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Dienstag, 20. Januar 2009

Erneut mysteriöser Lichter-Tanz vor Wildtierkamera

Auswahl: Vier Bilder aus der Fotoserie von Alto | Copyright: B. u. H. Gibson

Alto/ USA - Schön öfter haben wir über Fälle berichtet, in welchen durch Bewegung auslösende Wildtier-Beobachtungskameras merkwürdige Lichter zeigen, die - offenbar unbemerkt von den auf einigen Bildern zu sehenden Tieren - regelrecht vor der Kamera umher zu tanzen scheinen. Eine neue Bilderserie aus Texas scheint auf den ersten Blick das Rätsel nun zu lösen.

Nahe dem texanischen Städtchen Alto, so berichtet der lokale Nachrichtensender "9KTRE", besitzen Harry and Bonnie Gibson seit einigen Jahren ein bewaldetes Grundstück, auf dem sie zahlreiche so genannter TrailCams, durch Bewegungssensoren auslösende Kameras, an Futterstellen platziert haben, um die hier lebenden Tiere - u. a. Rehe, Hirsche, Wildschweine - beobachten und auch bejagen zu können.

Mittels dieser Kameras konnten die Gibsons schon tausende von Wildtieraufnahmen machen. Doch das, was eine der ebenfalls mit Infrarotsensoren ausgestattete Kameras am Abend des 12. Dezember 2008 ab 18:12 Uhr über einen Zeitraum von rund 22 Minuten aufzeichnete, hatte das Ehepaar bislang noch auf keiner ihrer Aufnahmen gesehen.

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Vor der Kamera scheint eine Säule aus fünf senkrecht angeordneten kreisrunden Lichtern hin und her zu tanzen. Die in dieser Zeit sichtbaren Tiere scheinen sich derweil von der fraglichen Erscheinung nicht irritieren zu lassen.

Während sich die Lichtersäule in einem unregelmäßigen Muster bewegt (s. f. graf. Analyse, r.) , bleibt die Kamera - das zeigen bekannte Referenzpunkte im sichtbaren Bildausschnitt und die Zeit- und Datumsmarkierung am unteren Bildrand - völlig still, wird nicht bewegt oder verwackelt. Interessant ist sind auch zwei Bilder der Reihe, auf denen zum einen die Lichtersäule nur vertikal zur Hälfte sichtbar ist und sich der andere Teil außerhalb des Bildausschnitts befindet (s. Ab. u. r.), und zum anderen ein Bild inmitten der Reihe, auf der die "Erscheinung" plötzlich gänzlich fehlt. Auch Harry und Bonnie bekunden, dass sie auf allen ihren Bildern noch nie zuvor derartiges festhalten konnten.

Eine mögliche Erklärung bietet jedoch ein Blick auf die Kamera selbst, wie sie im Filmbeitrag des Nachrichtensenders kurz zu sehen ist: Das Modell ist mit einer LED-IR-Lichtreihe aus jeweils 5 vertikalen LED-Leuchten ausgestattet.

Die verwendete Kamera nutz 5 vertikal übereinander platzierte LED-Reihen als IR-Lichtquelle | Copyright: ktre.com

Die 9KTRE-Berichterstattung mit allen Bildern finden Sie HIER

Detailansicht der "Lichtersäule"

In der Regel ist jedoch die ganze LED-Phalanx angeschaltet, wenn die Kamera, durch Tiere im Blickfeld ausgelöst wird. Um Energie zu sparen, gibt es jedoch Modelle, die nur jeweils eine LED-Reihe aktivieren. Die Übereinstimmung der Anzahl der Lichter der "tanzenden Lichtersäule" und jener der Anordnung der Kamera-LEDs dürfte also kein Zufall sein. Handelt es sich um eine Reflexion dieser LED-Lichter und rührt die "tanzende" Erscheinung davon, dass jeweils unterschiedliche LEDs pro Bild ausgelöst wurden?


Anhand einer grafischen Bildanalyse kommt "grenzwissenschaft-aktuell.de" zu der vorläufigen Schlussfolgerung, dass es sich zwar um eine Reflexion der LEDs handeln könnte, dass damit die Bilderserie von Alto jedoch noch nicht vollständig erklärt ist - schließlich bleiben zwei Fragen weiterhin offen: Was reflektiert die LEDs und woher stammt die Bewegung, die schließlich nicht mit einer Bewegung der Kamera erklärt werden kann.

Grafische Analyse von 16 Aufnahmen der Bilderserie in chronologischer Reihenfolge. Während die Lichtersäule "tanzt", bleibt der Bildausschnitt immer konstant und unbewegt (s. Kreismarkierung und Position der Stangen) | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de

Es muss sich also um ein Objekt handeln, dass sich vor der Kamera über einen Zeitraum von rund 22 Minuten und in dem dargestellten Muster bewegt, selbst groß genug ist, um die LED-Reihe (ca. 5 Zentimeter hoch) deutlich zu reflektieren. Ein Insekt?. Doch warum wird dieses, wenn im Unschärfebereich dicht vor der Kamera, nicht einmal als trüber Fleck abgebildet?

Eine alle diese Umstände erklärende Antwort steht derzeit noch aus. Eines ist jedoch sicher, eine Manipulation der Bilder vor Ort kann aufgrund des sichtbaren ungestörten Verhaltens der Wildtiere mit großer Sicherheit ausgeschlossen werden - eine nachträgliche Manipulation der Bilder am Computer streiten die Gibsons ab.

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Wildtierkamera fotografiert mysteriöses Objekt
9. April 2008


Wildtier-Kamera fotografiert mysteriösen "Lichtkegel"
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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / ktre.com


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