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Montag, 10. März 2008

Rätsel um Krater auf Merkur

Zwei rätselhafte Krater im Caloris Becken auf Merkur | Copyright: NASA

Boulder/ USA - Auf den neusten Aufnahmen der Sonde Messenger des Planeten Merkur entdeckten die NASA-Wissenschaftler immer neue Rätsel. Einige der Krater zeigen merkwürdig dunkle Ränder - ein anderer einen auffallend glänzenden Boden.

Die von den Forschern als "Halos" bezeichneten dunklen Ränder versetzten die Wissenschaftler um Clark Chapman vom Southwest Research Institute in Boulder, Colorado ins Grübeln: "Wir haben noch nie zuvor etwas Vergleichbares auf Merkur gesehen. Wie diese Halos entstanden sind, ist uns immer noch ein Rätsel."

Besonders zwei Krater im gewaltigen Caloris Becken, das vor Jahrmillionen selbst durch eine Kollision des Merkur mit einem Kometen oder Asteroiden entstanden ist, fokussieren das Interesse der Forscher. Beide zeigen die beschriebenen dunklen Ränder. Einer zeigt in seinem Innern zudem ein ebenfalls bislang unbekanntes glänzendes Material. Chapmans Team hat jedoch bereits zwei Theorien entwickelt, die die dunklen Ränder erklären könnten.

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Zum einen könnte es sich um dunkle unterirdische Erd- und Gesteinsschichten des Caloris Beckens handeln, die durch den die Krater verursachenden Einschläge in dieser Form freigelegt und sichtbar wurden. Da ähnliche Ränder jedoch auch außerhalb des Caloris Beckens - beispielsweise am Südpol des Planeten - entdeckt wurden, könne diese Bodenschicht nicht nur auf das Caloris begrenzt sein.

Die zweite Theorie geht davon aus, dass die beim Einschlag freigesetzte Energie Teile der felsigen Oberfläche des Merkur zum Schmelzen gebracht habe und sich diese in Form einer dunklen glasartigen Substanz abgekühlt habe. Ähnliche Strukturen gibt es auch rund um Einschlagskrater auf der Erde und dem Mond.

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Keine der beiden Theorien kann jedoch die glänzende Substanz am Boden des kleineren Kraters erklären. Diese, so Chapman, gleiche am ehesten gefrorenem Eis, das in der Sonne glitzert. "Aber das ist auf Merkur unmöglich, da die Ortstemperatur auf der Planetenoberfläche zur Zeit der Aufnahme rund 400 Grad Celsius betrug." Aus diesem Grund vermuten die Forscher, dass es sich auch bei diesem Material um eine einst unterirdische Bodenschicht handeln könnte. Um was es sich jedoch genau handele, sei weiterhin noch ein großes Rätsel.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / science.nasa.gov


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