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Dienstag, 3. Februar 2009

Umfrage offenbart Zweifel der Briten an Darwins Evolutionstheorie

Die biblische Schöpfung nach Michelangelo | Copyright: Public Domain

London/ England - Laut einer aktuellen Umfrage glauben mehr als die Hälfte der Briten, dass die darwinistische Evolutionstheorie über den Ursprung der Arten, die Komplexität des Lebens nicht vollständig erklären könne und statt dessen ein überirdischer "Designer" seine Hand im Spiel gehabt habe.

Die repräsentative Umfrage des anerkannten Meinungsforschungsinstituts ComRes wurde im Auftrag der theologischen Denkfabrik "Theos" erstellt und belegt zudem, dass immerhin einer von drei befragten Briten (32 Prozent) glaubt, dass ein Schöpfergott die Welt innerhalb der vergangenen 10.000 Jahre erschaffen habe. 62 Prozent verneinten dies, während acht Prozent hierzu keine Angaben machten.

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Neben den 51 Prozent Darwin-kritischer Briten, erklärten nur 40 Prozent mit der Theorie des so genannten "Intelligent Design", die zumindest einen kreativen Schöpfergeist sozusagen als Planungsgrundlage des Lebens betrachtet oder dem bibeltreuen Kreationismus, der sich als Alternative zur Evolutionstheorie Darwins versteht, nichts anfangen zu können und das Leben gänzlich als die Folge evolutionärer Prozesse zu verstehen. Die restlichen Befragten wollten oder konnten sich zu dem Thema wiederum nicht äußern.

Wie zu erwarten, haben die Umfrageergebnisse unter 2.060 erwachsenen Briten gerade im Darwin-Jahr zu kontroversen Reaktionen geführt. Allen voran erklärte der Aufklärungs-Guru und Bestseller-Autor Richard Dawkins (Der Gotteswahn), dass die Ergebnisse ein "Besorgnis erregendes Maß an wissenschaftlicher Ignoranz" unter den Briten offenbare, zitiert die Tageszeitung "Telegraph".

Kritiker der Umfrage bemängeln indes, dass die Studie die falschen Wahl gelassen habe, in dem sich die Befragten zwischen Evolution und Schöpfung entscheiden mussten. In einem solchen Falle, würden sich viele eher für Gott und gegen Darwin entscheiden.

Gemäßigtere Vertreter der Diskussion zwischen Schöpfung und Evolution befürworten hingegen einen Dialog zwischen den Weltansichten. Anzuerkennen, dass Evolution die beste Erklärung für die Entwicklung des Lebens sei, bedeute nicht zwangsläufig, einen Gott zu verneinen. Eine Radikalisierung, wie sie sowohl von Seiten bibeltreuer Kreationisten, aber auch von den Dawkins-Anhängern betrieben werde, könne nicht Ziel und im Sinne eines offenes Dialoges sein.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / theosthinktank.co.uk / telegraph.co.uk
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