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Mittwoch, 6. Januar 2010

Vatikan-Astronom: Stern von Bethlehem bleibt rätselhaft

Die Anbetung der Heiligen Drei Könige auf einem Gemälde von Giotto di Bondone in der Cappella degli Scrovegni in Padua (Ausschnitt) | Copyright: Public Domain

Vatikan - Gegenüber dem "L'Osservatore Romano" hat der Astronom und Experte für Meteoriten an der Päpstlichen Sternwarte, Guy Consolmagno, erklärt, dass bis heute keine schlüssige Erklärung für den "Stern von Bethlehem" gefunden werden konnte, wie er laut Bibel die Geburt Jesu angezeigt und sowohl die Hirten als auch die Heiligen Drei Könige zu dessen Geburtsstätte geführt hat.

Was genau die Hirten wie die drei Weisen beobachtet haben, sei immer noch rätselhaft, so der Jesuitenpater. Die von vielen Forschern als Erklärung für die offenbar weithin sichtbare Himmelserscheinung über Bethlehem, nach der es sich um die Konjunktion der Planeten Jupiter und Saturn oder jene von Jupiter mit dem Stern Regulus gehandelt habe, sei zumindest für die drei erfahrenen Sternenbeobachter aus dem Morgenland zu häufig und somit bekannt, als dass sie derartige Verwunderung bei den sternkundigen Magoi hätten auslösen und den langen weg nach Bethlehem rechtfertigen können.

Die tiefste Botschaft hinter der Geschichte der drei Weisen aus dem Morgenland sei, so Consolmagno, "dass die Geburt Jesu eine kosmische Bedeutung hatte." Ob hinter dem "Stern" ein wahrhaftiges Himmelsphänomen gestanden habe, darüber seien sich Astronomen wie Astrologen bis heute uneins. Der Vatikan-Astronom selbst glaubt, dass dies auch weiterhin so bleiben werde.

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Aus den biblischen Überlieferungen lassen sich sowohl astronomische als auch astrologische Schlussfolgerungen ziehen.

Einen Hinweis auf eine astrologische Deutung sehen entsprechende Autoren, federführend Michael Molnar in folgender Bibelstelle: "Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Bethlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen." (Mt 2,1 EU)

Tatsächlich, so Molnar habe Jupiter am 17. April des Jahres 6 v. Chr. seinen heliakischen Aufgang im Sternbild Widder gehabt. Zudem sei die Sonne im Sternbild Widder "exaltiert“, also besonders mächtig, gewesen ebenso die Venus. Die "Regenten der Widderdreiheit" waren laut Molnar also alle in diesem Sternbild versammelt, die Sonne und der Mond hatten ihre planetarischen "Diener" nahebei. Zudem sei noch am selben Tag eine Jupiterbedeckung durch den Mond. Erfolgt.
Astrologisch hätten Sternkundige anhand dieser Konstellation also durchaus auf die Geburt eines Königs in Judäa schließen können. Möglich sei jedoch auch, dass ein astrologisch bewanderter Evangelist die Geschichte der Drei Könige später anhand des kosmischen Ereignisses erdachte.

In Vers 9 des Mathäus Evangeliums wird dann jedoch ein Vorgang beschrieben, wie er auf ein tatsächliche sichtbares Himmelsereignis hindeutet, wenn es heißt: "Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen." Glaubt man den Worten der Heiligen Schrift, so wäre ein solches Verhalten jedoch auch für ein rein astronomisches Objekt eher ungewöhnlich, weshalb einige Forscher schon lange auch exotische bis übernatürliche Erklärungen in Betracht ziehen, wenn es darum geht, jenes Ereignis zu interpretieren, welches Christen am heutigen "Dreikönigstag" feiern.

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Quellen: grenzwissenschaft.aktuell.de / vatican.va / kath.net
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