"Lobate Debris Apron" in Tempe Terra/Mareotis Fossae | Copyright: NASA/JPL/UAHouston/ USA - Mit dem "Shallow Radar" (SHARAD)-Instrument hat die NASA-Sonde "Mars Reconnaissance Orbiter (MRO)" wahrscheinlich gigantische unterirdische Eislagerstätten auf dem Roten Planeten entdeckt - und das weit entfernt von den polaren Eiskappen des Mars.
Die Entdeckung der NASA-Wissenschaftler um Dr. Jeff Plaut vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena, wurden jetzt auf der 39. "Lunar and Planetary Science Conference" in Houston präsentiert. Die kuppelförmigen Strukturen, so genannte "Lobate Debris Aprons", konzentrieren sich hauptsächlich in den mittleren Breitengraden der nördlichen und südlichen Mars-Hemisphären - so beispielsweise auch in der Region Deuteronilus Mensae oder Tempe Terra/Mareotis Fossae, wo sie zu Füßen und Steilwänden von Talwänden, Kratern und Tafelbergen zu finden sind. Die neuen Radardaten zeigen nun, dass die geologischen Strukturen mindestens zu 50 Prozent aus Eis bestehen. "Es könnten aber gut und gerne auch wesentlich mehr sein", zitiert die BBC den die Studie leitenden Plaut.
Die Entdeckungen könnten wichtige Auswirkungen über unsere Kenntnis der Klimageschichte des Mars haben, da es so aussieht, als habe es einst viel größere Wasserlagerstätten auf dem Planeten gegeben, als bislang angenommen. Die Wissenschaftler glauben, dass sich die Strukturen vor etwa 1,8 Millionen Jahren - zu Beginn der so genannten Amazonischen Periode des Planeten (die bis heute andauert) - geformt haben.
Zukünftige Robotermissionen sollten, so der Vorschlag der Forscher, genau diese Formationen genauer untersuchen und beproben.
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Mit dem SHARAD-Experiment sucht der Mars Reconnaissance Orbiter unter der Marsoberfläche nach eventuell dort auftretenden Wasser- und/oder Eisvorkommen. Das Instrument kann bis zu einem Kilometer tief in die Marskruste blicken.
Quellen: bbc.co.uk / grenzwissenschaft-aktuell.de / nasa.gov
