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Mittwoch, 20. Mai 2009

Königs-Hort von Stonehenge soll dauerhaft ausgestellt werden

Rekonstruktion des "Königs von Stonehenge" | Copyright: Wiltshire Heritage Museum

Devizes/ England - Im Jahre 1808 stießen Archäologen im so genannten Bush Barrow, einem 40 Meter großen Hügelgrab unweit des Steinkreises von Stonehenge nicht nur auf die Gebeine eines offenbar einst mächtigen Mannes, sondern auch auf zahlreiche kostbarste Grabbeigaben. "Englands erste Kronjuwelen", wie der Schatz des "Königs von Stonehenge" auch genannt wird, sollen nun erstmals in einer dauerhaften Ausstellung gezeigt werden.

Begraben wurde der Herrscher aus der Bronzezeit etwa 1800 v. Chr. in dem Hügelgrab in den Normanton Downs, den Blick gen Sonnenaufgang gewandt, gemeinsam mit einem Zepter, einem zeremoniellen Keulenkopf, drei seltenen Bronzedolchen, einer rhombenförmigen goldenen Brustplatte und zahlreichen weiteren Beigaben. Für besonderes Aufsehen sorgte der verzierte Griff eines der Dolche, der mit einem Zick-Zack-Muster verziert war, dass aus mehr als 100.000 kleinsten Goldzapfen gefertigt wurde, die allesamt kleiner als ein Nadelöhr sind. Derzeit sind nur asugewählte Stücke und Repliken des Fundes im Museum ausgestellt.

Die goldenen Brustplatte aus dem Bush Barrow nahe Stonehenge | Copyright: Wiltshire Heritage Museum

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Aufgrund der unvergleichbar kostbaren Grabbeigaben und königlich Insignien gehen die Archäologen davon aus, dass der zudem für seine Zeit mit rund 1,8 Metern auffallend hochgewachsene Mann, von allerhöchstem Rang war, weswegen er von der britischen Presse auch als "König von Stonehenge" bezeichnet wurde. Ob er allerdings auch jener Herscherfamilie angehörte, die rund 500 Jahre zuvor das Monument zu errichten begann, ist bislang nicht bekannt.

Das Original: Der mächtige Steinkreis von Stonehenge im englischen Wiltshire | Copyright: franklaumen.de

Eine halbe Million britischer Pfund benötigt das Wiltshire Heritage Museum in Devizes, um den Hort zukünftig sicher und angemessen in einer permanenten Ausstellung vollständig zeigen zu können und sucht nun nach Spenden. Museumsdirektor David Dawson hofft, de Ausstellungsräume bis 2011 fertig stellen zu können. Ein Jahr später, 2012, soll dann auch das neue Besucherzentrum von Stonehenge selbst eröffnet werden. "Um Stonehenge in seiner Gesamtheit zu verstehen, muss man auch die Grabungsfunde aus der Umgebung kennen und sehen. Den Schatz des Königs von Stonehenge können Touristen jedoch nur in unserem Museum (rund 25 Kilometer von Stonehenge selbst entfernt) sehen."

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / wiltshireheritage.org.uk
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