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Montag, 31. März 2008

UPDATE: Kanadische Kornkreise 1950

Archiv: Kornkreis im Sommer 2001 bei Midale in Saskatchewan, Kanada | Copyright: Paul S. Anderson / www.cccrn.ca

Saarbrücken/ Deutschland - In einem Zeitungsartikel erinnerte sich der 82-jährige Ernest Buisse an Beobachtungen im Spätsommer des Jahres 1950, als er zuerst eines Nachts ein UFO über der Farm seiner Eltern nahe Redvers in der kanadischen Provinz Saskatchewan beobachtet und am nächsten Tag Kornkreise in einem Haferfeld gefunden hatte (wir berichteten). Kornkreisforscher hat Mr. Buisse am Telefon interviewt und weitere Details der Beobachtungen erfahren.

Wie Müller auf seiner Homepage "Kornkreise-Forschung.de" berichtet, trugen sich die Ereignisse Laut Ernest Buisse im Spätsommer 1950 zu – wahrscheinlich Anfang September. Zu dieser Zeit hielt er sich auf der Farm seiner Eltern auf und war in jener Nacht zwischen ein und zwei Uhr morgens noch draußen.

Plötzlich bemerkte er ein Licht in südlicher Richtung über dem etwa eine Meile (1,6 Km) entfernt vorbeiführenden Highway. Schnell erkannte er, dass es sich nicht um die Scheinwerfer eines Autos oder Lasters handeln konnte, da sich das Licht deutlich über der Strasse zu bewegen schien. „Dann kam es an eine Kreuzung wo es Richtung Osten flog, sich über die Felder hinweg in meine Richtung bewegte und rechts hinter dem Farmhaus vorbeiflog.“

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Das lautlose Objekt flog relativ niedrig „kaum höher als der zweite Stock eines Hauses“. Buisse beschreibt es als rund und mit Lichtern um die Seite herum verteilt (angeordnet wie die Fenster eines Busses) und zudem Lichtern an der Unterseite. „Während das Objekt über das Feld flog, bewegte sich der Hafer darunter in kreisenden Bewegungen, ohne dass er dabei allerdings flachgedrückt wurde.“

Plötzlich sei das Objekt emporgestiegen und verschwunden. Die gesamte Beobachtung dauerte nur wenige Minuten. Nach etwa fünf Minuten erschien dann ein ganz ähnliches Licht in etwa drei Meilen Entfernung, ohne dass sich dieses jedoch näherte.

Am nächsten Tag schaute Ernest Buisse in den Feldern der Familie nach dem Rechten und fand dabei niedergelegte Flächen, die so aussahen, als wären sie vom Wind oder von Hirschen niedergedrückt worden. Aufgrund des Zustands des niedergelegten Getreides schätze Buisse, dass diese Schäden allerdings bereist etwa zwei Wochen alt gewesen waren, als er sie entdeckte.

Während derartige Feldschäden von Wild oder Wind nicht ungewöhnlich waren, entdeckte er jedoch auch Flächen, in welchen der Hafer in exakten Kreisen niedergewirbelt zu Boden lag. Diese Kreise unterschieden sich derart deutlich von dem gewöhnlichen Schaden, dass sie laut Buisse einen anderen Ursprung gehabt haben müssen.

Buisse schätzt die Größe der Kreise auf rund drei Meter. „Es waren lediglich Kreise. Einige davon lagen dicht bei einander, ohne dass ich jedoch darin jedoch ein Muster erkennen konnte. Allerdings habe ich mich damals auch nicht darum gekümmert, ob sie in einem Muster angeordnet waren oder nicht. Am meisten interessierte mich der entstandene Schaden. Zu dieser Zeit hatten wir noch nichts von ‚Kornkreisen’ gewusst oder gehört und haben uns deshalb auch nicht zu sehr auf den Umstand konzentriert, dass das Getreide teilweise in Kreisen daniederlag.“

„Beide Schäden – chaotische Flächen und Kreise - müssen wohl etwa zur gleichen Zeit (ca. zwei Wochen zuvor) entstanden sein. Als ich dann aber gesehen habe, wie sich der Hafer unter dem Lichtobjekt in Kreisen bewegt hatte, habe ich mich gefragt, ob die Kreise nicht auch jene Stellen sein konnten, an welchen ein solches Objekt im Feld gelandet ist?“

Später wurden dann nie wieder Kornkreise in den Feldern der Farm gefunden, Erst in den vergangenen Jahren wurden Kornkreise wieder in weiterer Umgebung (Midale) Kornkreise entdeckt. "Mein Vater hat auch nie über das von mir beobachtete Objekt oder die Kreise in der Öffentlichkeit gesprochen“, fügt Buisse seinen Erinnerungen hinzu.

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Weder im Archiv der kanadischen Kornkreisforschungsorganisation “Canadian Crop Circle Research Network (CCCRN)“ noch im internationalen Kornkreisarchiv „ICCA – The International Crop Circle Archive“, waren die von Mr. Buisse entdeckten Kreise bislang bekannt. Neben Kornkreisen in den Jahren 1925 und 1941 (sowie der Beschreibung kornkreis-artiger Phänomene in den alten Legenden der nordamerikanischen Ureinwohner) zählen die Kreise aus dem Sommer des Jahren 1950 zu den frühesten Kornkreisfunden, die in Kanada bislang bekannt wurden.

"In diesem Kontext", so erklärt Müller, "ist es auch wichtig zu erwähnen, dass die von Buisse entdeckten Kornkreise nicht nur Jahrzehnte vor der Berichterstattung und öffentlichen Diskussion über heutige Kornkreise entdeckt wurden, sondern dass sich der Fall auch fast 15 Jahre vor den ersten Medienberichten über Kornkreise - damals noch unter der Bezeichnung „Saucer Nests“ (Untertassen Nester) - Mitte der 1960er Jahre ereignete."

Leider hat Buisse, wie bereits erwähnt, keine Erinnerung daran, ob die Kreise in einer möglichen geometrischen Anordnung zueinander (beispielsweise in einem Quintuplet/Würfelfünfling) platziert waren oder nicht. Ob es sich also schon 1950 um eine geometrische Formation oder lediglich um mehr oder weniger chaotisch verstreute Kreise gehandelt hat, bleibt für immer unbekannt.

Quellen: kornkreise-forschung.de / grenzwissenschaft-aktuell.de

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA:

Zeuge erinnert sich an kanadische Kornkreise im Sommer 1950
, 25. März 2008
Fachzeitschrift Nature beschrieb Kornkreise bereits 1880
, 16. Januar 2008
Kornkreise anno 1678? - „The Mowing Devil“
, 15. Dezember 2007
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, 26. November 2007
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