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Donnerstag, 28. Januar 2010

Neue Theorie zur Entstehung des Mondes - hatte Darwin doch zumindest ansatzweise Recht?

Schematische Darstellung einer geonuklearen Reaktion an der Grenze zwischen Erdkern und Erdmantel (hier durch eine rote Linie verdeutlicht) | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de

Amsterdam/ Niederlande - Wie entstand der Mond? Eine Frage, die seit Jahrhunderten Wissenschaftler beschäftigt. Aktuell gilt die Vorstellung eines Zusammenstoßes der jungen Erde mit einem etwa marsgroßen Himmelskörper als vermeintlich plausibelste Erklärung, nach der die bei diesem Ereignis entstandenen Materiemengen von der Erde weggeschleudert und im heutigen Mondorbit eingefangen wurden. Zwei niederländische Wissenschaftler treten nun an, diese Vorstellung ein weiteres Mal zu widerlegen und präsentieren ein eigenes Modell.

Laut Professor Rob de Meijer von der "University of the Western Cape" und dem "The Earth AntineutRino TomograpHy (EARTH)"-Projekt und Dr. Wim van Westrenen von der "Vrije Universiteit Amsterdam", zeigen neueste Untersuchungen von Mond-Proben einen hohen Grad an Übereinstimmungen zwischen den elementaren und isotopischen Zusammensetzungen mit Proben aus dem Erdmantel.

Diese Übereinstimmung, wie sie sich sowohl anhand von leichten als auch schweren Elementen und deren Isotopen nachweisen lasse, sei nur schwer mit der derzeit von den meisten Wissenschaftlern favorisierten Kollisionstheorie zu vereinbaren, erklären die Forscher in einem zur Veröffentlichung eingereichten Artikel.

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"Stattdessen schlagen wir eine alternative Erklärung für die Übereinstimmung in der Zusammensetzung der Proben von Mond und Erde vor, nach welcher der Erdtrabant durch einen Ausstoß irdischen Materials aus dem Erdmantel geformt wurde. Dieser Ausstoß wurde von einer nuklearen Reaktion (Georeaktor) innerhalb der Grenzschicht zwischen Erdkern und Erdmantel ausgelöst", so die Wissenschaftler.

Die bei einem solchen Ereignis erzeugte Energie liefere jene Energie, wie sie in der bereits von George Howard Darwin 1879 dargelegten Abspaltungstheorie, nach der sich die Materiemasse des heutigen Mondes in der Frühphase der Erde durch deren stärke Rotation aus der Erde selbst gelöst haben soll, bislang fehlte. "Unsere Hypothese erklärt die Übereinstimmungen in den isotopischen Zusammensetzungen zwischen Erde und Mond sowohl für die leichteren Elemente wie Sauerstoff, Silizium und Kalium, als auch für die schweren wie Chrom, Neodym und Wolfram", so die Forscher.

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