https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de


Donnerstag, 6. November 2008

England: Parteiübergreifendes Bemühen um UFO-Hacker McKinnon

UFO-Hacker Gary McKinnon | Copyright: GNU FDL

London/ England - Nachdem die Verteidigung des geständigen britischen Hackers Gary McKinnon im Kampf um dessen Auslieferung an die USA an allen juristischen Instanzen gescheitert war (...wir berichteten), bildet sich nun mehr und mehr eine Bewegung unter britischen Politikern aller Parteien, sich bei Innenministerin Jaqui Smith gegen eine unbefristete Auslieferung McKinnon einzusetzen.

Die Politiker fordern von der Innenministerin eine offizielle Zusage der USA, McKinnon nach der Verurteilung in den USA zum Haftantritt wieder zurück nach England zu überstellen, wo er dann das Strafmaß in voller Länge absitzen soll.

Unter den Befürwortern dieser Forderung finden sich laut der Tageszeitung "The Guardian" unter anderem auch so bekannte Politiker wie der ehemalige britische Innenminister David Blunkett, der konservative Parlamentsabgeordnete David Burrowes, der liberal-demokratische Chris Huhne, der ehemalige Sekretär im Außenministerium Chris Mullin und der konservative Politiker John Bercow.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
>>> HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen <<<

Auch der führende englische Verfassungsrechtler Geoffrey Robertson spricht sich im Sinne McKinnon aus und verweist auf den Fall Augusto Pinochet als Präzedenzfall. Ähnlich wie McKinnon, bei dem das Asperger Syndrom (eine Form von Autismus) diagnostiziert wurde, litt der ehemalige chilenische Diktator an Alzheimer. Aufgrund eines Auslieferungsbegehrens der Schweiz, Frankreichs, Belgiens und Spaniens wurde Pinochet während eines Englandaufenthaltes 1998 in Großbritannien verhaftet; am Ende eines langwierigen juristischen und diplomatischen Tauziehens zwischen den Antragstellerländern und Großbritannien jedoch mit Berufung auf seinen Gesundheitszustand auf Weisung des damaligen Innenministers Jack Straw wieder freigelassen und konnte im März 2000 ungehindert nach Chile zurückkehren.

Für Robertson, so der Guardian, stelle die Vorstellung, dass ein britischer Bürger für sein Vergehen - dass er zudem von britischem Boden aus ausgeführt hatte - nicht auch von einem britischen Gericht angemessen verurteilt werden könne, eine überaus unbefriedigende Situation dar.

Hintergund:
McKinnon , so die Anschuldigung der USA, sei 2001 in 97 Computer des Pentagon und der NASA eingedrungen, habe hier Vorgänge beschädigt, die nach "9/11" kritische Operationen ausführen sollten. Den Sachschaden beziffern die USA auf rund 700.000 Euro.

McKinnon hingegen behauptet, die Systeme seien gar nicht erst sonderlich gesichert gewesen. Teilweise seien die angeblich so sensiblen Rechner lediglich mit abgelaufenen Passwörtern geschützt oder gänzlich ohne Passwortschutz abgesichert gewesen. Es habe sich also nicht einmal um wirkliches Computer-Hacking gehandelt. Nie habe er terroristische Absichten verfolgt und stehe derartigen Ansichten auch nicht nahe.

In dem von ihm gehackten Systemen, will er Informationen und Beweise für außerirdische Technologie, eine Liste "mit Namen außerirdischer Offiziere, Schiffe und Güterverkehr", sowie ein Bild eines "UFOs mit perfekter, glatter Oberfläche" gefunden haben.

Auf Rechnern der NASA gebe es zudem Beweise, dass aus deren Aufnahmen UFOs absichtlich herausretuschiert wurden und werden, wie er in einem Interview mit der BBC bestätigt. Allerdings gehen McKinnons Aussagen kaum über bereits bekannte Inhalte anderer Verschwörungstheorien hinaus.

>>>WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA<<<
in chronol. absteigender Reihenfolge
UFO-Hacker McKinnon: Anwälte stellen Antrag auf Verfahrensprüfung
, 23. Oktober 2008
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE