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Donnerstag, 7. Mai 2015

Schatztaucher veröffentlichen erstmals genaue Position der "Ostsee-Anomalie" sowie neue unabhängige Sonar-Scans


Erste Sonaraufnahme (2011) der mysteriösen Struktur am Grunde der Ostsee. | Copyright: oceanexplorer.se

Stockholm (Schweden) - 2011 entdeckten Schatztaucher auf Sonaraufnahmen aus der Ostsee in rund 80 Metren Tiefe eine 60 Meter durchmessende annähernd kreisrunde Struktur. Trotz mehrerer Tauchgänge, Erkundungsfahrten und Untersuchungen mit Sonar ist bis heute unbekannt, um was genau es sich bei der sogenannten "Ostsee-Anomalie" tatsächlich handelt. Ihr kurioses Aussehen sorgt indes weiterhin für zahlreiche Spekulationen. Nach Jahren des Stillschweigens haben die Schatztaucher nun erstmals die genaue Position ihres Fundes bekannt gegeben. Zudem stehen nun auch von den Entdeckern unabhängige neue Sonaraufnahmen der Struktur zur Verfügung.

Wie Peter Lindberg und Denis Asberg vom "Ocean X Team" auf ihrer Webseite berichten, befindet sich die "Ostsee-Anomalie" bei den Koordinaten 19°47'37.8'' O - 60°49'31.4" N (s. Karte) und damit nördlich des sogenannten Aländer Landes im Bottnischen Meerbusen.



Karte mit der genauen Positionsangabe der "Ostsee-Anomalie". | Copyright/Quelle: oceanexplorer.se

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Auf die Frage, ob die Schatztaucher nun nicht Angst hätten, dass andere die Struktur erkunden werden, erläutert Peter Lindberg auf der Facebook-Gruppenseite des Ocean-X-Teams, dass "jeder, der da runter will, mit den gleichen Problemen konfrontiert sein wird, wie wir sie schon hatten. Wie man sieht, liegt (die Struktur) mitten im Nirgendwo. Um hier herunter zu gelangen und etwas zu vermessen benötigt man eine ganze Menge an teurer Ausrüstung. Ich glaube nicht, dass konkurrierenden Schatztaucher da etwas anderes ausrichten können, als wir das schon mit den bisherigen Seiten-Scans gemacht haben. Nach den wunderbaren (neuen) Mehrstrahl-Aufnahmen von Peter Löf, brauchen wir aber auch keine weiteren und zudem schlechten Seiten-Scan-Aufnahmen mehr."


Mehrstrahl-Sonar-Aufnahme der sog. Ostsee-Anomalie vom 7. März 2015. | Copyright/Quelle: Finish Transport Agency, LIVI/1588/07.03.2015 / BIRD Release date 11/0415

Bei diesen neuen Mehrstrahl-Sonar-Aufnhamen handelt es sich um Aufnahmen, die unabhängig vom Ocean-X-Team von der Organisation B.I.R.D. des mit Asberg und Lindberg befreundeten Tauchers Peter Löf veröffentlicht wurden und die auf Daten der Finnish Transport Agency (FTA) vom vergangenen März 2015 basieren. Auf der BIRD-Facebook-Seite sind unterschiedliche Dokumente mit den neuen Aufnahmen, bislang aber keine konkrete Auswertung und Interpretation dieser Daten und Bilder zu finden.


Zeitgleich mit der Bekanntgabe der genauen Position hat das Ocean-X-Team auch neue direkte Tauchgänge zur Ostsee-Anomalie noch in diesem Jahr in Aussicht gestellt. Ermöglich werden sollen diese durch ein weiteres TV-Team, das die Schatztaucher dabei filmen und daraus eine weitere TV-Doku produzieren will.


GreWi-Dossier
Die bisherigen GreWi-Meldungen zur Ostsee-Anomalie

Neues Fotos zeigt rechtwinklige Korridore als Teil der Ostsee-Anomalie 16. Oktober 2014
VIDEO: Militärmanöver über Ostsee-Anomalie 9. September 2014
Video: Schatztaucher präsentieren neue Aufnahmen der Ostsee-Anomalie 25. März 2014
Bestätigt: Schwedische Marine beteiligt sich an der Erkundung der Ostsee-Anomalie 29. August 2013
Schatztaucher Dennis Asberg: "Ostsee-Anomalie ist eine künstlich bearbeitete, vom Untergrund getrennte Scheibe" 25. Juli 2013

Mehrstrahl-Sonar zeigt Ostsee-Anomalie erstmals in 3D - Weitere Videos mit Anomalien angekündigt 27. Mai 2013
Analyse belegt: Verbranntes organisches Material bedeckt Teil der "Ostsee-Anomalie" 11. April 2013
Kurz-Update: Neue Informationen zur "Ostsee-Anomalie" 29. Dezember 2012
Kontroverse um Ostee-Anomalie: Schatztaucher widersprechen Kritik von Geologen 5. September 2012
Mysteriöses Ostsee-Objekt: Schatztaucher veröffentlichen bislang unbekannte Sonar-Aufnahmen 31. August 2012
Kurzmeldung: Mysteriöses Ostseeobjekt wird erneut erkundet 17. August 2012

Mysteriöses Objekt in der Ostsee: Neues aus der Tiefe 28. Juli 2012
Weitere Information zum letzten Stand der Dinge i. S. Ostsee-Objekt 26. Juli 2012
Technische Fehler: Zweite Expedition zum Objekt in der Ostsee gescheitert - trotz kuriosem Fund... 23. Juli 2012
U-Boot-Netzsperre der Nazis? Schwedischer Militär kommentiert mysteriöses Objekt in der Ostsee 11. Juli 2012
Neue Expedition: Schatztaucher suchen nach Signalen aus der Tiefe 9. Juli 2012
Erste Doku-Vorschau zum Ostsee-Objekts aufgetaucht 4. Juli 2012
Mysteriöses Objekt am Ostseegrund: Neuigkeiten aus der Tiefe 29. Juni 2012

Neue Bilder vom mysteriösen Objekt in der Ostsee 27. Juni 2012
Neue Informationen über das mysteriöse Objekt in der Ostsee
22. Juni 2012
Erste Aufnahmen der mysteriösen Kreisstruktur am Grunde der Ostsee veröffentlicht
15. Juni 2012
Taucher dringen erstmals zur mysteriösen Kreisstruktur in der Ostsee vor
8. Juni 2012
Schatztaucher fanden zweite mysteriöse Kreisstruktur in der Ostsee 14. Februar 2012
Schatzsucher finden mysteriöse Kreisstruktur am Grunde der Ostsee
5. Juli 2011

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Montag, 27. April 2015

Archäologen finden flüssiges Quecksilber in Kammer unterhalb der Tempelpyramide des Quetzalcoatl


Auf Laserscan-Daten basierende grafische Darstellung des Tunnels (rosa), der unterhalb der Pyramide des Quetzalcoatl verläuft. | Copyright: inah.gob.mx

Teotihuacan (Mexiko) - Am Ende des unterhalb der Maya-Tempelpyramide der "gefiederten Schlange", Quetzalcoatl, haben mexikanische Archäologen "große Mengen flüssigen Quecksilbers gefunden. Die Forscher vermuten, dass es sich dabei um die rituelle Darstellung des Unterweltflusses der Maya - vergleichbar mit dem altgriechischen Styx - handelt. Angesichts dieses Fundes zeigen sich die Archäologen nun zuversichtlich, unmittelbar vor der Entdeckung der schon seit Jahrzehnten gesuchten rituellen Grabkammer der einstigen königlichen Herrscher von Teotihuacan zu stehen.

