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Samstag, 5. Juli 2008

US-Firma baut Mikrowellen-Schallwaffe

Schallwellen als Waffe (Illu.) | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de

Sparks/ USA – Mit einer Art Schallkanone will die "Sierra Nevada Corporation" (SNC) mittels Mikrowellen Töne direkt in die Köpfe von Menschen überragen. Die Waffe könne zu Kriegszwecken und ordnungschaffenden Maßnahmen eingesetzt werden. Kritiker haben größte gesundheitliche Bedenken.

Wie der "New Scientist" berichtet, verwendet die "Mob Excess Deterrent Using Silent Audio" (MEDUSA)-Einheit unhörbare Töne, die als "Abschreckung von exzessiven Personenausschreitungen" eingesetzt werden können. Durch Mikrowellenimpulse wird das Gewebe im Kopf extrem schnell erhitzt, wodurch eine Schallschockwelle im Schädel entsteht, die dann über die Hörorgan als äußerst unangenehm bis unerträglich und lähmend wahrgenommen wird.

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Die Entwicklung des Projekts wurde durch die US-Navy unterstützt, und soll entsprechen auch eingesetzt werden um Gegner kampfunfähig zu machen. Da die Töne im Schädel selbst entstehen, gibt es keine Möglichkeit, sich mit den bekannten Hörschutzmethoden davor zu schützen. Gleichzeitig, so die SNC, stelle das System jedoch keine Gefahr für den Gehörschutz dar, da die Töne nicht wie gewöhnlich über das Trommelfell wahrgenommen werden.

Mit einer neu entwickelten Antenne, sei es nun zudem gelungen, die Frequenzen so zu streuen und zu bündeln, dass diese sowohl auf ein einzelnes Individuum, aber auch auf eine größere Menschenmenge gerichtet werden können.

Neben dem militärischen Zweck sehen die Entwickler jedoch auch zivile Einsatzmöglichkeiten. So könne die Apparatur auch zum Abschrecken und Verscheuchen von Vogelschwärmen und anderen Tieren engesetzt werden. Auch für Menschen mit Hörproblemen im Außenohr, könnte die Entwicklung Hilfe bringen.

Dennoch warnen andere Experten vor noch unübersehbaren Nebeneffekten der Schallkanone. Entsprechend potenziert, könnten die Mikro-Schallwellen
neurale Schäden verursachen.

Einen Prototyp, so die SNC, könne man innerhalb eines Jahres, ein transportables System binnen 18 Monaten fertig stellen.

Quellen: newscientist.com / grenzwissenschaft-aktuell.de
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