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Donnerstag, 12. März 2009

Archäologen finden Maya-Stadt im Königreich der Schlange

Joseph Argyle vor einem der freigelegte Schwimmer-Friese | Copyright: isu.edu

Guatemala City/ Guatemala - Im Mirador-Becken im Dschungel Guatemalas sind Archäologen auf die reich verzierten Ruinen einer weiteren alten Maya-Stadt und neue Funde innerhalb der Mayastadt Mirador gestoßen. Zu den Entdeckungen zählen auch prächtige Friese mit Darstellungen kosmischer Ungeheuer und Göttergestalten des Popol Vuh, dem heiligen Buch der Quiché-Maya.

Geleitet wurden die Ausgrabungen in der Mirador-Region, die in alten Zeiten als das Königreich von Kan (Schlange) bezeichnet wurde, von Richard Hansen und Joseph Craig Argyle vom Institute for Mesoamerican Research an der Idaho State University. Aufgrund der Ausmaße und Vielzahl der archäologischen Orte und Funde aus der Periode zwischen 1000 vor- und 150 nach Christus gilt Mirador unter Archäologen auch als "Wiege der Maya-Zivilisation". Mirador ist die größte Maya-Metropole aus der Präklassik.

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Auf den Friesen der alten Reservoirs des Wassersystems finden sich Darstellungen schwimmender Personen, die von kosmischen Ungeheuern der Maya-Mythologie flankiert werden. "Wir glauben, dass die Schwimmer die Zwillingshelden Hunahpu und Xbalanque aus dem Popol Vuh, dem heiligen über den Schöpfungsmythos der Maya, darstellen. (...) Einer der Schwimmer trägt einen abgetrennten Kopf bei sich, bei dem es sich wahrscheinlich um den Kopf seines Vaters handelt. Der andere Schwimmer hat den Kopfschmuck eines Jaguars (s. Abb.), der ihn also offenbar als den Zwillingshelden Xbalanque (Junge Jaguar Sonne) auszeichnet", erläutert Hansen. Durch die Darstellungen würde das Popol Vuh, das im am weitesten zurückreichenden Exemplar nur noch als Abschrift des historischen Original vorliegt, als tatsächlich historische präklassische Maya-Schrift bestätigt. Ein weiterer Fries zeigt eine wellenförmige Schlange, die eine Götterdarstellung eines alten geflügelten Mannes einrahmt - ebenfalls bekannte Symbole der Maya-Mythologie.

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In einem vermeintlichen Hügel im südlichen Teil des Mirador-Becken stießen guatemalische Archäologen zudem auf einen ebenfalls reich verzierten Pyramidenbau, stammt jedoch aus der mittleren bis späten präklassichen Periode der Maya-Historie, also aus einer Zeit zwischen 800 vor bis zu Lebzeiten Christi.

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