Der britische "The Guardian" zitiert den die Grabungen leitenden Archäologen, Sergio Gómez vom mexikanischen Instituto Nacional de Antropología e Historia (INAH) mit der auf einer Pressekonferenz bestätigten Meldung der Entdeckung großer Mengen Quecksilbers in einer Kammer unterhalb der Pyramide des Quetzalcoatl, der drittgrößten Pyramide in Teotihuacan.


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Hier hatte Gómez schon 2003 einen seit 1.800 Jahren versiegelten Tunnel, durch diesen verbundenen Kammern und unzählige Artefakte gefunden (siehe Abb. o.; ...wir berichteten ausführlich, s. Links am Ende dieser Meldung).



Blick auf den Pyramidentempel des Quetzalcoatl. | Copyright: Tatjana Ingold, ingold.ch

Aufgrund der großen Mengen des gesundheitsschädlichen Quecksilbers sind die Archäologen nun gezwungen, ihre weiteren Arbeiten in Schutzanzügen durchzuführen. Flüssiges Quecksilber hatte für die mesoamerikanischen präkolumbianischen Hochkulturen zwar keinen direkt praktischen Nutzen, stellte jedoch - darauf deuten ähnliche Funde an anderen archäologischen Stätten in Mittelamerika - offenbar eine große rituelle Bedeutung. Archäologen vermuten, dass das Quecksilber den Fluss bzw. See der Unterwelt der Mythologie der mittelamerikanischen indigenen Völker - vergleichbar mit dem Styx der griechischen Mythologie - symbolisierte.


Da diese unterirdischen Gewässer den Eingang zur Unterwelt darstellen, hoffen nun auch die Archäologen um Gómez kurz vor der Entdeckung der schon seit vielen Jahren gesuchten Grabkammern der einstigen Herrscher von Teotihuacan oder Ritualkammern zu stoßen.


Zum Thema

Interessanterweise wurde ein Fluss aus Quecksilber schon zuvor auch im Innern einer chinesischem Pyramide nahe Xian entdeckt. Auch im Innern der von der weltberühmten Terrakottaarmee behüteten Grabkammer des "Ersten erhabenen Gottkaisers" Qin Shihuangdi, wurde mit Hilfe des Quecksilbers der Fluss einer unterirdischen Welt nachgebildet.


Verschiedene Kopfskulpturen an der Frontseite des Tempels des Quetzalcoatl. | Copyright: Tatjana Ingold, ingold.ch

Bei Quetzalcoatl, so sein Azteken-Name, handelt es sich um eine im gesamten mittelamerikanischen Raum verehrte Gottheit, die Tolteken und Maya ihn in ihrer Sprache Kukulkan nannten. Verehrt wurde er als Windgott, Gott des Tierkreises, Schöpfergott und Kulturheros (Priesterkönig).


Sein Name setzt sich aus dem Wort "Quetzal", einer in Mittelamerika einheimischen Vogelart mit einem auffälligen Federkleid und "coatl", also Schlange, zusammen, weswegen häufig von der "gefiederten Schlange" die Rede ist. "Doch auch das Coatl lässt sich noch auseinander nehmen", erläutert André Kramer in einem Artikel über den Mythos der wiederkehrenden Gefiederten Schlange, wie er auch in einigen Grenzwissenschaften - vornehmlich in der Prä-Astronautik - eine immer wieder beachtete Rolle spielt, und führt weiter aus: "Co bezeichnet in der Mayasprache eine Schlange, während atl im Nahua für Wasser steht. Man könnte Quetzalcoatl also noch differenzierter für die verschiedenen Elemente, Himmel, Wasser und Erde (die Schlange als am Boden kriechendes Tier) sehen."


Während sich das Interesse der Prä-Astronautik vornehmlich in den Ausführungen der Autoren Däniken und Fiebag begründen, die in Quetzalcoatl einen möglichen außerirdischen Besucher vermuten, sehen andere in ihm einen unbekannten frühen europäischen Reisenden, der den Völkern Mittelamerikas die Kultur brachte. Je nachdem, welcher Interpretation man in der Auseinandersetzung mit dem Quetzalcoatl-Mythos folgt, erklärt sich sicherlich auch die Faszination an den derzeitigen Funden und Entdeckungen in Teotihuacan. Einige Beobachter vermuten sogar, innerhalb noch unentdeckter (Grab-)Kammern der Pyramide könnten sich sogar die Überreste des Quetzalcoatl selbst befinden...


WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
Eingang zur Unterwelt von Teotihuacán? Archäologen finden weiteren Tunnel unter des Pyramidentempels des Quetzalcoatl
31. Oktober 2014

Teotihuacán: Archäologen finden hunderte "Gold"-Kugeln unter der Pyramide des Quetzalcoatl 2. Mai 2013
Teotihuacán: Roboter entdeckt unbekannte Kammern unterhalb der Pyramide des Quetzalcoatl 25. April 2013
Mythos Teotihuacán: 1800 Jahre alte Kammer soll geöffnet werden 6. August 2010

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Donnerstag, 23. April 2015

Wintersonnenwende: Größter Stein im Stonehenge-Kreis steht absichtlich "falsch"


Das Luftbild zeigt die unterschiedliche Ausrichtung des größten Stonehenge-Steins uns einiger umliegender Steine (rot) entgegen der Ausrichtung des sonstigen Monuments (blau). | Copyright/Quelle: Tim Daw / WANHS / BBC

Stonehenge (England) - Schon lange ist bekannt, dass der imposante Steinkreis von Stonehenge im englischen Wiltshire auf den Aufgang der Sonne zur Sommersonnenwende (Mittsommer) ausgerichtet ist. Der größte Stein der Anlage macht hier jedoch eine Ausnahme. Da der einst umgekippte gewaltige Sarsenstein jedoch 1901 wieder aufgerichtet worden war, vermuteten Historiker bislang, dass seine Ausrichtung auf einem Fehler während dieser Arbeiten beruht. Jetzt präsentiert ein Angestellter am historischen Denkmal seine Theorie, wonach die abweichende Ausrichtung des Steins und einiger Nachbarsteine gewollt sein könnte.

