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Dienstag, 26. August 2008

Astronomen entdecken neue Himmelskörper im Sonnensystem

Archiv: Der 5 km große Kern des Kometen 81P/Wild. Aufnahme durch die Sonde Stardust | Copyright: NASA

Washington/ USA - In den äußeren Regionen unseres Sonnensystems haben Astronomen fast 50 bislang unbekannte asteroidengroße Himmelskörper entdeckt.

Wie das Team um Dr. Andrew Becker vom "Sloan Digital Sky Survey"-Projekt berichtet, gelang die Entdeckung während dem eigentlich Ziel der Studie, der Katalogisierung von Galaxien.

Eigentlich auf der Suche nach Supernovae, durchsuchte das computergesteuerte "Sloan Telescope" in New Mexico die südliche Himmelsregion "Stripe 82". Bei einem Vergleich der Aufnahmen, die über mehrere Tage angefertigt wurden, konnten die Asteroiden und ihre Flugbahnen erkannt und bestimmt werden.

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Bei den meisten der neu entdeckten Objekte handelt es sich um Körper des Kuiper Gürtels, einer scheibenförmige Region, die sich im Sonnensystem außerhalb der Neptunbahn, die schätzungsweise mehr als 70.000 Objekte beherbergt, die je einen Durchmesser von mehr als 100 Kilometern haben.

Daneben stießen die Astronomen auch auf zwei sogenannte Trojaner, also Asteroiden, welche die gleiche Umlaufahn wie ein Planet aufweisen, und in diesem Fall den Gasriesen Neptun begleiten.

Von besonderem Interesse ist auch das Objekt "2006 SQ372" - ein Eis-Felsklumpen von 50 bis 100 Kilometern Durchmesser. Seine Umlaufbahn ist sehr ungewöhnlich, gleicht jedoch derer des transneptunischen Objekts Sedna, das von Astronomen mehr und mehr zu den Zwergplaneten bzw. Plutoidien gezählt wird. Ebenso wie Sedna, so vermuten die Wissenschaftler die Herkunft von "2006 SQ372" in der Oortschen Wolke, einer postulierten Kometenwolke jenseits des Kuiper Gürtels. Selbst bei seinem derzeit sonnennächsten Punkt in Höhe der Neptunbahn besitzt der Komet aufgrund der hier vorherrschenden niedrigen Temperaturen keinen Schweif. Während Sedna jedoch einen stabilen Orbit aufweist, zeigen Computersimulationen, dass sich "2006 SQ372" binnen 180 Millionen Jahre mehr und mehr auf Uranus oder Neptun zubewegt.

Quellen: bbc.co.uk / grenzwissenschaft-aktuell.de
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