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Donnerstag, 21. Januar 2010

Konferenz: Royal Society diskutiert über Konsequenzen der Entdeckung außerirdischen Lebens für Wissenschaft und Gesellschaft

Archiv: Die Antenne des Goldstone Deep Space Communications Complex in der Mojave-Wüste | Copyright: NASA

London/ England - Organisiert von Dr. Martin Dominik und Professor John Zarnecki findet an der altehrwürdigen "Royal Society" (RS) am 25. und 26. Januar 2010 eine hochrangig besetzte Konferenz über die "Konsequenzen der Entdeckung außerirdischen Lebens für Wissenschaft und Gesellschaft" statt.

"Astronomen sind mittlerweile in der Lage, Planeten zu entdecken, die andere Sterne als unsere Sonne umkreisen, auf denen möglicherweise auch Leben existiert und derzeit lebende Generationen könnten die Entdeckung von Signaturen dieses außerirdischen Lebens noch erleben. Sollte es sich also zeigen, dass wir tatsächlich nicht alleine im Universum sind, würde dies fundamentale Auswirkungen auf das Selbstverständnis der Menschheit mit sich bringen. Für einen solchen Fall und seine Konsequenzen müssen wir vorbereitet sein", ermahnen die Organisatoren in ihrer Ankündigung.

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Den Vorsitz der Konferenz haben der Präsident der Royal Society, Lord Martin Rees; Dr. Catherine Cesarsky vom französischen Zentrum für Atomenergie (Commissariat à l'énergie atomique, CEA); Professor Jocelyn Bell Burnell, Dame Commander des "Order of the British Empire" und Mitglied der Royal Society von der "University of Oxford"; sowie Professor Steven Rose von der "Open University" in London.

Als Sprecher ist neben zahlreichen Experten unterschiedlicher Disziplinen auch der US-amerikanische Astronom und Astrophysiker Dr. Frank Drake angekündigt, der für die von ihm entwickelte "Drake-Gleichung" bekannt ist, mit der versucht wird, die Anzahl technisch entwickelter Zivilisationen in der Milchstraße abzuschätzen. Zudem konzipierte er gemeinsam mit dem Astronomen Carl Sagan und weiteren Wissenschaftlern die sogenannte Arecibo-Botschaft, mittels derer 1974 eine Art Visitenkarte der Menschheit ins All gesendet wurde. Drake wird zum aktuellen Stand der Suche nach Signalen außerirdischer Intelligenzen (SETI) berichten.

Weitere Vorträge beschäftigen sich unter anderem mit möglichen Auswirkungen der Entdeckung außerirdischen Lebens auf Theologie und Religion (Ted Peters), der Einschätzung damit einhergehender möglicher Risiken (Ivan Almar) und den unterschiedlichen menschlichen Emotionen angesichts einer derartigen Situation (Albert A. Harrison). Zudem werden chemische Methoden der Suche nach außerirdischem Leben dargelegt (Collin Pillinger), gefragt, wie außerirdisches Leben - auch im schlimmsten Falle - aussehen könnte (Simon Conway Morris) sowie die derzeitigen Anstrengungen internationaler Wissenschaftler und Raumfahrtbehörden erläutert, Exoplaneten und eventuell dort vorhandenes Leben zu suchen und zu finden (Blumberg, Mayor, Friedlund, Davies, McKay, Duve).

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Bücher zum Thema:

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / royalsociety.org
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