Laut Tim Daw weist der Stein gerade durch seine "verdrehte" Ausrichtungsachse nun auf den Sonnenaufgangspunkt zur Wintersonnenwende: "Meine Untersuchung zeigen, dass nicht nur der große Stein (Nr. 56) aus der sonstigen Symmetrie ausbricht, sondern dass auch einige umliegende Steine - darunter auch der sogenannte Altar-Stein - einst entsprechend ausgerichtet, später jedoch am restlichen Monument orientiert, wieder auf- und ausgerichtet wurden", so Daw gegenüber der BBC.


Schon im vergangenen Jahr war es Daw, der Beweise dafür erbringen konnte, dass der äußere Kreis aus Steintoren, den sogenannten Trilithen, einst tatsächlich ein geschlossenes Rund darstellten (...wir berichteten).


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Die von Daw nun beschriebene Ausrichtung liege um 80 Grad entgegen der sonstigen Ausrichtung des Monuments. Bisherige Berechnungen hätten diese Ausrichtung wahrscheinlich deshalb übersehen, da sie auf idealisierten Plänen des Monuments und nicht auf den tatsächlichen Gegebenheiten basieren, so der Forscher.

"Hierbei handelt es sich nicht um eine nebulöse Ausrichtung auf einen weit entfernten Stern", gibt Daw zu bedenken. "Dieser 100 Tonnen schwere Stein markiert absichtlich ein wichtiges Ereignis entgegengesetzt zu dem, nach dem der Rest der Anlage ausgerichtet wurde."


Während ein einzelner "falscher" Stein noch Zufall sein könnte, belege die gleiche Ausrichtung von gleich fünf der wichtigsten Steine des Stonehenge-Steinkreises, dass es sich hierbei um ein beabsichtigtes Merkmal der Anlage handele, so der Forscher.


Seine Entdeckung hat Tim Daw aktuell im Magazin der Wiltshire Archaeological and Natural History Society (WANHS) veröffentlicht. Auch der WANHS-Direktor und Direktor des Wiltshire Museum in Devizes, David Dawson, zeigt sich von Daws Ausführungen interessiert: "Das ist eine wirklich interessante neue Idee, wie sie die verdrehte Position des Trilithons erklären könnte. Sie hebt zudem die Bedeutung der Sommer- und Wintersonnenwenden für Stonehenge und den 80-Grad-Unterschied dazwischen hervor. (...) Wir wissen, dass schon die sogenannte Bush-Barrow-Raute, die in einem Grabhügel in den Normanton Downs unweit von Stonehenge gefunden wurde, ebenfalls auf dies astronomische Merkmal hinweist. Die neue Entdeckung dürfte nun erneut zu einer neuen archäologischen Debatte und zu einer Überprüfung der neuen Hypothese führen."


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Samstag, 18. April 2015

Forscher stellt Seevölker-These zum Kollaps der Levante-Reiche am Ende der Bronzezeit infrage


Seeschlacht im Nildelta zwischen den Streitkräften von Ramses III. und den „Seevölkern“. Umzeichnung eines Wandreliefs im Tempel von Medinet Habu. | Copyright: gemeinfrei

Tübingen (Deutschland) - In seiner Forschungsarbeit widerlegt ein Doktorand des Sonderforschungsbereichs 1070 RessourcenKulturen an der Universität Tübingen die bis heute in der biblischen Archäologie vieldiskutierte These, dass Seevölker aus dem nördlichen Mittelmeerraum für den Kollaps der Reiche in der Levante am Ende der Bronzezeit verantwortlich waren.

Wie die Pressemitteilung der Universität erläutert, galt bislang eine Inschrift aus dem Totentempel von Ramses dem III in Medinet Habu aus dem Jahr 1180 v.Chr. (s.Abb.), auf der die Invasion von Fremden, die über das Meer kamen, als Grund für den Niedergang ägyptischer Nachbarreiche genannt wird, als Beweis für die Existenz dieser Seevölker. Die bisherige archäologische Forschung leite daraus die Vorstellung ab, dass Seevölker aus dem Mittelmeerraum auch für den ökonomischen Kollaps in der Levante, also der Länder östlich von Italien am Mittelmeer liegen (Morgenland), verantwortlich gewesen.


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Wie der Jesse Millek nun jedoch anhand seiner Forschungsarbeit berichtet, sprechen die neuesten Erkenntnissen jedoch dafür, dass die Ursachen für den starken Rückgang des Handels viel komplexer sind als bisher angenommen und eher auf einen internen, gesellschaftlichen Umwälzungsprozess und auf einen veränderten Umgang mit Ressourcen zurückzuführen sind. Die Dokumentationen archäologischer Grabungen an 16 Fundorten der Region werden in der Forschungsarbeit des SFB 1070 kritisch neu bewertet und ausdifferenziert. Ein Beispiel ist die Fundstätte Lachisch, 44 Kilometer südwestlich von Jerusalem, eine der größten und bedeutendsten Fundstätten der Levante.

"In früheren Grabungen wurden in der spätbronzezeitlichen Zerstörungsschicht 7 die ausgebrannten Überreste eines Tempels und eines Gebäudes entdeckt", so die Pressemitteilung weiter. "Diese Funde interpretierte man in Untersuchungen als Hinweise auf eine kriegerische Auseinandersetzung mit den Seevölkern. Die kritische Neubetrachtung der Grabungsdokumentation zeigt, dass bei der initialen Interpretation einige Faktoren übersehen wurden."


"Der bronzezeitliche Gebäudebrand in Lachisch begann nachweislich im Küchenbereich - auch in der Bronzezeit gab es ganz alltägliche Ursachen für Zerstörungen“, berichtet Millek. "Der Tempel weist keinerlei Vandalismus und keine Anzeichen von Schatzräuberei auf und wurde vor der Zerstörung vollständig geräumt. Alles deutet auf eine kultische Stilllegung der Stätte hin. Die heiligen Gegenstände wurden geordnet und systematisch entfernt. Der Standort des Tempels blieb dennoch als heilige Stätte tabu, auch in späterer Zeit." Die geordnete Stilllegung von Heiligtümern deute auf einen veränderten Umgang mit spirituellen Ressourcen und eine kulturelle Neuordnung von Werten innerhalb der Gesellschaft hin. In der weiteren Forschungsarbeit soll nun geklärt werden, inwieweit der Rückgang des Handels mit diesem Wertewandel zusammen hängt.


