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Montag, 22. September 2008

Europäisches SETI: Auch LOFAR sucht nach außerirdischen Signalen

Logo des LOFAR-Projekts | Copyright: ASTRON / lofar.org

Hamburg/ Deutschland - An der Hamburger Sternwarte diskutierten zum Wochenende internationale Astronomen über die wissenschaftlichen Möglichkeiten des LOFAR-Radioteleskops, das anhand Tausender unscheinbarer Detektoren in den Niederlanden, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Dänemark, Schweden und Polen nach Radiosignalen aus dem All sucht.

Mit der "Low Frequency Array" (LOFAR), einem so genannten Radiointerferometer werden Radiowellen im Bereich von 20-80 MHz und 110-240 MHz mit vielen Einzelantennen gemessen und zu einem Signal kombiniert.

LOFAR-Antennenanlage | ASTRON / lofar.org

Durch bis zu tausend Antennen in der Endausbaustufe in den Teilnehmerländern, wird eine Ausdehnung von über 1000 Kilometern und somit eine Sammelfläche von rund 0,5 Quadratkilometern erreicht, was dem Teleskop ein immens großes Gesichtsfeld ins All verleihen wird.

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Auch wenn dies nicht das wissenschaftliche Hauptziel der Forschungsanlage ist, so eignet sich LOFAR natürlich auch zur Suche nach Signalen von außerirdischen Intelligenzen. Sollte also während der Suche und Beobachtungen von schnell rotierenden Neutronensternen, der Spiralarme der Milchstraße oder von intergalaktischen Gaswolken, artifizielle Signale eingefangen werden, würden diese von einer speziellen Software erkannt, aufgezeichnet und gemeldet.

Gegenüber dem "Deutschlandfunk" erklärt Michael Garrett, Direktor des Niederländischen Instituts für Radioastronomie "Astron", dass eventuelle gewöhnliche Radio- und Fernsehstrahlung außerirdischer Zivilisation jedoch auch für LOFAR zu schwach seien, um registriert werden zu können. Intensivere Radioimpulse, wie wir Menschen sie beispielsweise zur Erforschung der Ionosphäre verwenden, könnten jedoch mit LOFAR entdeckt werden.

"Es wäre", so Michael Garrett gegenüber den Deutschlandfunk abschließend, "geradezu kriminell, mit einem Instrument wie LOFAR nicht nach den Signalen außerirdischen Lebens Ausschau zu halten."

Quellen: dradio.de / grenzwissenschaft-aktuell.de / lofar.org
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