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Freitag, 5. Oktober 2007

Mammut-Kloning: Haare sind besser als Fleisch und Knochen

Archiv: Grafische Rekonstruktion eines Mammuts | Copyright: National Part Services / Public Domain

Kopenhagen/ Dänemark – Eine Studie an der Universität von Kopenhagen zeigt, dass für das von zahlreichen Wissenschaftlern angestrebte Klonen von Mammuts Haarproben wesentlich geeigneter sind, als Haut-, Knochen- und Fleischproben. Der Grund liegt in der Kontamination mit Bakterien nach dem Tod der Tiere.

Eines der Hauptprobleme bei den bisherigen Untersuchungen vermeintlich geeigneter DNA-Proben aus Knochen und Muskelgewebe ist der Umstand, dass diese oft mehr als 50 Prozent mit Fremdmaterial von Zersetzungs-und Verwesungsbakterien kontaminiert sind, erklärt der die Studie leitende Tom Gilbert gegenüber „LiveScience.com

Im Gegensatz dazu findet sich in den Haarproben teilweise über 90 Prozent verunreinigte DNA der eigentlichen Quelle – in diesem Falle der Mammuts. Der Grund hierfür liegt den schützenden Eigenschaften des Keratin, dem Protein aus dem die Haare bestehen. Auch geben Haare aufgrund ihrer Struktur Bakterien weniger Angriffsmöglichkeiten wie Knochen- oder Muskelgewebe.

Die im Fachmagazin „Science“ veröffentlichten Untersuchungsergebnisse basieren auf den Analysen von Proben von 10 unterschiedlichen Mammut-Körpern die im Permafrostboden des nördlichen Sibiriens entdeckt wurden und zwischen 50.000 und 12.000 Jahre alt sind.

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Dabei gelang es den Forschern aus den Proben sowohl mitochondriale DNA (mtDNA) als auch nukleare DNA (nDNA) ins bislang nicht bekannter Qualität zu extrahieren. Jetzt erhoffen sich die Forscher, dass ihre Ergebnisse das Klonen von Mammuts und anderen Urzeittieren erneut ein Stück weiter in greifbare Nähe rückt.

Quelle: livescience.com


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, 11. Juli 2007
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