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Dienstag, 7. April 2015

Forscher bewerten Theorien zum Niedergang der Osterinsel-Kultur


Historische Aufnahme einiger Moai von 1880. | Copyright: gemeinfrei

Bremen (Deutschland) - Theorien darüber, wie und warum es zum Niedergang der Kultur der Osterinsel kam, sind ebenso zahlreich wie kontrovers. Bis heute zeugen kolossale Steinskulpturen, die sogenannten Moai, Felszeichnungen und eine einzigartige Schrift von einer hochentwickelten Kultur, die ihre letzten Geheimnisse noch nicht preisgegeben hat. Deutsche Wissenschaftler haben nun die vorhandenen Daten zusammengeführt und anhand dieser und darauf aufbauender mathematischer Modelle die bisherigen Theorien überprüft und konnten damit bislang noch offenen Fragen beantworten.

Wie die Forscher um Gunnar Brandt vom Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT) aktuell im Fachjournal "Frontiers in Ecology and Evolution" (DOI:
10.3389/fevo.2015.00013) berichten, werde die Geschichte der Osterinsel wird oft als düstere Warnung vor unserer Zukunft angesehen, als Parabel für die Rücksichtslosigkeit des Menschen gegenüber seiner fragilen Umwelt. Hinzu schaffe das Fehlen schriftlicher Quellen und eine karge Datenlage Raum für Spekulationen. So ranken sich denn auch um den Untergang des Volkes der Rapa Nui hauptsächlich zwei sehr gegensätzliche Theorien, erläutert die ZMT-Pressemitteilung:

- Vertreter der sogenannten Ökozid-These stellen die Zerstörung der Lebensgrundlage in den Vordergrund. Auf der einst dicht mit Palmen bewachsenen Insel wurde der Wald intensiv abgeholzt, um Brenn- und Baumaterial zu gewinnen. Mit dem Wald verschwand die wichtigste Ressource der Insel. Diese ökologische Katastrophe soll schließlich auch zu einem dramatischen Rückgang der Bevölkerung geführt haben.


- Die Theorie des Genozids legt den Schwerpunkt dagegen auf den Kontakt mit europäischen Entdeckern im 18. Jahrhundert. Sie brachten Infektionskrankheiten wie Grippe, Pocken und Syphilis auf die Insel. Sklavenjäger verschleppten zudem tausende von Insulanern als Zwangsarbeiter zu den Guano-Minen in Peru. Die Population soll dadurch in sehr kurzer Zeit fast ausgerottet worden sein, so dass 1877 nur noch 36 Ureinwohner auf der Insel gezählt werden konnten.


"Wir fragten uns, ob die Rapa Nui diesen katastrophalen Entwicklungen tatsächlich so hilflos ausgeliefert waren", erläutert Agostino Merico, Koautor der Studie.


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Die Forscher haben nun ein mathematisches Modell entwickelt und testeten verschiedene Theorien über den zeitlichen Verlauf der Abholzung und der Bevölkerungsentwicklung auf ihre Plausibilität. Das Modell stützt sich insbesondere auf Rückstände des verschwundenen Palmenwaldes, die mit der Radiokarbonmethode datiert wurden.

Als Ergebnis stellen die Autoren der Studie nun fest, dass sich der Niedergang der Rapa Nui wahrscheinlich sehr viel länger hingezogen hat als bisher angenommen. "Zwar ging die Zahl der Ureinwohner schon vor dem Eintreffen der Europäer zurück. Doch scheinen sie über lange Zeit in der Lage gewesen zu sein, sich an die Veränderungen in ihrer Umwelt anzupassen und ihre Ressourcen so zu bewirtschaften, dass ein abrupter Kollaps ausblieb. Die Ankunft der Europäer bedeutete schließlich eine zusätzliche, sehr dramatische Störung, der die bereits angeschlagene Inselbevölkerung nicht mehr trotzen konnte."


Die Forscher selbst bezeichnen ihre Studie abschließend als "großen Fortschritt in der Debatte um die Geschichte der Osterinsel, da sie die kontroversen Theorien anhand objektiver und quantitativer Daten bewertet. Sie zeigt, dass erst ein Zusammenspiel von Übernutzung natürlicher Ressourcen, Dezimierung durch Krankheiten und Versklavung den Niedergang der Rapa Nui zufriedenstellend erklären kann."


WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
Hoa Hakananai’a: Archäologen erkunden Osterinsel-Statue in neuem Licht 15. April 2013
Experiment belegt wahren Kern der Legenden um wandernde Steinköpfe auf der Osterinsel 20. Juni 2012
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Dienstag, 31. März 2015

Tiahianaco: Vergrabene Pyramide im bolivianischen Andenhochland entdeckt


Archivbild: Die Ruinen der Pyramide von Akapana. | Copyright: Tatjana Ingold, ingold.ch

Tiahuanaco (Bolivien) - Auf dem Areal der u.a. für das aus einem einzigen Andesitblock herausgearbeitete "Sonnentor" bekannten antiken Ruinenstätte Tiahianaco im Westen Boliviens haben Archäologen eine vergrabene Pyramide entdeckt. Noch in diesem Jahr soll mit umfassenden Ausgrabungsarbeiten begonnen werden, um auch diese Pyramide freizulegen.

Wie der Direktor des Tiahuanaco Archaeological Research Center, Ludwig Cayo, gegenüber Journalisten berichte, befinde sich die Fundstelle im Gebiet Kantatallita, östlich der bereits bekannten Pyramide von Akapana (s.Abb.o.).


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Die Ausgrabungen sind Teil eines Fünfjahresplans zur weiteren Erforschung von Tiahuanaco und jener antiken Kultur, die hier schon vor den Inka beeindruckende Monumente und Skulpturen errichtet hatte.


Das berühmte sog. Sonnentor von Tiahuanaco | Copyright: Tatjana Ingold, ingold.ch

Neben der Pyramide entdeckten die Archäologen mit Hilfe von Bodenradar weitere "Anomalien" im Untergrund. Sie vermuten, dass es sich hierbei um weitere Monolithen in der Gegend handeln könnte.



Archivbilder: Schon heute prägen zahlreiche monolithische Funde die Landschaft Tiahianacos. | Copyright: Tatjana Ingold, ingold.ch

Tiahuanaco selbst war einst die Hauptstadt des präkolumbianischen Königreichs Tiwanaku dessen Bevölkerung beeindruckende Steinmonumente, Untergrundtempel, Skulpturen und Paläste schuf. Die Stadt geht auf ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf zurück, das 1580 v.Chr. begründet wurde und sich bis 724 n.Chr. zu einem herrschaftlichen Staat entwickelt hatte. Auf dem Höhepunkt der Tiwanaku-Kultur beanspruchte das Königreich eine Fläche von mehr als 600.000 Quadratkilometern.


