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Montag, 10. September 2007

Mumien der Inka-Kinder ziehen Besucher an – Eingeborene protestieren

Die Mumien der „Kinder von Llullaillaco“ | Copyright: maam.org.ar

Salta/ Argentinien – Die 1999 entdeckte, nahezu perfekt erhaltene Mumie eines Inka-Mädchens ist jetzt gemeinsam mit den Mumien zweier weiterer Kinder zum ersten Mal in einem Museum öffentlich zu sehen.

Bei der als „La Doncella“, also als „Jungfrau“ benannten Mumie handelt es sich um den Leichnam eines 15 jährigen Mädchens, der 1999 gemeinsam mit den Überresten zwei weiterer jüngere Kinder in einer Steinkammer auf dem Gipfel des Andenvulkans Llullaillaco auf 6730 Metern Höhe gefunden wurde. Die Archäologen gehen davon aus, dass die drei Kinder vor rund 500 Jahren bei einem Erntedank-Ritual geopfert wurden.

Zeichnerische Rekonstruktion der drei „Kinder von Llullaillaco“ | Copyright: maam.org.ar

Die „Kinder von Llullaillaco“ werden im „Museo de Arqueología de Alta Montaña de Salta“ in Kältekammern aus Glas ausgestellt, welche die Körper vor weiterem Zerfall bewahren sollen und dem Klima am Fundort angepasst sind.


Eingeborene und Nachfahren der Inka protestieren hingegen gegen die Zurschaustellung der nahezu lebensecht erhaltenen Mumie. Die Nachrichtenagentur AP zitiert Miguel Suarez vom Stamme der Calchaquies, dass die Ausstellung ein großer Fehler sei und hofft darauf, dass die Besucher gegenüber dem Körper Respekt zeigen.

Quelle: maam.org.ar / ap.org

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