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Montag, 26. Juli 2010

Historische Kornkreise: Farmer erinnert sich an Kornkreise 1932

Kornkreise 2004 bei Limburg, Niederlande: So oder ähnlich könnten auch die Kornkreise ausgesehen haben, die Lindy Achen 1932 im kanadischen Halbrite gesehen hatte | Copyright: franklaumen.de

Regina/ Kanada - Während Kornkreise in den Medien gerne als modernes Phänomen dargestellt werden, das seinen Ursprung Ende der 1970er Jahre in England hatte, können Kornkreisforscher schon seit vielen Jahren nachweisen, dass das Kornkreisphänomen wesentlich älteren Ursprungs ist. Tatsächlich wurden die mysteriösen Muster im Korn, wenn auch unter anderen Namen, schon seit Jahrhunderten entdeckt, beschrieben und dokumentiert. Jetzt ist ein weiteres Beispiel hierfür bekannt geworden: Kornkreise in Kanada schon 1932.

Der amerikanische Kornkreisforscher Jeffrey Wilson vom "Independent Crop Circle Researchers' Network" (ICCRA, iccra.org) entdeckte im Nachrichtenarchiv des "Toronto Star" einen Bericht aus dem "Waterloo Record" über kanadische Kornkreise im Sommer 1991. Dieser Bericht zitiert auch den damals 88-jährigen Farmer Lindy Achen aus Regina in der kanadischen Provinz Saskatchewan, der angesichts stereotyper Nachrichtenmeldungen über UFOs und Aliens als vermeintliche Ursache der gefundenen Kornkreise widersprach und sich stattdessen an Beobachtungen während seiner Kindheit erinnerte:

"(...) Im Radio habe ich einen UFO-Experten über die Kreise reden hören. (...) Aber das ist völliger Unsinn. Ich sage, diese Kreise werden von Wirbelwinden verursacht und ich selbst habe das vor vielen Jahren gesehen."

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1932 entdeckte er eine ganze Reihe von Kreisen in Feldern in der Nähe der Farm seiner Eltern, nahe Halbrite in Saskatchewan. "Ich und mein Bruder entdeckten diesen Ort rund eine Meile von unserem Zuhause entfernt. In der Mitte eines Feldes waren diese Kreise - drei oder vier davon."

Noch lange Zeit wunderten sich die Jungen über die Kreise im Feld, "bis ich einige Monate später über einem staubigen Acker einen Wirbelwind beobachtete. Dieses Ding kam von oben herab, nahm vom Boden Staub auf, stieg wieder nach oben, um dann noch ein drittes Mal den Boden zu berühren. (...) Damals sagte ich zu meinem Bruder, dass wir jetzt eine Erklärung für die drei Kreise haben. Ich habe einfach eins und eins zusammengezählt. Das ist schließlich gesunder Menschenverstand."

Ganz gleich, ob Achens Deutung seiner Sichtung des immer wieder den Boden berührenden Wirbelwinds tatsächlich die einige Monate zuvor entdeckten Kornkreise erklärt; seine Schilderung reiht sich in eine Vielzahl von Kreissichtungen lange vor Ende der 1970er Jahre ein, wie sie ein Phänomen beschreiben, das wir heute wahrscheinlich als "Kornkreise" bezeichnen würden. Alleine in Kanada konnten Kornkreisforscher um Paul Anderson vom "Canadian Crop Circle Research Network" (CCCRN, cccrn.ca) bislang 23 Fälle vor 1970 nachweisen. Selbst in den Mythen der nordamerikanischen Ureinwohner finden sich entsprechende Schilderungen.

Auch in Deutschland sind Kornkreise nicht nur eine Erscheinung unserer Tage. In dem von ihm geführten "International Crop Circle Archive" (ICCA) hat der deutsche Kornkreisforscher Andreas Müller (kornkreise-forschung.de) 13 historische Fälle registriert, die bis 1850 und möglicherweise sogar bis in 18. Jahrhundert zurückreichen. "Zudem gibt es auch bei uns Schilderungen in Märchen und Legenden, die meiner Meinung nach ganz offensichtlich frühe Kornkreise beschreiben", so Müller.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / cccrn.ca / iccra.org / kornkreise-forschung.de
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