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Montag, 23. März 2015

Buchneuerscheinung: "Encheduanna - Geheime Offenbarungen"


Die Titel der beiden Encheduanna-Bände. | Copyright: Ancient Mail Verlag

Saarbrücken (Deutschland) - Nach 14-jähriger Übersetzungsarbeit hat der Sprachwissenschaftler und Sumerologe Dr. Hermann Burgard in zwei Bänden die sogenannten Tempelhymnen der sumerischen Priesterfürstin Encheduanna veröffentlicht und kommt in seiner Neuübersetzung und Interpretation zu einer erstaunlichen Erkenntnis, die die Tempelhymen der Encheduanna in den Kontext der Prä-Astronautik rückt. Interessanterweise steht der Autor selbst einer derartigen Zuordnung kritisch gegenüber.

Um 2.300 vor unserer Zeitrechnung hat eine sumerische Königstochter und doppelte Hohe Priesterin der sumerisch-akkadischen Staatsreligion im bisher ältesten namentlich gezeichneten Dokument die Hintergründe des Kultes im sumerischer Keilschrift festgehalten. Jahrtausende galten diese Dokumente aus verschollen. "Erst Mitte der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts waren dann Aken Sjöberg und Eugen Bergmann so weit, aus über 30 gefundenen Bruchstücken wieder einen sumerischen Originaltext zu rekonstruieren und einen ersten Übersetzungsversuch zu wagen", erläutert Burgard gegenüber "grenzwissenschaft-aktuell" und führt zu seiner Arbeit weiter aus: "Die umfangreichen Bemühungen mussten damals trotz größter Anstrengungen fehlschlagen, weil die Sumerologie noch nicht über die notwendigen Werkzeuge verfügte und man hinter jeder der rund 500 zu übertragenden Zeilen nicht vorhandene sakral-rituale Aussagen suchte. So blieben über 200 nicht übersetzbare Lücken."


Burgards Neuübersetzung legt nun eine gänzlich neue Sicht der Tempelhymnen im Kontext der Prä-Astronautik vor: "Die Priesterfürstin Encheduanna stellt durch ihre Berichte den Staatskult als Folge weit zurück liegender Ereignisse dar. Demnach seien einst technisch hoch überlegene Befehlsgeber aus einer Raumstation herabgestiegen und hätten sich im Zweistromgebiet einen Freiraum mit eingeborenen Hilfskräften geschaffen.


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Unbotmäßigkeit wurde bestraft, Feinde wurden vernichtet oder für todbringende Sklavendienste deportiert. Die Eingeweihte beschreibt dabei mit erstaunlichen Einzelheiten vor 4.300 Jahren für eine noch weiter zurückliegende Vorzeit viele Techniken der Übermächtigen, die wir in den letzten anderthalb Jahrhunderten als bisher unerreichten Fortschritt gefeiert haben oder gerade erst angedacht werden, aber noch nicht verwirklicht sind. Die Sumerer bezeichneten die Herabgestiegenen als DI.IN.GIR, was uns die Babylonier später als 'Dingir' oder 'Götter' überliefert haben. Wörtlich waren es 'Entscheider, die sich in Fluggeräten bewegen'".

Laut Hermann Burgard sprechen die "Tempelhymnen" lange vor der Bibel von "Himmel und Hölle", von einem "Herrn im Himmel" und von "Gaben des Himmels". "Adam lässt sich als ein für die Dekontamination verantwortlicher Helfer an der Erden-Startstelle des Zubringers, der die Verbindung zum Raumschiff 'Himmel' sichert. Und Hennoch hatte später keine andere Aufgabe. Auch die älteste Darstellung einer "zerstörerischen Flut" fehlt nicht. Wie sich das erklären könnte? Der Vater des biblischen Abraham hieß Terach und war etwa 200 Jahre nach Encheduanna Priester in ihrem Tempel in Ur in Chaldäa…"


Auf die Frage unserer Redaktion, ob das Raumstation-Szenario nicht zusammenbreche, wenn man den Himmel einfach nur als göttliche Gefilde verstehe, antwortet Burgard: "Für Encheduanna ist der 'Himmel' kein 'spirituelles göttliches Gebilde' sondern ein 'Gerät' aus 'Glanzmetall', über das sie weitere technische Einzelheiten berichtet. Derzeit arbeite ich bereits an einem dritten Buchskript, in dem ich die Stelle entzaubere, auf die Sitchin sich im babylonischen Weltschöpfungsepos 'enuma elish' bezogen hat, um die unsinnige These eines NIBIRU bzw. 'Zwölften Planeten' in die Welt zu setzen. Dabei wende ich die modernen Techniken der Übersetzung auf Neubabylonisch / Altassyrisch an.

Tatsächlich gibt Encheduanna keinen Hinweis darauf, wo die 'Raumstation' herkam. Ihre Texte sind also nicht verwendbar, um Alien-Thesen zu stützen wie es verschiedentlich versucht worden ist. Eine andere, ebenso offen bleibende spekulative Alternative: eine Rettungsarche einer früheren irdischen Hochzivilisation, gestartet vor einer als kommend erkannten Katastrophe. Aber auch das muss ebenso offen bleiben."


Die beiden Encheduanna-Bände
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Über den Autor: Dr. Hermann Burgard studierte zunächst Staatswissenschaften und moderne Sprachen, war zeitweilig Lehrbeauftragter an der Universität des Saarlandes und machte Karriere als internationaler Beamter. Aus gesundheitlichen Gründen mit 58 Jahren frühpensioniert, begann er mit 60 ein Studium der Altorientalistik, das sich bald auf Sumerologie und mit 68 auf die Schriften der Encheduanna konzentrierte. Von seinem Berufsleben her gewöhnt, Behauptungen zu überprüfen, stieß er bald auf Lehrkonventionen, die Hinterfragungen nicht standhielten. "Auch ließen Hinweise im ersten Versuch von Prof. Zimmern um 1930 die "Tempelhymnen" zu übersetzen, mich erkennen, dass die Mitte der 60er Jahre vorgelegte Fleißarbeit von Sjöberg und Bergmann mit ihren über 200 Lücken in die falsche Richtung ging. In den letzten 14 Jahren gelang es mir unter Anwendung der neuesten Erkenntnisse der Sumerologie die rund 500 Zeilen der "Tempelhymnen" vollständig und in sich kohärent zu übertragen. Mit der gewählten Veröffentlichungsform (als Bände im Ancient Mail Verlag und nicht als akademische Publikationen) wollte ich sicherstellen, dass die gewonnenen Ergebnisse nicht in Universitätsbibliotheken verschwinden."

