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Freitag, 26. Oktober 2007

Erneut roter Regen in Indien – Keine DNA doch Replikation bei 300°C

Rote Mutter- und farblose Tocherzellen in Regenproben aus dem Jahr 2001 in 1000facher Vergrößerung | Copyright: Louis Godfrey, Ph.D., Mahatma Ghandi University, India.

Kerala/ Indien – Seit im April 2006 das Fachjournal „Astrophysics and Space Science“ über den mysteriösen roten Regen von Kerala zwischen Juli und September 2001 und über dessen möglichen außerirdischen Ursprung berichtete, ist das Phänomen bekannt. Unter dem Mikroskop zeigte sich der Grund der roten Färbung: Zellartige Strukturen. Auch im vergangenen August ging der rote Regen über Kerala nieder.

Alles Begann nach einem lauten Knall über dem südindischen Staat – dann kam der Regen, der alles – besonders helle Textilien – rot färbte. Forscher von der „Mahatma Gandhi Universität“ untersuchten Proben und entdeckten, dass das Wasser von rostig roten Strukturen gefärbt wurden, die an organische Zellen von etwa 10 Mikrons Größe (menschliche rote Blutzellen sind etwa 7 Mikrons groß) erinnerten.

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Auch Dr. Godfrey Louis von der „Kochin University“ in Kerala untersuchte die Regenproben und experimentierte dabei mit unterschiedlichen Temperaturen, Druckverhältnissen und den Reaktionen der „Zellen“ auf diese: Je höher die Temperatur anstieg, je aktiver verhielten sich die Zellen. Bei 300 Grad Celsius und einem Druck von rund 300 Pfund pro Quadratzentimeter sollten gewöhnliches Leben auf der Erde normalerweise absterben – die Zellen im roten Regen begannen bei diesen Verhältnissen jedoch erst Aktivität zu zeigen und dann sogar intern kleinere und farblose „Tochterzellen“ zu bilden, die im Innern der „Mutterzelle“ wuchsen und sich später ebenfalls rot färbten. Das bedeutet jedoch nichts anderes, als dass sich die Strukturen reproduzierten.

„Mutterzelle“ mit intern bei 300 °C und 300 Pfund/qcm Druck entstandenen „Tochterzellen“ | Copyright: Cardiff University.

Dieser Vorgang legte den Schluss nahe, dass es sich um eine Form von organischen – eventuell um Hefezellen handeln könnte und sie sich somit durch die so genannte Knospung (eine Form der vegetativen, ungeschlechtlichen Vermehrung) vervielfältigten. Diese müssten jedoch bekanntlich DNA enthalten – was die „Zellen“ im roten Regen von Kerala nicht nachgewiesen werden konnte.

Eine isotopische Untersuchung der Proben an der „Cornnell University“ in den USA belegte Bestandteile wie Wasserstoff, Silizium, Sauerstoff, Kohlenstoff und Aluminium – jedoch keine phosphorigen Säuren, wie sie in irdischen Zellen zu erwarten wären.

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Bislang können sie die Wissenschaftler den roten Regen und das verhalten der „Zellen“ nicht erklären. Theorien zu dessen Ursprung gibt es hingegen schon. Professor Louis und sein Kollege Professor Chandra Wickramasinghe vertreten die Hypothese, dass es sich dabei um eine noch unbekannte Art von Zellen handelt, deren Ursprung in Kometentrümmern im Erdorbit liegt. Das Material wäre dann also außerirdischer bzw. kosmischer Herkunft. Warum dieses Material jedoch bislang nur über dem indischen Staat Kerala (2001, 2006 und 2007) niederging, ist bislang noch ungeklärt.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de /
earthfiles.com
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