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Montag, 2. Juli 2007

HIRN-SCANS ZEIGEN, WIE MEDITATION WIRKT

Archiv: Meditierender Zen-Mönch | Copyright: Public Domain

Los Angeles/ USA – Psychologen an der University of California haben anhand von Hirn-Scans die Wirkung von Meditation untersucht und kamen zu der Erkenntnis: Wer seine Emotionen zu benennen weiß, der kann sie auch besser beherrschen.

Für ihre Studie, die nun in den Fachzeitschriften „Psychological Sience“ und "Psychosomatic Medicin" veröffentlicht wurde, untersuchten 30 Probanden mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT), einem bildgebenden Verfahren zur Darstellung von aktivierten Strukturen im Körper, insbesondere des Gehirns, wie das Emotionszentrum des Hirns reagiert, wenn man zum Beispiel seine negativen Emotionen in Worte fasst. Wie „LiveScience.com“ berichtet, schließen die Forscher anhand ihrer Beobachtungen auch auf die Wirkungsweise von Meditation, wenn Menschen ihre negativen Emotionen benennen um von ihnen abzulassen.

Im Experiment wurden den ans fMRT angeschlossenen Probanden Fotos von Männern und Frauen mit eindeutigen emotionalen Gesichtsausdrücken gezeigt.
Unter einigen der Abbildungen gab es zwei Wörter zu Auswahl, die die dargestellte Emotion beschrieben und aus welchen die Probanden die passende Beschreibung auszuwählen hatten. Unter anderen gab es lediglich die Auswahl zwischen den Attributen „männlich“ oder „weiblich“.

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Bei Benennungen der negativen Emotionen zeigte sich erhöhte Aktivität in rechten, ventrolateralen, Präfrontal Cortex – einer Region die mit dem wörtlichen Denken über emotionalen Erfahrungen in assoziiert wird. Zur gleichen Zeit beruhigte sich die Aktivität in der Amygdala Region im medialen Teil des Temporallappens, die bei der Verarbeitung emotionaler Vorgänge beteiligt ist. Wenn die Testpersonen jedoch nur zwischen „männlich“ und „weiblich“ zu wählen hatten, zeigten sich diese Veränderungen der Hirnaktivität nicht.

Die Ergebnisse zeigten also, dass lediglich die emotionsbezogene Benennung einen Unterschied zur Normalaktivität ausmachen.

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Auch Meditation als solcher wurde ein einem zweiten Experiment untersucht. Dabei zeigte sich auch hier eine verstärkte Aktivierung der rechten ventrolateralen, Präfrontal Cortex und eine Beruhigung der Amygdala Region.

„Dieser Ergebnisse können uns helfen, die heilsamen Effekte gezielter Meditation und ihrem fördernden Einfluss auf Gemütszustände und Gesundheit zu verstehen“, zitiert „LiveScience“ den die Studien leitenden Psychologen David Creswell.

Quelle: livescience.com / psychosomaticmedicine.org / blackwellpublishing.com
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