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Samstag, 18. April 2009

Erdensucher Kepler liefert erste Bilder

Erste Fotos von Kepler zeigen die vollständige Ansicht des angepeilten Himmelsausschnitts in den Sternbildern Schwan und Leier. Hervorgehoben wurden Details, welche die Sternenhaufen NGC 6791 und einen Stern (TrES-2, s. Kreis) mit einem bekannten Exoplaneten zeigt. | Copyright: NASA/Ames/JPL-Caltech

Pasadena/ USA - Das Weltraumteleskop Kepler hat einen Monat nach dem Start erste Bilder jenes Himmelsausschnitts zur Erde gefunkt, der in den kommenden dreieinhalb Jahren nach erdähnlichen Planeten abgesucht werden soll.

Hier wird das Teleskop kontinuierlich die Helligkeit von rund 100.000 Sternen vermessen, um dabei regelmäßige Helligkeitsschwankungen festzustellen, die durch den perspektivischen Durchgang (Transit) eines Planeten zwischen dem Stern und der Raumsonde verursacht werden. Der von Kepler anvisierte Himmelsausschnitt befindet sich in den Sternbildern Schwan und Leier und beinhaltet geschätzte 14 Millionen Sterne. Mehr als 100.000 dieser Sterne wurden als ideale Kandidaten für die bevorstehende Planetensuche ausgewählt.

Das Herzstück des Teleskops bildet die bislang hochauflösendste Kamera, die je im All platziert wurde. Mit 95 Megapixeln kann sie sogar kleinste Helligkeitsveränderungen von 20 Teilen pro Millionen ausmachen um somit Planeten zu finden, die in Größe und Zusammensetzung der Erde gleichen und eventuell auch in der lebensbejahenden Zone, in der sich ein Planet befinden muss, um Leben (wie wir es von der Erde kennen) zu ermöglichen, ihre Zentralgestirne umkreisen.

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Nach den angepeilten dreieinhalb Beobachtungsjahren sollte Kepler rund drei Transits pro Planet ausgemacht und dokumentiert haben, exakt die Mindestmenge an Passsagen, welche die Wissenschaftler benötigen, um andere Effekte als Erklärung für die Helligkeitsschwankung der Sterne ausschließen zu können.

Die Kepler-Kamera | Copyright: NASA/Ames/JPL-Caltech

Bei den jetzt gelieferten Bildern (s. Abb.) handelt es sich jedoch erst um Schnappschüsse zur Konfiguration der Teleskopkamera, die den gewählten Ausschnitt in 21 Rechtecke aufteilt (s. Abb). Diese sind derart angeordnet, dass die Zwischenräume die hellsten Sterne im Bildausschnitt abdecken, um eine Abnutzung der Kamerapixel zu verhindern. Mit vier quadratischen Sensoren außerhalb der Kameraaugen kann die Sonde die Kamera stets genau ausrichten und zehn Mal pro Sekunde auf den immergleichen Bildausschnitt exakt justieren.

Die Planetensuche soll in den ersten Maitagen beginnen. Bis dahin werden weitere Konfigurationen und Justierungen von Kamera und Bordsoftware Kepler in die richtige Startposition bringen. Die Hoffnung der Forscher ist eine Ausbeute von mehreren hundert neuen Exoplaneten und darunter vielleicht auch den ein oder anderen Erdenzwilling. Bislang sind laut NASA 344 Planeten außerhalb unseres Sonnensystems 291 Sterne bekannt. Eine zweite Erde war bislang noch nicht dabei

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Quellen: grenzwissenschaft-akuell.de / nasa.gov

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