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Donnerstag, 19. März 2015

Archäologen finden "Riesenskelett" in Bulgarien


Die bislang einzige Ansicht des "Riesen Varna". | Copyright/Quelle: V. Yonov, BGNES

Varna (Bulgarien) - Nein, in dieser Meldung geht es sich nicht um einen der zahlreichen Internet-Fakes, bei denen Fotos von übermenschlich großen humanoiden Skeletten als Beweise für eine einstige Rasse wahrhafter Riesen präsentiert werden. Dennoch bezeichnen bulgarische Archäologen ihren aktuellen Fund nahe Varna am Schwarzen Meer als "Riesenskelett". Die Knochen datieren die Forscher ins 4. bis 5. Jahrhundert.

Wie die bulgarische Nachrichtenagentur "Novonite" und lokale Medien berichten, wurden die Knochen von einem Team aus Archäologen um Dr. Valeri Yotov vom Historischen Museum in Varna entdeckt. Dieser halte sich mit genauen Angaben – etwa über die exakte Größe der Knochen - noch bedeckt, versichere aber, dass sie wirklich "beeindruckend" groß seien und einem "einst wirklich großen Mann" gehören.


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Entdeckt wurde das "Riesenskelett" demnach bei Ausgrabungen an zum antiken Teil der heute als Varna bezeichneten antik-griechischen Stadt Odesos. Aus der Art der Bestattung des Mannes schlussfolgern die Wissenschaftler, dass der Mann absichtlich an der Mauer begraben wurde. Seine Haltung, mit den Händen auf seinen Hüften und der Ausrichtung des Körpers mit dem Kopf gen Osten, sei hierfür ein deutlicher Hinweis. Zu Lebzeiten des "Riesen" war Odessos ein Zentrum des frühen Christentums.

Anm.d.GreWi-Redaktion: Eine von den zitierten Medien unabhängige Bestätigung des Fundes, etwa durch Yonov oder das Museum, liegt uns zur Zeit noch nicht vor...

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Tatsächlich ist es nicht der erste archäologisch dokumentierte Fund eines "Riesen" in Osteuropa. Erst 2013 wurde im rumänischen Santa Mare das 3.600 Jahre alte Skelett eines Kriegers gefunden, der zu Lebzeiten wohl mehr als zwei Meter groß war und so der damaligen Bevölkerung, die durchschnittlich gerade einmal 1,5 Meter erreichte, wahrhaft riesengroß erschienen sein musste.



Das 2013 bei Santa Mare entdeckte Skelett des über zwei Meter messenden "Goliath". | Copyright/Quelle: satmareanul.net

Von den Maßen der meisten Fake-Riesen im Internet, deren Schädel alleine mannsgroß sein sollen, sind die archäologisch dokumentierten Riesen also immer noch weit entfernt.

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Montag, 9. März 2015

Ciudad Blanca: Expedition findet verschollene "Weiße Stadt des Affengottes" im Regenwald von Honduras


Der Kopf einer sonst noch vergrabenen Steinskulptur eines Wer-Jaguars. | Copyright: Dave Yoder für National Geographic

Fort Collins (USA) - Nachdem im Sommer 2012 US-Archäologen mittels Laservermessungen aus der Luft inmitten des ebenso unberührten wie unerforschten Urwalds von Honduras die gänzlich überwucherten Reste einer bis dahin unbekannten archäologischen Stätte entdeckt und darüber spekuliert hatten, dass es sich um die sagenumwobene "Ciudad Blanca", die Weiße Stadt (im Urwald) - handeln könnte (...wir berichteten), hat nun eine Expedition auch vor Ort die Existenz der Stadtanlage bestätigt. Welche Kultur hier ihre beeindruckenden Spuren hinterlassen hat, wissen die Archäologen indes noch nicht.

Wie "National Geographic" berichtet, entdeckte das internationale Forscherteam um Chris Fisher und Stephen Leisz von der University of Colorado an der 2012 im Rahmen der ersten Laservermessung mit der "Light Detection And Ranging"-Methode (LiDAR) entdeckten Stätte (...wir berichteten) zahlreiche Strukturen, Steinskulpturen und Gebäude - also die Überreste einer ganzen Stadtanlage.


Bei dem LiDAR-Verfahren wird das zu vermessende Gebiet aus der Luft heraus mit jeweils 25 bis 5ß0 Laserpulsen pro Quadratmeter abgetastet, wodurch die Wissenschaftler Los Mosquitia insgesamt mit mehr als vier Milliarden Laserpunkten vermessen wurde. Aus den Daten kann dann der Bewuchs herausgerechnet werden, wodurch das Geländeprofil darunter hochauflösend in Form geodätischer Aufnahmen zum Vorschein kommt. Anhand dieser Bilder können dann neben geomorphischen Eigenschaften der Landschaft auch beispielsweise archäologische Strukturen herausgelesen werden.


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Zu den vor Ort gemachten Entdeckungen zählen ausgedehnte Plätze, Erdwerke, Grabhügel und eine Erdpyramide, deren Alter die Wissenschaftler auf 1.000 bis 1.400 Jahre schätzen.

Unmittelbar zu Füßen der Pyramide fanden die Forscher 52 wertvolle Steinskulpturen, die sie für eine oder mehrere Opfergaben halten. Neben Opfersitzen (sog. Metates) handelt es sich hierbei um Schalen und Tierdarstellungen, darunter Schlangen, mythische Wesen und Geier.


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Der für die Forscher bislang jedoch interessanteste Fund ist der helmartig eingefasste steinerne Kopf eines zoomorphen Wesens, das die Wissenschaftler für eine Wer-Jaguar, also einen Menschen halten (s. Abb.o.), der sich in einen Jaguar verwandeln kann. Aus diesem Fund leiten die Archäologen zugleich ab, dass in der Stadt schamanische Rituale praktiziert wurden.

Jetzt planen die Wissenschaftler gemeinsam mit der Regierung Honduras' weitere Ausgrabungen vor Ort.


Hintergrund

Ciudad Blanca - Die Legende der Weißen Stadt im Urwald

Zum ersten Mal wird die Ciudad Blanca, also die Weiße Stadt (im Urwald) von dem wohl bekanntesten spanischen Konquistador Hernán Cortés erwähnt, der 1526 - also fünf Jahre nach seiner Niederschlagung der Azteken, von der Kolonialstadt Trujillo an der Nordküste Honduras aus eigentlich nach der Sagenstadt Hueitapalan suchte, in der er das berühmte El Dorado vermutete.


20 Jahre später, 1544 beschrieb der Bischof von Honduras, Cristobel de Pedraza in einem Brief an den spanischen König eine anstrengende Reise zum Rand des Dschungels der Mosquitia-Küste, von deren Hügeln aus er in der Ferne, in einem der Flusstäler, eine große Stadt gesehen habe. Seine einheimischen Führer hätten ihm zudem bestätigt, dass die dortigen Adligen von goldenen Tellern speisen würden.


