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Samstag, 17. Oktober 2009

Astrofotografie: Gott malt mit Sternenstaub

Sternennebel bzw. kosmische Nebel gehören zu den faszinierendsten astronomischen Erscheinungen und bestehen hauptsächlich aus Staub und Gasen, deren Bestandteile durch Emissionen ferner Sterne und interstellarer Materie in vielfacher Farben- und Formenpracht zum Leuchten angeregt werden. Im Folgenden haben wir eine kleine Auswahl der kuriosesten Nebel-Fotografien zusammengestellt.

Der Adlernebel (IC 4703) steht mit dem offenen Sternenhaufen M 16 (NGC 6611) in im Sternbild Schlange, rund 7.000 Lichtjahre von der Erde entfernt in Verbindung. Der Nebel wird von der ultravioletten Strahlung eines nahen und noch jungen Sternenriesens zersetzt. Sein Anblick assoziiert bei vielen Betrachtern nicht nur die Form eines Adlers (s. Bildausschnitt r.), sondern auch die einer imposanten Staue | Copyright: NASA, ESA, and The Hubble Heritage Team

Der Helixnebel (NGC 7293) ist ein planetarischer Nebel im Sternbild Wassermann. Rund 650 Lichtjahre von der Sonne entfernt, ist er der uns nächststehende planetarische Nebel und damit der mit dem am größten sichtbaren Durchmesser (etwa halb so groß wie der projizierte Mond). Daher können in seiner Hülle auch Details der Gasstruktur aufgelöst werden. Durch Aufnahmen des Hubble-Weltraumteleskops wurde es 1996 erstmals möglich, sogenannte Knoten in der Hülle aufzunehmen, die vorher unbekannt waren und neue Rückschlüsse auf die Entstehung planetarischer Nebel erlaubten (s. Bildausschnitt r.). | Copyright: NASA, ESA, and The Hubble Heritage Team

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Filigrane Röntgen-Nebel entstehen um einen mächtigen schnell rotierenden Neutronenstern (Pulsar) und erzeugen diese spektakuläre Erscheinung, die unweigerlich an eine ausgestreckte Hand erinnert, weswegen die obige Aufnahme des Röntgen-Weltraumteleskop Chandra auch als "Cosmic Hand" oder "Hand Gottes" bezeichnet wird. Der als "B1509" (PSR B1509-58) bezeichnete Pulsar ist rund 17.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. | Copyright: NASA/CXC
/SAO/P.Slane, et al.


Einem Hexenkopf gleich erscheint das somit auch als "Hexenkopfnebel" bezeichnete Objekt "IC 2118". Es handelt sich um einen sogenannten Reflexionsnebel im Sternbild Fluss Eridanus und wird durch Rigel, den hellsten Stern im Sternbild Orion, zum Leuchten angeregt. Der Nebel selbst erscheint in blauem Licht, da seine feinen Staubteilchen Blau effektiver reflektieren können als Rot. | Copyright: NASA/STScI Digitized Sky Survey/Noel Carboni

Auch im All sind rechtwinklige und rechteckige Strukturen eher ungewöhnlich. Zu den ausnahmen gehört der sogenannte Rote Rechteck-Nebel (HD 44179). Es handelt sich dabei um einen proto-planetarischen Nebel im Sternbild Einhorn in einer Entfernung von rund 2.300 Lichtjahren. | Copyright: NASA/ESA

Der Schmetterlingsnebel (M2-9 bzw. NGC 6302), ist ein galaktischer planetarischer Nebel im Sternbild Schlangenträger und rund 2100 Lichtjahre von der Erde entfernt. | Copyright: NASA/ESA

Wenn auch allgemein als "Elefantenrüsselnebel" bezeichnet, erweckt "IC 1396A" im richtigen Blickwinkel betrachtet den Eindruck einer aufrechten, langhaarigen menschliche Gestallt (r.). Tatsächlich handelt es sich um eine hell berandete Globule, also eine Ansammlung von interstellarem Gas und Staub, im Sternbild Kepheus. Die Globule selbst gehört zu IC 1396, einem H-II-Gebiet mit eingebettetem Sternhaufen, und ist etwa 2400 Lichtjahre von der Erde entfernt. Der Nebel ist ein aktives Sternentstehungsgebiet und enthält eine Reihe junger Sterne und Protosterne, die erst zwischen 100.000 und einer Million Jahre alt sind. Vor der Globule befindet sich der Reflexionsnebel van den Bergh 142 (vdB 142), der sehr wahrscheinlich in physikalischem Bezug steht. Dieser Reflexionsnebel wird vom B3-Stern HD 239710 (BD +56° 2604) angestrahlt. | Copyright: NASA/ESA

Die "Cygnus-Blase" ist ein planetarischer Nebel im Sternbild Schwan mit der Kataogsnummer PN G75.5+1.7 | Coypright: T.A.Rector/Univ.ofAlaska Anchorage/Heidi Schweinker/NOAO

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