Auf engster Bahn umläuft der neu entdeckte Riesenplanet seinen jungen, aktiven Zentralstern am inneren Rand seiner zirkumstellaren Scheibe aus Gas und Staub. (Künstlerische Darstellung) | Copyright: Max-Planck-Institut für AstronomieHeidelberg/ Deutschland – Astronomen um Dr. Johny Setiawan vom „Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA) “ in Heidelberg haben zum ersten Mal einen nahezu neugeborenen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt.
Anhand der neuen Beobachtung mit dem Teleskop der Europäischen Südsternwarte „La Silla“ in Chile, erhoffen sich die Astronomen neue Erkenntnisse darüber, wie sich Planetensysteme bilden.
Laut den Heidelberger Astronomen umkreist der junge Planet den mit 10 Millionen Jahren ebenfalls noch jungen Stern „TW Hydrae“ im 182 Lichtjahr von der Erde entfernten Sternbild Wasserschlange (Hydra) alle 3,56 Tage in einer Entfernung von rund sechs Millionen Kilometern. Er befindet sich am Rande der wirbelnden zirkumstellaren Gas- und Staubscheibe aus der sich Planeten formen, hat etwa die zehnfache Masse des Jupiter und wurde auf den Namen „TW Hydrae b“ getauft.
Anhand der Beobachtung erkannten die Forscher, dass die Planetenentstehung schon relativ früh formen, noch bevor der ebenfalls entstehende Stern die Trümmer mittels Sonnenwinden und Strahlung aus seinem kosmischen Umfeld bereinigen kann.
Quellen: mpia.de / grenzwissenschaft-aktuell.de