Seit dieser Zeit hat die Legendenbildung die Ciudad Blanca immer mehr ausgeschmückt. Andere Quellen verbinden die Weiße Stadt auch mit zentralamerikanischen Mythen, wenn sie beispielsweise als Geburtsstädte des Aztekengottes Quetzalcoatl beschrieben wurde.


Immer wieder berichteten aber auch Forscher und Piloten davon, im Urwald der Region eine große Stadt gesehen zu haben. Der Umstand, dass einige dieser Berichte von goldenen Statuen und blendend weißen Gebäuden erzählen, führte nicht nur zu dem heutigen Mythos sondern auch zum Namen der verschollenen Stadt. Einige Legenden der lokalen indigenen Gruppen berichten zudem davon, dass einstige Götter in der Weißen Stadt Zuflucht gesucht haben sollen, deren Betreten Normalsterblichen strengstens verboten sei.


Seit den 1920er Jahren haben verschiedene Expedition erfolglos nach der "Weißen Stadt" gesucht.1940 machte sch dann auch der exzentrische Forscher
Theodore Morde für das Museum of the American Indian (heute Teil der Smithonian Institution) in der Mosquita-Region auf die Suche nach der verschollenen Stadt.

Tatsächlich kehrte Morde aus Mosquita mit tausenden Artefakten zurück und berichtete, die Weiße Stadt gefunden und betreten zu haben, von der die Ureinwohner der Region berichten sollen, dass in ihr eine gewaltige Statue eines Affengottes vergraben sein soll. Allerdings verweigerte Morde zeitlebens die Bekanntgabe der genauen Position seiner Entdeckung, weil er befürchtete, dass sie geplündert werden könnte. Auf einer seiner späteren Expeditionen zu seinem Fund, soll er sich angeblich vor Ort das Leben genommen haben.


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Sonntag, 8. März 2015

Great-Pyramid-Scandal: German Archaeologist Reaches Settlement Out of Court and present Discovery of Iron in the Great Pyramid of Giza


The Great Pyrmiad of Giza. | Copyright: grewi.de

The following text is the official press release by Dr. Dominique Goerlitz & Stefan Erdmann, published on March 08th, 2015, on the latest state of what has been called the "Great Pyramid Scandal".

In December 2013 Dr. Zahi Hawass, former Minister of Antiquity under the now discredited president Hosni Mubarak of Egypt, publicly accused Dominique Goerlitz and Stefan Erdmann of “stealing the famous Cartouche of the Pharaoh Khufu inside of the pyramid.” The "Khufu-Cartouche" is regarded as the Holy Grail of Egyptology since it is the “smoking gun” evidence that conclusively proves the ownership of the Great Pyramid to this 4th dynasty pharaoh.


Goerlitz and Erdmann, however, strongly denied that they touched the Khufu-Cartouche, let alone stole or damaged it. They claimed that they had official written permission to enter the Great Pyramid after hours, as well as implied permission to collect only a few milligrams of ancient paint from another inscription as well as some small amount of scratching of ‘black stains’ from the granite beams of the King’s Chamber which they wanted for later scientific testing in an accredited laboratory in Germany. The taking of samples took place under the supervision of inspectors from the Egyptian Ministry of Antiquities as well as security officials. Goerlitz and Erdmann later duly returned the paint samples to the Egyptian authorities after these had been scientifically tested in Germany.



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Meanwhile, to defend themselves from the malicious accusations made against them by Dr. Hawass, Goerlitz and Erdmann obtained the help from author and investigator Robert Bauval and Professor Robert Schoch of Boston University. The latter provided photographic and video evidence proving that the Khufu-Cartouche had already been damaged between 2004 and 2006 – which, most ironically, was during the tenure of Dr. Hawass as Director-General of the Giza Pyramids. Nonetheless, and in spite of the conclusive evidence provided to the Egyptian authorities by Goerlitz and Erdmann, the accusations by Dr. Hawass had already provoked a violent reaction in the world media, and unfortunately led to legal action taken by the Egyptian authorities against Goerlitz and Erdmann both in Egypt and, indirectly, in Germany. On February 17, 2015, however, the German Courts decided to close the case, and a settlement was reached with Goerlitz and Erdmann that included a minor penalty as compensation to the Egyptian authorities.

Opening a new Doorway to the Past: The Use of Iron in the Great Pyramid at Giza

Notwithstanding the politics, distractions and shenanigans caused by the rash accusations made by Dr. Hawass, the samples that were collected and scientifically tested in Germany for Goerlitz and Erdmann may have solved the age-long mystery concerning the use of iron and possible advanced technologies used by the Pyramid Builders of Giza.

Goerlitz and Erdmann are not the first discoverers of iron in the Great Pyramid - but their research results finally could close the necessary chain of evidence. The particular importance lies in the proof that they can demonstrate ancient Egyptian wrought iron in the original finding context. Both, the occurrence of 18 black magnetite traces on the ceiling and the iron plate found by J.R. Hill in 1883 (metallurgically investigated by El Gayar & Jones, 1989) provide the physical proof for the use of iron in the Fourth Dynasty. The presence of magnetite and “[…] other inclusions of un-reduced iron show that the "melting" operations had been inexpertly carried out at low temperature probably between 1.000 and 1.100°C […]" (Gayar & Jones). All these archaeo-metrical evidence contradict strongly the official statements of the scholars that in the Old Kingdom people neither knew how to produce iron nor how to use it.


The evidence culled from the scientific tests also would explain the mystery of how huge multi-ton blocks were transported and, more intriguingly, how they were lifted and positioned by the Pyramid Builders of Giza, suggestive of a highly advanced technology and the use of iron equipment in the 3rd millennium BCE in Egypt. Goerlitz is preparing an experiment in which he is trying to demonstrate how the ancient Egyptians may have used their iron equipment (Congress in Lennestadt: August 22nd-23rd, 2015).


These exciting and paradigm-changing findings will be expounded in a book as well as a major television documentary.


Meanwhile follow us at: www.abora.eu
dominique.goerlitz@t-online.de +49 (0) 163 511 57 66 – www.abora.eu

Donnerstag, 5. März 2015

Außergerichtliche Einigung um Cheops-Projekt - Dr. Dominique Görlitz & Stefan Erdmann akzeptieren Strafbefehl


Die Cheopspyramide. | Copyright: A. Müller, grewi.de

Chemnitz (Deutschland) - Im Gefolge der Enthüllungen zu dem seit November 2013 um die Welt gegangenen "Cheops-Skandal" (...wir berichteten) findet nun - zumindest in Deutschland - des juristischen Nachspiel um das Cheops-Projekt der beiden deutschen Forscher sein Ende. Sowohl die Ermittler der Staatsanwaltschaft als auch das Amtsgericht Chemnitz haben sich auf Ordnungsstrafen gegen die beiden deutschen Forscher verständigt. Mit der Anerkennung dieser Ordnungsstrafen von jeweils 60 Tagessätzen sind Dr. Dominique Görlitz und Stefan Erdmann nicht vorbestraft.

