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Donnerstag, 26. Februar 2009

UFO-Hacker McKinnon: Immer mehr Parlamentarier gegen Auslieferung

Gary McKinnon in Begleitung seiner Mutter auf einer Pressekonferenz | Copyright: freegary.org.uk

London/ England - Immer mehr britische Politiker äußern ihre Solidarität mit dem geständigen Hacker Gary McKinnon und setzten sich gegen dessen von den USA angestrebten Auslieferung, bei der dem Briten bis zu 70 Jahre Haft drohen, ein. Unter McKinnons Fürsprechern finden sich auch mehr und mehr Parlamentarier und prominente Politiker.

Der 42-jährige Brite hat bereits gestanden, sich 2001 bei der Suche nach geheimen UFO-Beweisen in zahlreiche Computer des US-Verteidigungsministeriums, -Militärs und der NASA gehackt zu haben. Hierbei - so der Vorwurf der US-Behörden - habe er an den Computersystemen einen Schaden von rund 700.000 Euro verursacht und die nationale Sicherheit der USA gefährdet.

Seit McKinnon mittels seiner von, ihm selbst auf den Rechnern hinterlassenen, E-Mailadresse von den US-Cyber-Fahndern ausfindig gemacht wurde und die USA einen Antrag auf Auslieferung an die britische Regierung gestellt hatte, bemühen sich McKinnons Anwälte durch alle Instanzen hindurch, die Auslieferung auszusetzen und um ein Verfahren und eventuelle Haft in England.

Mittlerweile haben sich auch eine ganzen Reihe einflussreicher Politiker und mehr als 80 Parlamentarier hinter McKinnon gestellt. So bezeichnete etwa der Bürgermeister von London, Boris Johnson, die ganze Angelegenheit als "Irrsinn" und fordert den neuen US-Präsidenten Obama persönlich dazu auf, der Sache ein Ende zu machen (...wir berichteten).

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Auch der liberal-demokratische Abgeordnete des britischen Oberhauses Lord Carlile of Berriew, der zugleich unabhängiger Gutachter der britischen Anti-Terror-Gesetzte ist, hat sich gegenüber "ZDNet.co.uk" für ein Verfahren in England und gegen eine Auslieferung an die USA ausgesprochen: Seiner Ansicht nach könne McKinnon auch im Vereinigten Königreich der Prozess gemacht werden, da das von ihm bereits auch schriftlich eingestandene Hacking innerhalb der britischen Gerichtsbarkeit stattgefunden hatte. Zugleich unterstützte er die Einschätzung des Autismus-Experten Professor Simon Baron-Cohen, wonach der mit dem "Asperger Syndrom" diagnostizierte McKinnon durch die Auslieferung und Haft in den USA gesundheitliche und geistige Schäden zu befürchten habe.

Nachdem McKinnon im Dezember ein schriftliches Schuldeingeständnis vorgelegt hatte, wird das Auslieferungsverfahren durch den königliche Kronanwalt (QC) Keir Starmer überprüft. Hier ist man derzeit darum bemüht, schon bald zu einer Entscheidung im Fall McKinnon zu gelangen.

Derweil berichtet die britische Tageszeitung "The Guardian", dass Carlile einen Brief an die für die Auslieferung zuständige Innenministerin Jaqui Smith geschrieben habe, in dem er die Ministerin dazu dränge, McKinnon nicht auszuliefern und statt dessen vor einen britischen Gericht anzuklagen.

Zu weiteren prominenten Unterstützern einer Anklage McKinnons auf britischen Boden zählen der konservative Schattenminister der Justiz David Burrows, der liberal-demokratische Schattenminister des Inneren Christ Huhne, dessen Parteifreund Vince Cable sowie die einstige Entwicklungshilfeministerin unter Tony Blair, Clare Short.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / zdnet.co.uk
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