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Samstag, 20. Dezember 2008

Mexiko: Playboy-Cover schockiert Gläubige

Der Titel der aktuellen Ausgabe des mexikanischen Playboy-Magazins | Copyright: playboy.com.mx

Mexico-City/ Mexiko - Wunderschön, sagen die einen - geschmacklos, die anderen. Das Titelbild der aktuelles Ausgabe des mexikanischen Playboy-Magazins entzweit die Mexikaner. Der Grund: Nur wenige Tage vor dem Festtag der mexikanischen Volksheiligen, der Jungfrau von Guadalupe, erschien auch die Dezember-Ausgabe des Herrenmagazins - auf dem Titel ein freizügiges Modell vor Kirchenfester und in Marienpose, hinzu die Titelzeile: "Te adoramos, Maria", zu Deutsch: "Wir verehren dich Maria".

Nach einem ersten Statement von Raul Sayrols, dem Herausgeber des mexikanischen Playboy-Magazins, solle das Titel Bild "in keinster Weise weder einen Bezug zur Jungfrau von Guadelupe noch zu einer sonstigen Religiösen Figur" herstellen, zitiert ihn die "Christian Post". Man habe dem Foto vielmehr einen Renaissance-artigen Charakter geben wollen.

Das sehen zahlreiche Bürger des stark katholisch geprägten Landes ebenso anders, wie die Vermarktungszentrale des Playboy-Konzerns in Chicago, die sich in einem Kommentar gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters von der mexikanischen Ausgabe distanzieren. Diese werde in Lizenz produziert - unterliege also auch nicht der Entscheidungsverantwortung des Mutterkonzerns.

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Zugleich entschuldigte man sich jedoch dann auch im Namen des mexikanischen Ablegers. Obwohl man niemanden habe beleidigen wollen, erkenne man an, dass das Titelbild eben diesen Effekt haben könne und wolle sich hierfür entschuldigen.

Das mysteriöse Gnadenbild der Jungfrau von Guadalupe | Copyright: Public Domain

Im Jahre 1531 soll die Jungfrau einem aztekischen Ureinwohner namens Juan Diego erschienen sein und diesen mit einer Botschaft betraut haben. Der erste Bischof der Neuen Welt schenke den Erscheinungen der Gottesmutter jedoch keinen Glauben und forderte hierfür handfeste Beweise. In Form eines wundersamen Gnadenbildes auf dem Mantel Diegos soll daraufhin auf unerklärliche Weise das Abbild der "Jungfrau von Guadalupe" erschienen sein. Der Mantel mit dem Bildnis ist heute noch zu sehen und gilt als eine der heiligsten Reliquien der Marienverehrung und Vorbild für fast alle spätere Abbildungen der Madonna. Ihre Kirche in Mexiko-City ist die größte Pilgerstätte der Erde, wo das Wunderbild auch ausgestellt ist. Unlängst hat der Vatikan nicht nur die Marienerscheinungen als Wunder anerkannt, sondern auch Juan Diego heilig gesprochen.

Schlechter Geschmack hin oder her, zumindest eines haben die Playboy-Macher mit ihrem aktuellen Titelbild eines bewiesen: schlechtes Timing.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / christianpost.com / playboy.com.mx
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