- Bei dieser Meldung handelt es sich um eine Pressemitteilung von Dr. Dominique Görlitz

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Forscher zeigten sich kooperativ und erkennen Fehler an
Zuvor hatten Erdmann und Görlitz nochmals Belege und neue Dokumente aus Ägypten bereitgestellt, die kategorisch beweisen, dass nicht sie die Cheops-Kartusche (Namenszug des Erbauers der Cheops-Pyramide) im April 2013 beschädigt haben. Sie handelten bei ihrer Untersuchung im besten Glauben, eine offizielle Genehmigung zu besitzen. Zudem stellte sich im Verlauf der Ermittlungen heraus, dass jene berühmte Inschrift in der obersten Entlastungskammer bereits zwischen 2004 bis 2006 durch unbekannte Täter beprobt worden war. Dies fand also noch zu jener Zeit statt, in der der Ex-Antikenminister und inoffizielle Hauptankläger der beiden Deutschen Dr. Zahi Hawass selber die Oberaufsicht der Cheops-Pyramide hatte.


Im Verlauf der Ermittlungen wurde deutlich, dass für die Verbringung der von Görlitz entnommenen Materialproben nach Deutschland weitere gesonderte Genehmigungen notwendig gewesen wären, über welche beide Forscher nicht verfügten. Insbesondere dieser Umstand ist für Dominique Görlitz und Stefan Erdmann dafür ausschlaggebend, den Strafbefehl des Amtsgerichts Chemnitz zu akzeptieren.


Der Naturwissenschaftler und Experimental-Archäologe Dr. Görlitz : "Man kann sich auch auf der Suche nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht gegen geltendes Recht stellen. Herr Erdmann und ich waren zuvor stets davon ausgegangen, mit den notwendigen Genehmigungen ausgestattet zu sein. Dies erwies sich nachfolgend jedoch als unzutreffend, und deshalb haben wir uns der Verantwortung für unser Handeln zu stellen."

Görlitz und Erdmann hatten sofort nach Bekanntwerden des Skandals mit den Behörden in Kairo Kontakt aufgenommen, alle Fakten offen gelegt und ihre volle Kooperation bei der Klärung der Sachverhalte zugesagt. Zudem hatten sie dem ägyptischen Antiken-Ministerium Mustafa Ibrahim umgehend die Rückgabe aller Proben angeboten, die im August 2014 von der damaligen sächsischen Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer dem ägyptischen Botschafter in Berlin übergeben wurden. Es handelte sich um etwa 30-50 mg schwarze Patina von der Decke der so genannten 'Königskammer' und in etwa dieselbe Menge einer rötlichen Farbanhaftung von einer Inschrift in der obersten Entlastungskammer der Großen Pyramide, die vermutlich aus der Zeit der Pyramidenbauer stammt.

Das juristische Ringen in Ägypten geht weiter

Dominique Görlitz und Stefan Erdmann sind zuversichtlich, dass sie mit dieser außergerichtlichen Einigung auch den noch in Ägypten inhaftierten Begleitern helfen können. Diese bemühen sich derzeit um ein Revisionsverfahren zu der Verhandlung in Kairo, welche im Dezember 2014 mit der Verurteilung aller im Zusammenhang mit dem Cheops-Projekt Angeklagten zu einer 5-jährigen Haftstrafe endete. Auch die ägyptischen Behörden werden nun schwerlich an der mit der Verhängung einer Ordnungsstrafe gegen die beiden deutschen Forscher erfolgten Einstellung des hiesigen Ermittlungsverfahrens einfach vorbeisehen können.

Zudem prüfen Erdmann und Görlitz mit ihren Anwälten derzeit auch die Möglichkeit einer Strafanzeige gegen Dr. Zahi Hawass wegen übler Nachrede, Verleumdung und Behinderung der Justiz, welche die bereits eingeleiteten Ermittlungen der ägyptischen Polizei gegen den Ex-Minister flankieren soll.


Neue Erkenntnisse zum Bau der Pyramiden

Beide Forscher haben stets beteuert, dass es Ihnen um ergebnisoffene Forschung und das Erbringen neuer Befunde ging. Es war weder ihre Absicht noch lag es im Rahmen ihrer technischen Möglichkeiten, das Alter der Pyramiden umzudatieren. Stattdessen haben sie eine aus materialwissenschaftlicher Sicht bedeutende Entdeckung gemacht, die sie selbst so nicht erwartet hatten:

Die Erbauer der 'Cheops-Pyramide' nutzten offenbar bereits durch Niedrigtemperatur-Schmelze gewonnenes Eisen


Die von Görlitz und Erdmann beprobte und untersuchte schwarze Patina auf der Unterseite der riesigen Granitbalken an der Decke der Königskammer, die unter dem Balken über dem gemauerten Decken-Auflager weiterverläuft, deutet darauf hin, dass es sich bei diesen Anhaftungen vermutlich um Spuren technischer Gerätschaften aus Eisen handelt, die bei der Errichtung der Cheops-Pyramide Verwendung fanden.


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Bereits der optische Befund der Patina in der Pyramide erbrachte klare Hinweise auf das Vorhandensein von Eisen in seiner oxidierten Form als Magnetit. Dominique Görlitz, der sich auch intensiv mit den Aussagen antiker Gelehrter zum alten Ägypten befasst, verweist in diesem Zusammenhang auf die Erwähnungen dieses Eisenminerals, wie z.B. die von Thales von Milet oder Plinius, die Magnetit in vielen Einzelheiten beschrieben.

Görlitz betont, dass andere Forscher – z.B. El Gayar & Jones (1989) - bereits lange vor der Entdeckung von Stefan Erdmann und ihm in der 'Cheops-Pyramide' Objekte aus Eisen entdeckt haben und unabhängig von ihnen zu vergleichbaren Schlussfolgerungen zur Nutzung dieses Metalls durch die Pyramidenbauer gelangten. Diese Entdeckungen wurden bisher in der Ägyptologie unter anderem deshalb ignoriert, weil die Möglichkeit erwogen wurde, die betreffenden Artefakte seien erst zu einem späteren Zeitpunkt in die Pyramide gelangt, und somit nicht dem Zeitpunkt ihrer Erbauung zuzuordnen.


Umso bedeutsamer ist nun die von den beiden deutschen Forschern in der Großen Pyramide gemachte Entdeckung von Eisenrückständen in einem unzweifellos originären Fundzusammenhang. Dazu stellt Dr. Görlitz fest: "Es dürfte gänzlich außer Zweifel stehen, dass diese Eisenrückstände nicht später nach dem Einbau der Granitbalken dorthin gekommen sind oder das Resultat natürlicher chemischer Prozesse darstellen."


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