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Mittwoch, 15. Oktober 2008

Riesiger Wirbel über Nordpol des Saturn - Sechseckstruktur immer noch mysteriös

Die Pole des Saturn - Deutlich sichtbar: Die Wabenstruktur über dem Nordpol (l.) | Copyright: NASA/JPL/University of Arizona

Pasadena/ USA - Mit den Infrarotkameras der Raumsonde "CASSINI" haben NASA-Wissenschaftler einen gigantischen Wirbel über dem Nordpol des Saturn entdeckt. Er gleicht einem ähnlichen Wirbel über dem Südpol des Gasplaneten und weisen Gemeinsamkeiten mit irdischen Hurrikanen auf.

Der wirbelnde Zyklon in den oberen Schichten der Saturnatmosphäre rotiert mit 530 Stundenkilometern und ist somit mehr als doppelt so schnell wie vergleichbare Stürme auf der Erde. Umgeben ist der Zyklon von einem mysteriösen wabenförmigen Muster, in dem sich zwar Wolken mit hoher Geschwindigkeit bewegen, dessen Struktur selbst jedoch stationär und konstant ist und immer noch ein Rätsel für die Wissenschaft ist - zumal es umso merkwürdiger erscheint, dass weder die Wolkenbewegung noch der neu entdeckte Wirbel selbst, die sechsseitige Struktur stören oder verzerren.

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Panorama: Der Südpol-Zyklon auf Saturn | Copyright: NASA/JPL/Space Science Institute

Statt wie irdische Hurrikane, die durch die Wärme der Ozeane und Wasser angetrieben werden, so gibt es auf dem Saturn keine Wasseroberfläche. Dennoch gleichen sich die Merkmale der Wirbel auf beiden Planeten auf verblüffende Weise. Einen Unterschied gibt es jedoch: Während die irdischen Hurrikane über die Planetenoberfläche hinwegziehen, sind die Zyklonwirbel des Saturn an dessen beiden Polen verhaftet. Anhand der diese Wirbel umgebenden Wolkenmuster, schließen die NASA-Astro-Meteorologen auf gewaltige Stürme und Gewitter in unteren Schichten, die auch zugleich die Energie für die Wirbel liefern.

Nahaufnahme Der südliche Saturn-Wirbel | NASA/JPL/Space Science Institute

Weitere Beobachtungen bis Herbst 2009 sollen den Forschern Aufschlüsse darüber geben, wie sich die Wirbel über den Polen im Verhältnis zu den Jahreszeiten auf Saturn verändern.

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Ursprung der Saturnringe in einstigem Mond?, 13. Oktober 2008
Saturnringe wahrscheinlich deutlich älter und schwere
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, 24. September 2008

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nasa.gov
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