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Freitag, 19. März 2010

NASA-Wissenschaftler: Zahlreiche Erdplaneten warten auf Entdeckung

Erdähnlicher Exoplanet (Illu.) | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de

Pasadena/ USA - Unser Sonnensystem ist von zahlreichen fernen erdähnliche Planeten umgeben - wir haben sie bislang nur noch nicht entdeckt. Zu dieser Einsicht kommt der NASA-Wissenschaftler Jim Kasting in seinem Buch "How to Find a Habitable Planet". Darin erläutert er auch, warum wir die fremden Erden noch nicht entdeckt haben und wie sich dies schon mittelfristig ändern könnte.

Die Wahrscheinlichkeit, dass nahezu jeder Stern, den wir am Nachthimmel sehen, auch von Planeten umkreist wird, auf welchen es erdähnliches Leben geben könnte, ist laut dem der "Exoplanet Exploration Program Analysis Group" der NASA vorsitzenden Geowissenschaftler, erstaunlich hoch.

"Ich bin da sehr optimistisch und glaube, dass Erden wirklich keine Seltenheit sind", zitiert "thestar.com" den Forscher. "Egal welchen Stern man sich heraussucht, so sind die Chancen, in seinem Umfeld einen erdähnlichen Planeten zu finden, verdammt gut. Die Wahrscheinlichkeit liegt möglicherweise sogar zwischen 10 und 50 Prozent."

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Der Grund dafür, dass bislang noch keine zweite Erde entdeckt wurde, liegt vornehmlich darin, dass Sterne sehr hell leuchten und dadurch das von entsprechend kleinen Felsplaneten reflektierte Licht überstrahlen.

Für Kasting müssen entsprechende Planeten grundsätzlich nur zwei Merkmale erfüllen, um Leben beherbergen zu können: Zum einen muss es sich um einen Felsplaneten, der zum anderen sein Muttergestirn innerhalb der sogenannten habitablen Zone umkreist, jener Region also innerhalb der gemäßigte Oberflächentemperaturen vorherrschen können, um Leben - wie wir es von der Erde kennen - zu ermöglichen. "Hinzu gehen wir derzeit davon aus, dass Leben auch flüssiges Wasser benötigt. Ganz sicher wissen wir dies aber nur über das Leben auf der Erde." Können dann auch noch Kohlendioxide, Sauerstoff, Ozon und Gase wie Methan oder Stickstoffoxide nachgewiesen werden, wie sie als Produkte von Organismen bekannt sind, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es auf der fremden Erde auch Leben gibt.

Schon mit den nächsten Generationen von Weltraumteleskopen, dürften die ersten fernen Erdplaneten entdeckt werden, hofft Kasting. Dass fremde Welten schon von aktuellen Missionen wie dem Weltraumteleskop "Kepler" entdeckt werden, hält der Forscher eher für Zufall. Um entsprechende Planeten im Umfeld ihrer Sternen mittels einer direkten optischen Beobachtung nachweisen zu können, bräuchte es vielmehr Teleskope mit Spiegeln von etwa der dreifachen Größe des Hubble-Teleskops. Hinzu muss das Licht des Sterns exakt genug abgedeckt werden, um die kleinen Planeten überhaupt erst sehen zu können.

Für Kasting bestünde das ideale Instrument aus zwei Raumschiffen: Dem Teleskop selbst und einem zweiten, das als Schild fungiert und dem Teleskop vorweg positioniert wird. Für ein solches Instrument existiere zwar die Technologie, doch mangele es an der Finanzierung.

Hoffnung setzt Kasting derzeit hauptsächlich auf die sich noch in der Planung befindliche "Space Interferometry Mission" (SIM). Zunächst bereits für 2005 angedacht, sorgten Budgetkürzungen für die derzeitig andauernde Verzögerung. Laut aktuellen Terminen, wird der Start des "SIM-PlanetQuest"-Weltraumteleskops voraussichtlich nicht vor 2015 stattfinden.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nasa.gov / thestar.com
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