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Montag, 30. August 2010

Sonde "Hayabusa-2" soll Ursprung des Lebens im All suchen

Künstlerische Illustration der "Hayabusa-2"-Mission | Copyright: JAXA

Tokio/ Japan - Gerade einmal mit möglichen Proben des Asteroiden Itokawa zur Erde zurückgekehrt, arbeiten japanische Raumfahrtingenieure schon am Nachfolger der Asteroiden-Sonde "Hayabusa". Ab 2014 soll sie auf dem Asteroiden "1999 JU3" nach organischen Molekülen suchen, wie sie einst huckepack mit ähnlichen Himmelskörpern das Leben zur Erde gebracht haben könnten.

Wie die japanische Raumfahrtagentur JAXA vergangene Woche auf einer Pressekonferenz bekannt gab, soll die Entwicklung der verbesserten Sonde "Hayabusa-2" rund zwei Milliarden Dollar kosten und voraussichtlich zwischen 2018 und 2020 die gesammelten Proben zurück zur Erde bringen.

Wie schon ihr Vorgänger so soll auch die verbesserte Sonde auf dem Asteroiden Bodenproben entnehmen. Die aktuell von "Hayabusa" zur Erde gebrachte Probenkapsel beinhaltet zwar Material, doch stellt die Analyse die Wissenschaftler immer noch vor Probleme, da wohlmöglich nicht eindeutig bestimmt werden kann, ob es sich dabei tatsächlich um Material vom Asteroiden handelt.

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Um die Probleme zu beheben, soll "Hayabusa-2" mit einer 30 Zentimeter großen Impaktor-Bombe ausgestattet werden, die rund 500 Meter von dem Asteroiden abgeschossen werden soll. Die Sonde selbst soll sich dann noch vor dem Einschlag hinter dem Asteroiden verstecken.

Geschlagen werden soll ein Krater von etwa einem Meter Durchmesser, in dem die Sonde dann später direkte Proben aus dem Innern des Asteroiden nehmen soll, wo sich die Forscher größere Chancen erhoffen, auf organische Chemikalien wie Aminosäuren zu stoßen. Zugleich sollen aber auch direkt Proben entnommen werden. "Mit zwei unterschiedlichen Entnahmemethoden steigt die Chance, schlussendlich auch tatsächlich Proben aus dem Asteroideninnern zu bekommen", erklärt die JAXA. 2025, so zumindest Pläne der USA, sollen dann auch erstmals Astronauten einen Asteroiden betreten.

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