https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de


Dienstag, 5. Mai 2009

Forscher extrahieren Proteine und weiches Gewebe aus Saurier-Knochen

Hadrosaurier unbestimmter Gattung. Gemälde von Heinrich Harder, 1916 | Copyright: H.Harder/Public Domain

Raleigh/ USA - US-amerikanischen Paläontologen ist es gelungen, aus dem Innern von 80 Millionen Jahre alter versteinerter Knochen eines Entenschnabelsauriers (Hadrosaurier) Proteine und weiches Kollagen-Gewebe zu extrahieren und belegen damit, dass diese auch über Jahrmillionen konserviert werden können.

Das Team um Dr. Mary H. Schweitzer von der North Carolina State University (NCSU), Dr. John Asara vom Beth Israel Deaconess Medical Center (BIDMC) hat die erstaunlichen Ergebnisse ihrer Analysen der versteinerten Knochen aktuell im Fachmagazin "Science" veröffentlicht.

Bereits zuvor hatten Schweitzer und Asara aus fossilen Überresten eines Tyranosaurus Rex Proben extrahieren können, die anhand einer massenspektrografischen Analyse als Proteine des Urzeit-Killers erkannt, die Ergebnisse jedoch umgehend kontrovers diskutiert und von einigen Forscherkollegen in Frage gestellt wurden.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
>>> HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen <<<

Mit ihren aktuellen Analysen, wollten Asara und Schweitzer eindeutig beweisen, dass es möglich ist, selbst aus versteinerten Knochen weiches Gewebe und Eiweiße zu extrahieren und das es sich bei den Funden in den T-Rex-Knochen nicht nur um einen einmaligen Fund handelte.

Bisher gingen Wissenschaftler davon aus, dass derartiges Gewebe bereits innerhalb der ersten Millionen Jahre des Versteinerungsprozesses durch mineralische Substanzen ersetzt wird.

Demineralisierte Knochenzellen des Hadrosauriers | Copyright: Mary H. Schweitzer/ncsu.edu

Anhand von Oberschenkelhalsknochen eines Hadrosauriers (Brachylophosaurus canadensis), die sieben Meter tief im Sandstein der Judith-River-Formation in Montana verborgen waren, konnten die Wissenschaftler nicht nur acht verschiedene Kollagene nachweisen, es gelang ihnen durch Demnieralisation auch, Zellstrukturen, die denen heutiger Vögel gleichen, zu rekonstruieren. Anhand dieser Ähnlichkeit, wie sie auch schon bei den Proben des Tyranosaurus Rex entdeckt wurde, können beide Saurierarten eher den Vögeln, Hühnern und Straußen als etwa Alligatoren zugeordnet werden.

>>>WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA<<<

Fossilienfunde belegen: Dinosaurier haben Massenaussterben in ökologischen Nischen überlebt
4. Mai 2009


Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / ncsu.edu

Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE