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Dienstag, 24. November 2009

Forscher: Auch Insekten könnten ein Bewusstsein und Intelligenz besitzen

Honigbiene | Copyright: Jon Sullivan/Public Domain

London/ England - Eine neuen Studie britischer Wissenschaftler belegt, dass Insekten trotz ihres extrem kleinen Gehirns, individuelles tierisches Bewusstsein und Intelligenz entwickeln könnten.

Anhand einer neuen Computersimulation glauben die Forscher um Professor Lars Chittka vom "Queen Mary's Research Centre for Psychology", dass sich Bewusstsein auch in kleinsten neuralen Schaltkreisen entwickeln kann, wie sie auch im Hirn von Insekten Platz fänden.

Während das Hirn einer Honigbiene nur etwa ein Milligramm wiegt und aus weniger als einer Million Nervenzellen besteht, zeigen die Computerberechnungen, dass alleine die Fähigkeit zu Zählen nur wenige Hundert Nervenzellen benötigt und schon einige Tausend genügen, um ein tierisches Bewusstsein entstehen zu lassen.

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"Tiere mit größeren Gehirnen sind nicht notwendigerweise auch intelligenter", erklärt Chittka. "Wir wissen, dass zwar die Körpergröße der beste Weg ist, um auf die Größe des Hirns zu schließen. Aber entgegengesetzt zur allgemeinen Annahme, können wir anhand der Hirngröße nichts über die Möglichkeit intelligenten Verhaltens aussagen."

In größeren Hirnen fände sich meist kein höherer Grad an Komplexität, nur eine endlose Wiederholung der immer gleichen neuralen Schaltkreise. Dieser Umstand könne zwar dazu beitragen, dass man sich Bilder und Klänge besser merken kann, stelle jedoch keinen höheren Komplexitätsgrad dar. "Um es mit einer Analogie aus der Computertechnologie zu sagen, könnte man größere Hirne etwa mit größeren Festplatten, aber nicht zwangsläufig auch mit besseren Prozessoren vergleichen", so Chittka.

Unterschiede der Hirngröße kann zwischen unterschiedlichen Tierarten besonders stark ausfallen, wenn beispielsweise das Hirn eines Wals bis zu neun Kilogramm wiegen und mehr als 200 Milliarden Nervenzellen beinhalten kann - ein Menschenhirn hingegen gerade einmal durchschnittlich 1,3 Kilogramm wiegt und nur 85 Millionen Neuronen aufweist. Einen Grund sehen die Forscher möglicherweise in ganz einfachen Anwendungen, wenn etwa mehr Nervenzellen benötigt werden, um größere Muskelmassen zu bewegen. Ein Hinweis auch auf höhere Intelligenz lasse sich daraus nicht ableiten. Stattdessen könne sehr viel höher entwickeltere Denkleistung auch von kleineren Hirnen und weniger Neuronen erbracht werden.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / qmul.ac.uk / bbc.co.uk / dailymail.co.uk
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