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Freitag, 4. Juli 2008

Diamanten bergen Spuren von frühem Leben

Archiv: Eingeschlossener Rohdiamant | Copyright: Katharina Surhoff/GNU FDL

Stockholm/ Schweden – Im Innern von bis zu vier Milliarden Jahre alte Diamanten sind Forscher des "Naturhistoriska Riksmuseet" auf eine besondere Form von Kohlenstoff gestoßen, die meist mit Pflanzen und Bakterien assoziiert wird. Es könnte sich also um Fragmente frühester irdischer Lebensformen handeln.

Wie die Forscher des Schwedischen Museums für Naturgeschichte um Dr. Martin Whitehouse im Fachmagazin "Nature" darlegen, fanden sich die Diamantsplitter im innern von Zirkonkristallen, die wahrscheinlich nur wenige Hundert Millionen Jahre nach der Entstehung unsere Planeten geformt wurden.

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Trotz großem Enthusiasmus über die Entdeckung zeigen sich die Wissenschaftler jedoch zugleich auch bedacht, da die Ergebnisse kein hundertprozentiger Beweis für frühes Leben seien, diese Theorie jedoch auch nicht ausgeschlossen werden könne.

Sollte der Kohlenstoff tatsächlich von primitiven Organismen stammen, würde dies die bisherige Datierung für den Beginn des Lebens um nicht weniger als 500 Millionen Jahre vordatieren. Die erde selbst ist laut derzeitiger Wissenschaftsmeinung rund 4,6 Milliarden Jahre alt.

Kritiker verweisen derweil auf die Möglichkeit, dass die untersuchten Zirkone, etwa bei der Bearbeitung der Mineralien, durch neues Material kontaminiert worden sein könnten.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nature.com / bbc.co.uk

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, 28. Juni 2008
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