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Dienstag, 18. August 2009

Gewitterstürme auf Titan entdeckt

Sturmwolken über den "tropischen Regionen" auf Staurnmond Titan | Copyright: Credit: Emily Schaller et al./Gemini Observatory

Pasadena/ USA - Trotz seiner großen Ähnlichkeiten mit der Erde, bot der Saturnmond Titan jahrelang wettermäßig ein eher sanftes Bild. Im April 2008 jedoch haben Astronomen ein gewaltiges System aus Sturm- und Gewitterwolken auf Titan entdeckt und ihre Beobachtungsergebnisse jetzt veröffentlicht.

Titan gleich der Erde mehr, als alle anderen Himmelskörper in unserem Sonnensystem (...wir berichteten). Es gibt einen Flüssigkeitskreislauf mit Regen aus Methan, Seen und Flüsse, ausgedehnte Dünen und Wüstenregionen unter einer orangefarbenen Atmosphäre. Doch im Vergleich zur Erde schien Titan für Meteorologen bislang eher ein langweiliger Ort zu sein.

Im April 2008 entdeckte ein Team von Astronomen um Mike Brown Emily Schaller vom California Institute of Technology (Caltech) über den mittleren Breiten des Saturnmondes jedoch ein gewaltiges sich entwickelndes System aus Sturm- und Gewitterwolken, das sich innerhalb eines Monats in südwestlicher Richtung über den Mond ausbreitete. Helle Wolkenbänder breiteten sich zudem gerade über jenen Regionen aus, an welchen Astro-Meteorologen diese am allerwenigsten erwartet hatten.

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In der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins "Nature" haben die Astronomen um Brown und Schaller nun ihre Untersuchungen der Beobachtungen zusammengetragen. Das etwa einen Monat andauernde Ereignis könnte wichtige Einsichten in den hydrologischen Kreislauf auf Titan zulassen, so Brown. "Dass die Wolken allerdings auch in der Nähe des Äquators entstehen, ist besonders aufregend, da man bislang davon ausging, dass es hier einfach zu trocken für die Wolkenbildung sei." Doch schon die europäischen Sonde Huygens hatte ebenfalls in dieser Region kleine Kanäle und Flüsse aus flüssigem Methan entdeckt - damals jedoch noch unter einem regenfreien Himmel, weshalb seither Experten darüber rätselten, wie es hier zu einem Flüssigkeitskreislauf kommen könne. Die neue Beobachtung ist nun in der Lage, dieses Rätsel zu beantworten.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / caltech.edu
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