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Montag, 23. August 2010

Theologe: "Akupunktur widerspricht dem biblischen Gottesbild"

Archiv: Akupunktur in der Anwendung | Copyright: K.Hunter/Public Domain

Berlin/ Deutschland - Erneuter Wirbel um alternative Heilmethoden in Deutschland: Nachdem Hanjo Lehmann in einem Beitrag im "Deutschen Ärzteblatt" behauptet hat, dass George Soulié de Morant (1878-1955), der Begründer der Akupunktur in Europa, ein Scharlatan gewesen sei, hat sich nun auch der Theologe und Religionswissenschaftler Michael Kotsch mehr als kritisch zur Akupunktur im Allgemeinen geäußert und erklärt, diese stehe im Widerspruch zum biblischen Gottesbild.

"Alle Indizien deuten darauf hin, dass er in China nie eine Nadel gestochen, vermutlich sogar nie eine Nadelung gesehen hat", so Lehmann in seinem Beitrag, der auszugsweise auch in der "Süddeutschen Zeitung" veröffentlicht wurde. Der Leiter des "Deutschen Institut für Traditionelle Chinesische Medizin", dass die wissenschaftlichen Grundlagen traditioneller chinesischer Medizin zu erforschen sucht, erklärte weiterhin, "die Fantastereien des Franzosen bestimmen bis heute die Lehrinhalte, bis hin zum 'Musterkursbuch Akupunktur' der Bundesärztekammer." Zudem hält er die 2003 eingeführte Zusatzbezeichnung Akupunktur für Ärzte in Deutschland für voreilig, da sie spekulative Lehrinhalte zementiere, die "vielfach dem Aberglauben näher sind als der Wissenschaft.“

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Gegenüber dem christlichen Nachrichtenportal "Idea" hat sich danach auch der Theologe und Religionswissenschaftler Michael Kotsch grundsätzlich kritisch gegenüber der Akupunktur geäußert und erklärt, die hinter der traditionell chinesischen Heilmethode stehende Systematik entstamme einem magischen Weltbild. Zudem schließe der religiöse Hintergrund der Akupunktur einen personalen, frei entscheidenden und der Welt gegenüberstehenden Gott aus.

Das kosmische Energie "Qi" (Chi), stehe in der Akupunktur für die höchste übernatürliche Macht, sie jedoch gänzlich anonyme und unpersönliche Energie, der zugleich jedoch gottgleiche Qualitäten zugeschrieben würden. "Das Gottesbild der Akupunktur widerspricht dem biblischen eindeutig", so Kotsch, der zugleich Vorsitzender des evangelikalen Bibelbundes und Autor des Buches "Moderne Medizin und Ethik“ (Band 1) ist, in dem auch Akupunktur diskutiert wird. Der "Bibelbund" versteht sich selbst als "Vereinigung von Christen, die an Jesus Christus glauben und wie er dazu beitragen wollen, das Vertrauen in die Heilige Schrift als dem unfehlbaren und irrtumslosen Wort Gottes zu stärken."

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