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Montag, 4. Mai 2009

Fossilienfunde belegen: Dinosaurier haben Massenaussterben in ökologischen Nischen überlebt

Archiv: Rekonstruktion Plesiosaurier Thalassomedon (Illu.) | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de

Four Corners/ USA - Fossilienfunde im San Juan Basin in der Four Corner Region im Südwesten der USA belegen, dass einige Dinosaurier das berühmte Kreide-Tertiär-Massenaussterben ihrer Art vor rund 65 Millionen Jahren in ökologischen Nischen überlebt haben und das mindestens 500.000 Jahre lang.

Wie das Team um Jim Fassett im Fachmagazin "Palaeontologia Electronica" darlegt, sind die in der Region zwischen den Bundesstaaten New Mexico und Colorado gefundenen Knochen eindeutig jüngeren Alters als das wahrscheinlich durch die Folgen eines Meteoriteneinschlag oder gesteigerten Vulkanismus massenhafte Aussterben der Dinosaurier vor rund 65 Millionen Jahren. Anhand chemischer Analysen und Altersbestimmungen der Gesteinsschichten, in denen die fossilierten Knochen gefunden wurden, datieren die Forscher das Alter deren Alter auf bis zu 500.000 Jahre nach dem Großen Dino-Sterben.

Das Team of Fossett hat großen Wert darauf gelegt, auszuschließen, dass es sich nicht um Fossilien von Sauriern handelt, die vor dem Massensterben gestorben waren, deren Knochen dann jedoch später durch geologische Prozesse in jüngere Gesteinsschichten verschoben wurden. Dies gelang unter anderem durch den Fund von 35 Knochen, die einem Individuum zugeordnet werden konnten. "Wären die Knochen durch geologische Prozesse wie Wasserfluten hier her transportiert wurden, wären sie gänzlich unregelmäßig über größere Flächen verteilt."

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Die Altersbestimmung der Gesteinsschichten gelang zum einen durch Messungen der magnetischen Polarität und zum anderen durch Pollen, die ebenfalls darin eingeschlossen waren. Beide Analysen bestätigten unabhängig, das "junge" Alter der Bodenschichten.

Zu den Schlussfolgerungen der Forscher erklärt der Herausgeber von "Palaeontologia Electronica" David Polly: "Es handelt sich um eine kontroverse Schlussfolgerung und viele Paläontologen werden sicherlich skeptisch bleiben. (...) Wir wissen jedoch, dass Dinosaurierarten wie etwa Theropoden (Flugsaurier) und Krokodile das Massensterben vor 65 Millionen Jahren überlebt haben. Aus diesem Grund ist die Vorstellung, dass Dinosaurier dieses Ereignis in geologische Nischen überlebt haben können, gar nicht soweit hergeholt, wie es im ersten Moment scheint." Dass Dinosaurier jedoch bis zum Erscheinen der Menschen und darüber hinaus überlebt haben können, sei hingegen unwahrscheinlich: "Die Vorstellung etwa, dass Dinosaurier und Menschen sich zur gleichen Zeit den gleichen Lebensraum geteilt haben könnten, bleibt also weiterhin reine Fantasie."

Kryptozoologen, Forscher also, die sich der Erforschung noch lebender jedoch unbekannter und von der Wissenschaft unbeschriebener, jedoch anhand von Folklore, Legenden und Augenzeugenberichte beschriebener Tiere, so genannte Kryptiden (Nessie, Yeti & Co), beschäftigen, sehen dies anders. Sie verweisen auf bis heute überlebende Tierarten wie Krokodile und den Quastenflosser, der bereits vor rund 409 Millionen Jahren die Weltmeere durchschwammen. Auch vom Quastenflosser glaubte die Wissenschaft bis 1938 - als ein Komoren-Quastenflosser im indischen Ozean vor Südafrika gefangen wurde - dass die Spezies das Ende der Kreidezeit nicht überlebt hatte. Auch anhand einigen Kryptiden vermuten einige Forscher überlebenden Dinosaurier. So versucht eine Theorie beispielsweise Sichtungen von Seeungeheuren wie jenem im schottischen Loch Ness durch bis heute überlebende Plesiosaurier (s. Abb.) zu erklären.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / palass.org / palaeo-electronica.org
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