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Dienstag, 5. August 2008

Socorro: Ort von UFO-Sichtung soll zur historischen Stätte erklärt werden

Lonnie Zamora | Copyright: PD

Socorro/ USA - Die Stadtverantwortlichen des Wüstenstädtchens Socrorro im US-Bundesstaat New Mexico wollen den Ort einer UFO-Sichtung aus dem Jahr 1964 zu einer Stätte von historischer Bedeutung erklären. An besagter Stelle, machte der Polizeibeamte Lonnie Zamora damals eine Beobachtung, die noch heute als eine der best dokumentierten UFO-Sichtungen jener Zeit gilt.

Wie die "Mountain Mail" berichtet, seien derzeit Gespräche mit dem Besitzer jenes Landes im Gange, auf dem Zamora damals nicht nur ein ovales, auf Landebeinen gelandetes Objekt, sondern auch zwei humanoide Insassen beobachtete hatte, bevor dieses wieder, mittels einer Art Raketenantrieb, abgehoben und davongeflogen sei (s. f. "Hintergrund").

Geht es nach den Befürwortern des Projekts und dem Tourismusbüro von Socorro, soll schon der Ort schon bald zu einer Stätte von historischer Bedeutung ernannt, und eine entsprechenden Gedenktafel an das Ereignis, welches Socorro berühmt gemacht hat, erinnern.

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Seit Bekanntwerdend es Vorfalls, hatten Skeptiker immer wieder vermutet, dass es sich bei dem Vorfall lediglich um eine von Zamora und dem damaligen Bürgermeister erfundene Geschichte gehandelt habe, mit welcher der Tourismus angekurbelt werden sollte. Bewiesen wurde die These jedoch nie und touristisch wurde der Vorfall bis heute, 44 Jahre später, kaum genutzt. Im Vergleich mit dem Wüstenstädtchen Roswell, das jedes Jahr zum weltweiten Mekka von UFO-Fans wird, wenn das Absturzereignis anno 1947 mit einer großen Party, Parade und Konferenz gefeiert wird, fanden seither nur wenige UFO-interessierte fanden seither ihren Weg nach Socorro.

Das soll sich nun ändern, wenn neben der Errichtung der Gedenktafel möglicherweise auch das ganze Areal touristisch erschlossen werden soll.

Hintergrund:
UFO-Landung bei Socorro 1964
Am frühen Abend des 24. April 1964 war Polizeioffizier Lonnie Zamora, der zuvor sieben Jahre als Luftfahrtmechaniker gearbeitet hatte, gerade dabei einen Temposünder zu verfolgen, als er gegen 17:45 Uhr ein lautes Geräusch hörte, das er zuerst für eine Explosion hielt und aus diesem Grund die Verfolgung aufgab, um nach dem Rechten zu sehen.

Südwestlich von einem lokalen Dynamitlager sah Zamora dann ein Objekt, das er zuerst als hellen bläulich-weißen flammenden Zylinder wahrnahm, begleitet von einem lauten düsentriebartigen Geräusch. Über einen Seitenweg näherte er sich dem Objekt als sowohl die Flammen erloschen, als auch das Geräusch tiefer werdend abnahm.

Aus 150 bis 200 Metern Entfernung konnte er nun genauere beobachten. Das Objekt war weiß-leuchtend, von ovaler Form und stand aufrecht auf dem Boden eines abschüssigen Geländes. Im ersten Moment vermutete Zamora, dass es sich um ein verunglücktes Auto handeln könnte, doch dann sah er zwei menschenartige Gestalten neben dem Objekt, die weiße Overalls trugen und das Gerät zu inspizieren schienen. Auch die Wesen schienen plötzlich von Zamora Notiz genommen zu haben, da eines der beiden, bei seinem Anblick empor zu schrecken schien. Zamora beschrieb die Gestalten später von der Größe von Schuljungen. Anhand eines nahen Busches wurde ihre Größe im Nachhinein auf etwas unter 1,50 Metern geschätzt.

Immer noch in der Annahme, dass es sich um einen Unfall handeln könnte, fuhr Zamora näher an das Objekt heran und benachrichtigte auch die Zentrale über einen möglichen "Autounfall". Erst jetzt, so Zamora später, bemerkte er, dass es sich weder um ein verunglücktes Auto, noch um sonst ein ihm bekanntes Objekt handelte und er nun von einem verunglückten militärischen Experimentalfahrzeug vom "White Sands"-Testgelände der Air Force ausging.

Kaum 30 Meter von dem Objekt entfernt parkierte er sein Auto und war gerade dabei auszusteigen, als er zwei drei dumpfe Schläge hörte, die Klangen, "als würde jemand Türen zuschlagen."

Den Abhang heruntersteigend näherte er sich dem eiförmigen Objekt immer weiter und will auf diesem nun auch ein rotes Zeichen auf der Auenseite gesehen haben (s. f. Abb.). Zudem habe er nun erkannt, dass das Objekt tatsächlich etwa einen Meter über dem Boden auf mindestens zwei Beinen ruhte. Etwa 15 Meter an das Objekt herangekommen, ertönte erneut das düsenartige Geräusch und bläulichweiße bis orangefarbene jedoch rauchlose Flammen schossen düsenartig aus der Unterseite des Gefährtes.

