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Dienstag, 3. November 2009

Astronomen rätseln über Radiosignale aus dem Nichts

Einige Neutronensterne verraten sich durch ausgesendete Radiosignale (Illu.) | Copyright: NASA/NRAO/AUI/NSF

Pasadena/ USA - Seit den 1980er Jahren haben Astronomen 13 Radiosignale aus eigentlich leeren Regionen des Universums aufgefangen und rätseln seither über deren Ursprung. Ein neuer Ansatz glaubt nun, dass sie von schon vor langer Zeit erloschenen Sternen stammen.

Bei den Radiosignalen könnte es sich um Spuren längst vergangener Galaxien und Sterne, sogenannte Neutronensterne handeln, die - meist unbemerkt das Universum durchziehen. Das glaubt zumindest ein Team von Astrophysikern um Eran Ofek vom California Institute of Technology (Caltech). Die meisten der rund eine Milliarde geschätzter Neutronensterne, sind nahezu unsichtbar. Einige verraten sich jedoch durch die extrem hohe Rotation, wobei Radiopulse mehrmals pro Sekunde auch in Richtung Erde ausgeschleudert werden. Je älter die Neutronensterne jedoch werden, desto langsamer wird jedoch auch deren Rotation.

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Wenn nun ein Neutronenstern im Abstand von mehreren Monaten Radioausbrüche produziert, wenn er beispielsweise interstellare Gase absorbiert, könnten diese Ausbrüche relativ erdnaher Neutronensterne auch von der Erde aus wahrgenommen werden.

"Neutronensterne sind ein guter Ansatz, die Radiosignale zu erklären", zitiert der "New Scientist" den Astronomen Geoffrey Bower von der University of California in Berkeley, der alleine sieben der unbekannten Signale entdeckt hat.

Schon bald wollen die Forscher die Ursprungsregionen der Signale mit dem Röntgenobservatorium Chandra auf die für Neutronensterne charakteristische Röntgenstrahlung absuchen, um so ihre Theorie zu überprüfen.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / astro.caltech.edu / newscientist.com


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