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Dienstag, 29. Januar 2008

Eisplanet im äußeren Sonnensystem?

Verteilung der bisher bekannten Objekte im Kuipergürtel. Die strahlenförmige Verteilung ist durch die bisherigen, punktuellen Suchprogramme verursacht | Copyright: GNU FDL

Kobe/ Japan - Patryk Lykawka von der Universität von Kobe glaubt, dass es im äußeren Sonnensystem einen bislang unbekannten jedoch wirklichen Planeten gibt. Mit diesem etwa erdgroßen Eisplaneten könnten zahlreiche mysteriöse Eigenschaften des Kuipergürtels erklärt werden.

Der Kuipergürtel ist eine scheibenförmige Region außerhalb der Bahn des Planeten Neptun, die schätzungsweise mehr als 70.000 Eis-Objekte beherbergt, die je einen Durchmesser von mehr als 100 km haben. Zu diesen Kleinstplaneten zählt seit 2003 auch der ehemalige Planet Pluto. Zu den bislang unerklärten Eigenschaften im Kuipergürtel gehört unter anderem die Tatsache, dass er in etwa 50 Astronomischen Einheiten plötzlich unterbrochen wird (s. Abb. u. l.). Einige Astronomen, darunter auch Lykawka, vermuten, dass ein größeres Objekt, diese Lücke erklären könnte

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Den Berechnungen Lykawkas zufolge, die jetzt im Fachmagazin New Scientist veröffentlicht wurden, könnte sich eine Art "Super-Pluto" in einer Entfernung von bis zu 170 Astronomischen Einheiten befinden und eine Umlaufzeit von 1000 bis 2500 Jahren besitzen. Dadurch könnten dann auch die langgestreckten Umlaufbahnen von Kuipergürtel-Objekten wie dem Kleinplaneten Sedna erklärt werden.

Theorien um den mysteriösen "Planet X" werden schon lange kontrovers diskutiert. Zukünftig sollen intensive Anstrengungen unternommen werden, den Kuipergürtel und damit eventuell verborgene Eisplaneten zu erkunden.

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Quellen: newscientist.com / grenzwissenschaft-aktuell.de
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