Lonnie Zamoras Skizze des beobachteten Objekts mit Symbol

"Aufgrund des ansteigenden Lärms befürchtete ich, dass es explodieren könnte", also warf sich der Polizist, seine Arme über dem Kopf haltend zu Boden - doch die befürchtete Explosion blieb aus. In Panik will Zamora dann zurück zu seinem Auto gerannt während das Objekt hinter ihm langsam in die Höhe stieg. Kurz vor seinem Wagen, warf Zamora einen weiteren Blick auf das Objekt, das mittlerweile eine Höhe von ca. 7 Metern über dem Boden erreicht hatte und weiterhin langsam aufstieg, bevor es schlussendlich in zunehmendem Tempo in südwestlicher Richtung davongeflogen sei.

Nur kurz nach dem bizarren Vorfall trafen weitere Polizeibeamte am Ort des Geschehens ein und untersuchten gemeinsam mit Zamora die Gegend. An jenem Ort, an dem der Polizist das ovale Objekt gesehen hatte, fanden die Beamten tatsächlich vier rechteckige Eindrücke im sandigen Boden und weitere kleinere Spuren, bei denen es sich - so vermutete Zamora - möglicherweise um die Fußabdrücke der beiden Insassen gehandelt haben könnte. Zudem zeigten einige Büsche und Pflanzen Schmauch- und Brandspuren. Ein Busch direkt unterhalb des Objekt war regelrecht in zwei Hälften zerteilt worden. Der Boden unterhalb war kreisförmig schwarz verkohlt und Teile des Sandes verglast.

Bereits zehn Minuten, nachdem das Objekt abgehoben haben soll, wurde der Ort ausführlich fotografisch durch Kollegen von Zamora dokumentiert und untersucht. Noch vor Ort kamen die meiste Polizisten in Ermangelung einer anderen rationalen Erklärung ebenfalls zu der Einschätzung, dass es sich um ein unbekanntes Testflugzeug der "White Sands"-Basis gehandelt haben müsse. Zamora erklärte jedoch, dass die von ihm beobachteten Insassen deutlich kleiner als normale Männer gewesen seien.

Neben Zamora wollen auch weitere Zeugen zur fraglichen Zeit ein eiförmiges Objekt über der Gegend und möglicherweise sogar die Landung selbst aus weiterer Entfernung beobachtet haben.

Bücher zum Thema:

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Die Sichtung Zamoras wurde zudem von staatlichen Stellen, wie Air Force Offizieren der White Sands Basis und dem FBI, aber auch durch den UFO-Forschern und Astronomen J. Allan Hynek, eingehend untersucht.

Während die Air Force später vermutete, dass es sich um ein militärisches oder raumfahrttechnisches Testgerät gehandelt habe, glaubten unabhängige Forscher wie Hynek, dass diese Erklärung eindeutig ausgeschlossen werden konnte. Abschließend fasste Hynek seine Einschätzung des Falls später wie folgt zusammen: "Bei diesem Fall, könnte es sich um eine Art 'Rosetta Stein' (der UFO-Forschung) handeln. Es gab bislang keinen derart starken Fall einer entsprechenden Beobachtung durch einen ähnlich unanfechtbaren Zeugen." Zur Einschätzung der US-Air Force gab Hynek (der einst selbst als Berater für die "Blue Book"-Studie der Air Force zum Ufo-Phänomen tätig gewesen war) lediglich folgendes zu Kommentar: "Die Air Force hat keine Ahnung davon, was Wissenschaft ist."

Die Pflanzen von der Landestelle wurden labortechnisch untersucht und zeigten eine besonders starke Austrocknung im Vergleich zu unbeeinträchtigen Pflanzen der Umgebung. Vor Ort konnte keinerlei Radioaktivität nachgewiesen werden. Die damalige Doktorandin Mary G. Mayes von der "University of Arizona" erinnert sich jedoch daran, anhand der Proben zwei organische Komponenten gefunden zu haben, die damals nicht identifiziert werden konnten. Die Struktur des verglasten Sand verglich die Wissenschaftlerin damals mit Proben, die einen Jet-Strahlenwerk ausgesetzt waren.

Im formellen Bericht der Air Force wurden ursprünglich zahlreiche Fehler in den Aussage unterstellt, so etwa, dass man vor Ort keinerlei Spuren der Landung vorgefunden habe - eine Behauptung, die jedoch anhand der Polizeifotos vom Ereignisort selbst von Skeptikern als falsch eingestuft wird.

In einem späteren Geheimbericht an die CIA erklärte der Leiter von "Projekt Blue Book" Major Hector Quintanilla, dass es "keinen Zweifel daran gebe, dass Lonnie Zamora ein Objekt beobachtet hatte, dass einen große Eindruck auf ihn gemacht hat. Zudem gibt es keinen Zweifel an Zamoras Glaubwürdigkeit als ernsthafter Polizist, Stütze der Kirche und als versierter Kenner von bekannten Flugzeugen. (...) Zamora rätselt immer noch über das, was er beobachtet hatte, und ehrlich gesagt , geht es uns geht ebenso. Es handelt sich um den (bislang) am besten dokumentierten Fall und wird sind trotz gründlicher Untersuchung nicht in der Lage ein Gefährt oder einen Stimulus als Grund für Zamoras Beobachtung und Panik zu finden."

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / mymountainmail.com
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