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Donnerstag, 31. Juli 2008

Antikythera-Mechanismus sollte Olympische Spiele und Sonnenfinsternisse berechnen

Teil des Antikythera-Mechanismus | Copyright: GNU FDL

Cardiff/Wales - Seit mehr als 100 Jahren sorgt der sogenannten Mechanismus von Antikythera unter Forschern und Wissenschaftler für Rätselraten. Immer wieder wurde versucht, hinter den Zweck der Zahnradkonstruktion zu kommen, die auch als "antiker Computer" bezeichnet wird. Das "Antikythera Mechanism Research Project" hat jetzt einen Durchbruch in der Erforschung der Apparatur verkündet.

1901 von Schwammtauchern aus einem römischen Schiffswrack vor der griechischen Insel Antikythera geborgen, entdeckten die Forscher nun auf einer der 30 Bronzescheiben Angaben über die Daten der antiken Olympischen Spiele von Isthmia, Olympia, Nemea, Pythia, Dodona (Naa) und eines weiteren bislang nicht entzifferten Ereignisses. Bislang hatten die Wissenschaftler vermutet, dass diese Scheibe zur Berechnung eines 72-jährigen callipischen Kalender-Zyklus genutzt wurde.

Warum die komplexe Apparatur jedoch unter anderem zur Berechnung des doch relativ einfachen Vier-Jahreszyklus der antiken (panhellenischen) Spiele verwendet wurde, ist selbst den Forschern um Tony Freeth noch ein Rätsel. "Auch wir waren sehr überrascht, als wir die Markierungen fanden", zitiert die BBC den Forscher des Projekts.

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Hinzu konnten die Forscher die Namen aller 12 korinthischen Monate identifizieren, was die Forscher nun davon ausgehen lässt, dass der Mechanismus nicht, wie bislang vermutet aus Rhodos, sondern aus Korinth, stammt.

Weitere mittels computertomographischen Analysen entdeckte Gravuren deuten zudem auf eine Berechnung von Mond- und Sonnenfinsternissen und der damit verbundenen Saros-Zyklen.

Mittels einer anderen Scheibe lässt sich ein sogenannter 19-jähriger metonischer Kalender, mit 235 Mondmonaten, ablesen.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / antikythera-mechanism.gr / nature.com / bbc.co.uk
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