagazin „Scinexx.de“ berichtet, hat ein kanadisches Forscherteam um Wan L. Lam und Raj Chari von der Krebsforschungsbehörde in British Columbia das genaue Muster der Genaktivität in Lungenzellen untersucht und Lungen von 24 Rauchern, ehemaligen Rauchen und Nicht-Rauchern miteinander verglichen.

Dabei stellten sie fest, dass bei Rauchern eine Reihe von Genen in ihrer Aktivität gegenüber den Nichtrauchern verändert wurde. Einige dieser Gene kehrten bei den ehemaligen Rauchern wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurück, andere blieben dauerhaft verändert. Unter anderem irreversibel ausgeschaltet war ein Gen, das die Regulation von COX2 kontrolliert und unter anderem bei Entzündungen und von Tumorvorformen vermehrt produziert wird. Permanent beschädigt waren dagegen sogar einige Gene, die Reparaturmechanismen der DNS steuern.

Angeschaltet wurden hingegen auch Gene, die man zuvor gar nicht mit dem Rauchen in Verbindung gebracht hatte. Darunter ein Gen, das nicht nur Spermien zum Schwimmen verhilft, sondern auch mit der Entstehung von Gehirntumoren in Zusammenhang gebracht wird.

Quelle: scinexx.de

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