https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de


Dienstag, 22. Juni 2010

Kepler-Daten machen Hoffnung auf Hunderte neuer Exoplaneten

Das Gesichtsfeld des NASA-Weltraumteleskops "Kepler" | Copyright: NASA

Washington/ USA - Die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA hat die ersten Beobachtungsdaten des Weltraumteleskops Kepler veröffentlicht, von dessen Beobachtungen sich die Wissenschaftler nicht nur die Entdeckung zahlreicher neuer Exoplaneten, also Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, sondern auch die Entdeckung erdähnlicher Planeten erhoffen. In den Daten, so hofft die NASA, könnten 706 bislang unbekannte Exoplaneten verborgen sein.

Bei den nun veröffentlichten Datensätzen handelt es sich um die Daten der ersten 43 Beobachtungstage des Weltraumteleskops. Allerdings wurden nur die Daten von 306 der insgesamt 706 entdeckten Objekte öffentlich zugänglich gemacht. Die restlichen 400 Objekte werden derzeit von einem 28-köpfigen Team der Kepler-Mission selbst eingehend untersucht und die Beobachtungen mit Untersuchungen mittels erdbasierter Teleskope und den Weltraumteleskopen Hubble und Spitzer überprüft.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Mittels eines Fotometers vermisst das Weltraumobservatorium Kepler mehrere Jahre lang kontinuierlich die Helligkeit von rund 100.000 Sternen, um dabei regelmäßige Helligkeitsschwankungen festzustellen, die durch den Durchgang (Transit) eines Planeten zwischen dem Stern und der Raumsonde verursacht werden. Damit die Beobachtungen ungestört durchgeführt werden können, wird die Sonde nicht in einen Erd-, sondern in einen Sonnenorbit gebracht und wird hier der Erde auf ihrer Bahn um die Sonne folgen. Außer Planeten können die Daten auch falsche Alarme abbilden, etwa Doppelsternsysteme.

Noch bis mindestens November 2012 soll Kepler seinen Dienst fortsetzten. Insgesamt, so erwarten die Astronomen, wird es mindestens drei Jahre lang dauern, bis die Mission eindeutig erdähnliche Planeten in der habitablen Zone um einen Stern eindeutig nachweisen kann. In diesem Abstand um seinen Stern muss sich ein Planet befinden, wenn auf seiner Oberfläche gemäßigte Temperaturen und damit Wasser in flüssiger Form vorkommen kann - der Grundlage für Leben, wie wir es von der Erde kennen. Drei Jahre dauert es mindestens, bis die Beobachtungen des bei solchen Planeten durchschnittlich einmal jährlich stattfindenden Transits durch Folgebeobachtungen bestätigt werden können.

Sollten sich alle der entdeckten 706 Objekte im anvisierten Himmelsausschnitt in den Sternbildern Schwan und Leier tatsächlich als bislang unbekannte Planeten herausstellen, würde dies die Anzahl der bislang bekannten Exoplaneten mehr als Verdoppeln. Weitere Datensätze werden folgen. Die letztendliche Auswertung der aktuellen Daten wollen die Forscher im Februar 2011 bekannt geben.

+ + + WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA + + +
Weltraumteleskop Kepler entdeckt bislang unbekannte mysteriöse Himmelskörper
6. Januar 2010


Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nasa.gov
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE