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Mittwoch, 25. November 2009

Tibet: Haben Archäologen "Shangri-La" entdeckt?

Wandmalerei in einer der Mustang-Höhlen | Copyright: nationalgeographic.com

Mustang/ Tibet - Bergsteiger und Archäologen glauben im einstigen Königreich Mustang auf die weltliche Vorlage für das sagenumwobene Shangri-La gestoßen zu sein. Shangri-La, auch als Shambala bekannt, gilt als mystischer Ort und weltliches Paradies. Sowohl in den alten tibetischen Legenden als auch in der modernen Esoterik wird dem Ort große Bedeutung beigemessen.

In abgelegenen jedoch einst vor tausenden von Jahren von Menschen angelegten und reich verzierten Höhlen wollen die Forscher die reale Vorlage für die Legenden gefunden haben. Im Innern der Höhlen fanden sich auch zahlreiche Manuskripte aus dem 15. Jahrhundert.

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Lange Zeit war die Mustang-Region für Fremde verboten und die Höhlen nahezu unerforscht. Erst 2007 und ein zweites Mal 2008 führten der US-Forscher Broughton Coburn und der Bergsteiger Pete Athans eine Expedition zu den Klippenhöhlen. Die dabei gemachten Funde und Entdeckungen sind nun Inhalt zweier TV-Dokumentationen von "National Geographic" mit den Titeln "Lost Cave Temples of the Himalayas and Secrets of Shangri-La" (Verschollene Höhlentempel im Himalaya und die Geheimnisse von Shangri-La) und "Mustang: Journey of Transformation" (Mustang: Eine Riese der Transformation).

Neben den prächtigen Wandgemälden stießen die Forscher auf menschliche Überreste und eine jahrhundertealte Bibliothek mit heiligen Texten, von welchen sich die Wissenschaftler weitere Aufschlüsse über das legendenumwobene Shangri-La erhoffen.

Blick in eine der Höhlen | Copyright: nationalgeographic.com

Auf den Gemälden sei unter anderem eine Art Ahnengalerie großer Yogis mit jeweils ihnen zugeschriebenen magischen Kräften dargestellt, die bis ins 13. Jahrhundert zurückreichet.

Hintergrund: Shangri-La
Schon in frühen buddhistischen Schriften wird ein Chang Shambala als Quelle der antiken Weisheit erwähnt. Auch in anderen Ländern gibt es mythologische Hinweise auf das magische Königreich im Himalaya. So gibt es in Russland eine Sage, wonach man den Weg der Tataren in die Mongolei zurückverfolgen müsse, um Belovodye zu finden, einen Ort – im Land der weißen Wasser – an dem heilige Menschen vom Rest der Welt getrennt leben. Das mythologische Reich Shambala ist von großer Bedeutung im buddhistischen Kalachakra-Tantra, da Buddha Shakyamuni, nach der Überlieferung, das Kalachakra-Tantra zuerst an Suchandra, den König von Shambala, übertragen haben soll. Eine ausführliche Darstellung des Shambala-Mythos ist im Buch Der Weg nach Shambala von E. Bernbaum, Hamburg 1982, beschrieben.

In Europa wurde der Begriff des Shangri-La vor allem durch das Buch "Der verlorene Horizont" von James Hilton bekannt. Darin beschreibt er ein abgelegenes Lama-Kloster am Shangri-Gebirgspass im Himalaya. Die Klosterbewohner, zum großen Teil aus westlichen Ländern und westlichen Kulturkreisen stammend, leben in einer selbstgewählten Weltabgeschiedenheit und erreichen teilweise biblisches Alter. Ihre Lebensweise und ihr gewählter Tagesablauf sind eine Abkehr von der Hast der Zivilisation, ohne auf gewohnte Annehmlichkeiten völlig zu verzichten. Sie erwarten für die Menschheit ein apokalyptisches Ereignis und sehen sich selbst als letzte Bewahrer von Kultur und Wissen.
(Quelle: wikipedia.de)

Bücher zum Thema:

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Quellen. grenzwissenschaft-aktuell.de / nationalgeographic.com / wikipedia.de
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