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Dienstag, 8. Juni 2010

3. Juni 2010: Himmelskörper traf erneut den Jupiter

Standbild: Jupiter-Einschlag am 3. Juni 2010 | Copyright: Christopher Go

Pasadena/ USA - Schon zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres wurde der Gasplanet Jupiter am vergangenen Donnerstag von einem Objekt aus dem All getroffen. Damit fällt der neue Treffer zufälligerweise mit den Untersuchungsergebnissen des ersten Einschlags im vergangenen Juli überein, die belegen, dass der Planet 2009 wahrscheinlich von einem Asteroiden getroffen wurde.

Schon damals, am Morgen des 20. Juli 2009 wurde der Einschlag in der südlichen Polregion des Jupiters von dem Amateurastronom Anthony Wesley entdeckt und konnte kurze Zeit später auch von Astronomen der NASA bestätigt werden. (...wir berichteten 1, 2) Auch die aktuelle Entdeckung wurde von Wesley und anderen Amateurastronomen, darunter auch Christopher Go, gemacht. Erneut zeichnete sich der Einschlag durch einen hellen Blitz ab, allerdings scheint der Einschlag am 3. Juni 2010 keine Einschlagsspuren in der Atmosphäre des Jupiters hinterlassen zu haben.

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- Die Aufnahmen von Anthony Wesley vom Einschlag am 3. Juni finden Sie HIER

Aufnahmen des Weltraumteleskop Hubble zeigten vor einem Jahr, die von dem Himmelskörper in die Atmosphäre des Jupiter gerissene dunkle Narbe, anhand derer Wissenschaftler des "Space Science Institute" in Boulder nun schlussfolgern, dass es sich damals aller Wahrscheinlichkeit nach um den Einschlag eines Asteroiden gehandelt hatte, da sich dieser deutlich von dem des Kometen Shoemaker-Levy 9" 1994, der, im ultravioletten Lichtspektrum betrachtet, deutlich größere und andersförmige Spuren erzeugte, unterschied.

Hubble-Aufnahme der Einschlagsnarbe | Copyright: NASA/ISA/Space Science Institute/H.Hammel/Jupiter Impact Team

Die Größe dieses Asteroiden schätzen die Forscher am rund 500 Meter Durchmesser und seine Kollision mit dem Gasplaneten setzte eine Energie frei, die derer von Tausenden von Atombomben entsprach. Auch den Ursprung des Asteroiden glauben die Forscher anhand der lang gestreckten Form der Einschlagsnarbe bestimmen zu können. Demnach handelte es sich wahrscheinlich um einen Asteroiden der Hilda-Gruppe aus dem äußeren Asteroidengürtel, in der Nähe des Jupiters.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / planetary.org


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