https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de


Freitag, 12. Juni 2009

Nachbargalaxie Andromeda: Erster extragalaktischer Planet entdeckt?

Die Andromeda-Galaxie | Copyright: Public Domain

Zürich/ Schweiz - Laut einer aktuellen Studie ist es schon mit der heutig zur Verfügung stehenden Technologie möglich, Planeten nicht nur außerhalb unseres Sonnensystems in unserer eigenen, sondern auch in Nachbargalaxien zu entdecken. Ein erster Treffer, so die Studie, könnte sogar bereits 2004 gelungen sein.

Mittels des so genannten Mikrolinseneffekts, der sich eine kurzfristige optische Vergrößerung eines entfernten Sternes durch die Gravitation eines zwischen dem Stern und dem Beobachter vorbeiziehenden Planeten (Gravitationslinseneffekt), zunutze macht, konnten bereits zahlreiche Exoplaneten innerhalb unserer eigenen Galaxie, der Milchstraße, entdeckt werden, die Tausende von Lichtjahren von der Erde entfernt sind.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
>>> HIER können sie unseren täglichen Newsletter bestellen <<<

In einer Simulation an der ETH Zürich kommt das Team um Prof. Dr. Philippe Jetzer der Einschätzung, dass die Ausweitung dieser Methode auf mögliche Planeten um Sterne in Entfernungen von mehreren Millionen von Lichtjahren zwar nicht einfach aber dennoch machbar wäre. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Schweizer Astronomen in der kommenden Ausgabe des Fachmagazins "Monthly Notices of the Royal Astronomical Society".

Schon im kommenden Jahr wollen Astronomen an der Universität München die Ergebnisse der Simulation in die Tat umsetzten und in unserer nächsten Nachbargalaxie Andromeda nach entsprechenden Ereignissen suchen.

Doch möglicherweise könnte die Erstentdeckung eines extragalaktischen Planeten bereits im Jahr 2004 Jetzer und Kollegen anhand von Beobachtungen mit dem Isaac Newton Teleskop auf La Palma gelungen sein. Das damalige Gravitationslinsen-Ereignis in der Andromeda-Galaxie wurde bislang als mögliches Doppelsternsystem gedeutet. Anhand der neuen Simulation passen die damals gewonnen Daten jedoch zu einem Stern mit einem planetaren Begleiter von etwa der sechs- bis siebenfachen Masse des Jupiters.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / arxiv.org / space.com

Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE