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Dienstag, 14. Oktober 2008

DNA-Analyse: Vermeintliche Yeti-Haare stammen von Bergziege

Grauer Goral | Copyright: OpenCage

Oxford/ England - Haarproben, von denen Forscher glaubten, dass von einem Exemplar des "Mande Burung", der indischen Variante von Yeti und Bigfoot, stammen könnten, konnten jetzt einer Bergziegenart des nördlichen Himalaya, zugeordneten werden. Doch auch wenn es kein Beweis für Mande Burung ist, zeigen sich Zoologen von dem Ergebnis der Analyse erstaunt.

Zuvor hatte der Affenexperte Ian Redmond erklärt, dass erste Analysen gezeigt hätten, dass die Haarprobe keiner bekannten und lokal vorkommenden Tierart zugeordnet werden konnte (...wir berichteten 1, 2). Diese Einschätzung bleibt auch weiterhin bestehen und trifft trotz der Zuordnung zur Goral-Ziege zu, da bislang nicht bekannt war, das Graue Gorals (Naemorhedus goral) derart südlich überhaupt vorkommen.

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"Es war von Anfang an klar, dass zwischen der berichteten Sichtung des Mande Burung und der gefunden Haarprobe außer der Örtlichkeit kein zwingender Zusammenhang bestand", erklärt Redmond gegenüber der BBC. "Wir haben jetzt zwar keine Bestätigung eines Tiefland-Yeti gefunden, stattdessen aber Beweise dafür, dass Graue Gorals auch südlich ihres bislang bekannten Lebensraumes vorkommen."

"Mande Burung"-Forscher Dipu Marak, der die Haarproben gefunden und für die Analysen zur Verfügung gestellt hatte, ist zwar über das Ergebnis selbst enttäuscht, ist jedoch weiterhin von der Existenz des legendären Waldmenschen des nordöstlichen Indiens überzeugt: "Es gibt zu viele Berichte von Sichtungen des Mande Burung, als dass man diese alle als reinen Mythos bezeichnen könnte."

>>>WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA<<<
Universität testet Haarprobe des Mande Burung, 28. Juli 2008
Erste Ergebnisse der Mande Burung Haaranalyse: "Keine bekannte Spezies", 30. Juli 2008
"Mande Burung" – Erneut Sichtungen des indischen Bigfoot
, 5. Juni 2007

Englische Bücher zum Thema:

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuel.de / bbc.co.uk

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