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Mittwoch, 23. Juni 2010

Weitere Kornkreise in England

Avebury/ England - Seit Mitte Juni wurden in England weitere neue Kornkreise und -formationen entdeckt, darunter auch sogenannte Großformationen und Muster mit codiertem Inhalt. Aber auch ein kleiner und einfacher Einzelkreis.

Wie "kornkreise-forschung.de" berichtet, wurde am 12. Juni ein eher ungewöhnliches Muster in einem in einem natürlichen Amphitheater gelegenen Gerstenfeld unterhalb des Walbury Hill, nahe Combe in der Grafschaft Berkshire entdeckt. Wie schon bei fast allen englischen Kornkreisen dieses Sommers, so befindet sich auch das neue Muster in unmittelbarer Nähe zu einer prähistorischen Anlage - in diesem Fall einer Hügelfestung aus der Eisenzeit, dem sogenannten Walbury Camp. Zugleich markiert der Walbury Hill den höchsten Punkt im südöstlichen England.

Luftbild: Kornkreis am Walbury Hill in Berkshire | Copyright: Olivier Morel

Das Muster selbst zeigt zahlreiche Kreise in S-förmiger Anordnung, die schlussendlich in eine Art Schlange übergehen. Einige Betrachter sehen in der Form des Musters eine an eine Zellentwicklung erinnernde geometrische Evolution. Ein weiteres Merkmal der niedergelegten Kreise ist die Art und Weise, wie das Getreide hier in weiteren Binnenmuster, Spiralen und einem Yin-Yang-Symbol im Zentrum niedergelegt wurde (s. Abb.).

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Vier Tage später, am 16. Juni 2010, wurde bei Chirton Bottom, nahe Urchfont in der Grafschaft Wiltshire, ebenfalls in einem Gerstenfeld am Boden einer Art von natürlichem Amphitheater, ein komplexes 8-förmiges Muster entdeckt. Zugleich stellt das Muster eine Darstellung eines sogenannten Möbiusbandes dar, einer zweidimensionalen Struktur, die nur eine Kannte und eine Fläche aufweist.

Luftbild: Möbius-Kornkreis bei Chirton Bottom in Wiltshire | Copyright: Steve Alexander

In der Nacht der Sommersonnenwende vom 20. auf dem 21. Juni 2010 wurde dann bei Oare, nahe Pewsey, in Wiltshire ein weiteres Kornkreismuster und zugleich der erste Kornkreis 2010 in einem Weizenfeld entdeckt. Zwar hatten sich in der selben Nacht Kornkreisforscher und -fans daran versucht, die Entstehung eines neuen Kornkreis formell sozusagen mit Gedankenkraft zu beeinflussen, doch zeigte der neue Kornkreis bei Oare weder Ähnlichkeiten zu der geometrischen Zielvorgabe noch befand er sich in einem der anvisierten Felder (...wir berichteten 1, 2), weswegen er nicht an Reaktion auf die Bemühungen gewertet werden kann. Wie schon im falle früherer Formationen und dem Kornkreis von Chirton Bottom verbittet sich der Farmer auch hier jeglichen Versuch, das Feld und das Kornkreismuster zu betreten.

Luftbild: Kornkreis-Code bei Oare in Wiltshire | Copyright: Olivier Morel

Dennoch sorgt das Muster seit seiner Entdeckung für vielerlei kontroverse Diskussionen und Interpretationsversuche. Während der langjährige Kornkreisforscher Charles Mallett die Qualität der Art und Weise, wie das Muster niedergelegt wurde, als sehr ungenau und chaotisch beschreibt, zeigen sich andere Beobachter von dem Kornkreis überzeugt und versuchen sich seither an einer Interpretation des Musters.

Auf den ersten Blick auffallend ist der geometrisch-numerische Grundaufbau des Designs, das aus einem kleinen Zentralkreis besteht, der von 12 Ringen umgeben ist, während das ganze Muster in 20 Segmente unterteilt wird. Aus diesen beiden Zahlen lesen einige Interpreten einen Hinwies auf 2012 (20/12), dem viel diskutierten und umstrittenen Ende des Maya-Kalenders ab.

Grafische Rekonstruktion der Kornkreisformation von Oare | Copyright: A. Müller, kornkreise-forschung.de

Weniger zufällig erscheint die Lesart der Abfolge der niedergelegten und weiterhin stehenden Elemente des Musters, die vielfach auf den sogenannten Goldenen Schnitt zu verweisen scheinen.

Wie das "CMM Research"-Team, dass sich der inhaltlichen Analyse und Interpretation von Kornkreisen angenommen hat darlegt, fügen sich die Anzahl der niedergelegten Elemente im inneren Teil des Kornkreises im den Uhrzeigersinn gelesen, zur Zahlenfolge "1.61803399...", der sogenannten Goldenen Zahl, also dem Verhältnis (Phi) zwischen der größeren und der kleineren Seite des "Goldenen Schnitts" zusammen (s. folgenden Grafik: rot).

Grafische Verdeutlichung der im Kornkreis codierten Hinwiese auf den Goldenen Schnitt bzw. die Goldenen Zahl | Copyright: A. Müller, kornkreise-forschung.de / CMM Research

Als sollte dieses Verhältnis noch unterstrichen werden, stellt ein weiteres Element im zunächst durch 8 niedergelegte Segmente verdeutlichten ASCI-Code den Buchstaben "P" (01010000) das, der im Englischen als "pi" ausgesprochen wird (grün). Ein dritter Hinweis auf den Goldenen Schnitt bzw. dessen Goldene Zahl findet sich dann auch noch in einem anderen Teil des Kornkreismusters, wo anhand aufrechter Segmente das Verhältnis 3 / 5 / 3 abgebildet wurde (blau) und 5:3 eine bekannte Annäherung an die Goldene Zahl darstellt.

Der bislang letzte Kornkreis wurde dann weit abseits des klassischen südwestlichen Kornkreislandes in einem Gerstenfeld bei Hawton in Nottinghamshire im nördlichen Mittelengland gefunden. Auch dieses Muster wurde unterhalb einer Wallanlage, dem "Hawton Redoubt", in diesem Fall jedoch aus dem englischen Bürgerkrieg im 17. Jahrhundert. Archäologen glauben jedoch, dass sich an gleicher Stelle auch schon eisenzeitliche und römische Siedlungen befunden haben. Im Gegensatz zu allen anderen bislang 2010 in England entdeckten geometrisch komplexen Kornkreismustern handelt es sich hierbei lediglich um einen rund 25 Meter durchmessenden einfachen Einzelkreis.

Einzelkreis bei Hawton in Nottinghamshire | Copyright: Ian Bracegirdle, aerialphotography.org.uk

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Quellen: genzwissenschaft-aktuell.de / kornkreise-forschung.de / cropcircleconnector.com
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