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Freitag, 4. Juli 2008

Invasion der Ohrenquallen

Archiv: Ohrenqualle | Copyright: Yosemite/GNU FDL

Kiel/ Deutschland – Auf dem Wasser der Kieler Förde treiben seit Wochenbeginn Tausende aufgeblähte Ohrenquallen. Wissenschaftler und Forscher stehen vor einem Rätsel.

Zu dem bislang noch nie derart beobachteten bizarren Phänomen zitiert der Spiegel den Meeresbiologen Ulrich Sommer vom "Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften", dass eine Erklärung möglicherweise das verstärkte Schiffaufkommen durch die Bootsmesse und Segelregatta "Kieler Woche" sei.

Normalerweise verteilen sich die Ohrenquallen (Aurelia aurita) über mehrere Meter Wassertiefe. Durch die vermehrte Aktivität der Schiffschrauben, so Sommer, könnten extrem viele Luftblasen erzeugt worden und diese in den Verdauungstrakt der Quallen gelangt sein, wo sie die Tire aufgeblasen und an die Oberfläche getrieben haben könnten.

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Für Badende ist die Qualleninvasion jedoch harmlos, da die Tiere über keine Nesselzellen verfügen und somit keine Hautverätzung hervorrufen können. Die Tiere selbst, so vermuten die Forscher, gehen an der inneren Aufblähung wahrscheinlich zugrunde. Warum es nicht auch schon in vorigen Jahren zu ähnlichen Erscheinungen gekommen ist – die "Kieler Woche" findet immerhin schon seit Ende des 19. Jahrhunderts statt – ist bislang nicht bekannt.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / spiegel.de
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