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Montag, 27. April 2009

Forscher will Chinas Weiße Pyramide identifiziert haben

Blick auf den Pyramidenberg Liangshan | Copyright: Maxim Yakovenko/ histories-mysteries.com

Vladivostok/ Russland - Die "Weiße Pyramide" von China galt bislang als archäologischer Mythos. Jetzt will der russische Pyramidenforscher Maxim Yakovenko das mystische "Bauwerk" gefunden bzw. als den heute noch sichtbaren Berg Liangshan, der die Grabanlagen des Kaisers Tang Gaozong beherbergt, als die Weiße Pyramide Chinas identifiziert haben.

Der moderne Mythos der Weißen Pyramide geht, obwohl es schon ältere Beschreibungen der Pyramide gibt, hauptsächlich auf einen Bericht des US-amerikanischen Piloten James Gaussman zurück, der im Jahre 1945 während eines Aufklärungsfluges im Qin-Ling-Shan-Gebirge südwestlich von Xi'an über eine Pyramide von geschätzten 300 Metern Höhe und 400 bis 450 Metern Kantenlänge berichtet haben soll.

Zahlreiche Autoren aus Archäologie und Grenzwissenschaften haben seither über die Existenz der Weißen Pyramide kontrovers gestritten, spekuliert und geschrieben. Während die einen von Verwechselungen mit bekannten, jedoch deutlich kleineren chinesischen Pyramiden, etwa der Pyramide von XI'an oder dem Grabhügel von Maoling, ausgehen, glauben andere wie etwa Erich von Däniken oder Hartwig Hausdorf, dass die Weiße Pyramide Chinas, die fast etwa doppelt so groß wäre, wie die große Pyramide von Gizeh, tatsächlich - etwa in militärischem Sperrgebiet liegt, und aus diesem Grund bislang noch nicht identifiziert und gefunden werden konnte.

Nach eingehenden Untersuchungen und Studien ist sich Maxim Yakovenko nun jedoch nahezu sicher, mit dem vermeintlichen Berg Liangshan die sagenumwobene Pyramide identifiziert zu haben und präsentiert auf "Histories-Mysteries.com" seine Indizien und Beweise.

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Der "Berg" befindet sich in der Nähe des Dorfes Qiang Xian, etwa 80 Kilometer nordwestlich von Xi'an und beherbergt an seinem Fuße das Mausoleum des Kaisers Tang Gaozong, der von 649 bis 683 regierte, seiner Gattin Kaiserin Wu und weiteren Familien- und Hofangehörigen.

Obwohl der Berg, der zwei südliche und eine nördliche Spitze aufweist, offiziell als natürliche Struktur geführt wird, glaubt Yakovenko dass es sich bei der deutlich höheren nördlichen Erhebung um eine künstlich bearbeitete Struktur handelt und beruft sich dabei auf eine Beschreibung der Pyramide, die noch vor dem Bericht Gaussmans datiert und von Alfred Schröder gegeben wurde. Dieser beschrieb 1912 eine nach den Himmelsrichtungen ausgerichtete Pyramide von rund 300 Metern Höhe und einer Seitenlänge von 500 Metern. Auch der Liangshan Berg misst, von seinem Fuß und nicht von der Prachtstraße aus gemessen, knappe 300 Meter Höhe. Zudem beschrieb Schröder, dass "jeder der vier Seiten der Pyramide eine andere Farbe aufzeigte. Die abgeflachte Spitze der Pyramide sei zudem mit gelbem Boden bedeckt gewesen. Die nördliche Seite sei schwarz, die östliche blau, die Südseite rot und die westliche Seite weiß gewesen.

Hellgraue (weiße) Abdeckplatten auf der Westseite des Liangshan? | Copyright: Maxim Yakovenko/histories-mysteries.com

Diese sonderbare Farbwahrnehmung, so der Yakovenko, spiegele sich in der schon damals stark durch menschliche Einflüsse beeinträchtigen Erscheinungsform der Pyramide wieder. So sei die Nordseite die am stärksten von menschlichen Schäden betroffene Seite, in die von Kleinbauern sogar Terrasseneingearbeitet wurden. Aus diesem Grund wirke diese Seite heute nur noch sehr viel mehr wie ein natürlicher Berg, anstatt wie eine künstliche Struktur. Von der Sonnenseite abgewandt, erscheine sie auch meist in dunkelgrauer (schwarzer) Farbe. Die östliche Seite ist mit Nadelwald bewachsen und schimmert dadurch in einem bläulichen Grün. Auch die Südliche Seite sei von den Anwohnern über die Jahrhunderte hinweg stark in Mitleidenschaft gezogen worden, wodurch der gelblich-rote Lehmboden zu Vorschein komme. Die Westseite ist selbst heute noch mit massiven hellgrauen Steinquadern bestückt und teilweise bedeckt und damit wahrscheinlich für die neuzeitliche Benennung als "Weiße Pyramide" verantwortlich.

Tatsächlich sei für lange Zeit die ganze Pyramide mit gewaltigen massiven Steinplatten abgedeckt gewesen, die den darunter liegenden Lehmboden verdichteten, so wie man dies auch anhand anderer bekannter Pyramiden in der Shaanxi-Provinz heute noch sehen kann. Die glatten und geradkanntigen Abdeckplatten der Weißen Pyramide seien jedoch aufgrund natürlicher Prozesse wie Regen und Erdbeben nach und nach abgerutscht und sind heute noch am Fuße des Liangshan teilweise in ganzen Stücken zu finden.

Yakovenko schließt nicht aus, dass sich an dieser Stelle schon vor dem Bau der Pyramide ein lehmiger Erdhügel befunden haben könnte, zu enorm wären wahrscheinlich die menschlichen Aufwendungen, einen solchen "Berg" künstlich aufzutragen. Demnach handele es sich um eine der lokal typischen Hügelpyramiden der Gegend. Im Gegensatz etwa zu den ägyptischen und mittelamerikanischen Pyramiden, die eine Hülle aus Stein oder Ton besitzen und mit Sand gefüllt sind, handelt es sich bei den chinesischen Pyramiden und auch bei der "Weißen Pyramide" also eher um in Form gebrachte und bebaute Grabhügel. Unabhängig von ihrer Bauart, so Maxim Yakovenko, bleibe sie jedoch eine der höchsten Pyramidenbauten weltweit.

So sicher sich der russische Pyramidenforscher seiner Entdeckung ist offiziell als Pyramide anerkannt, ist der Liangshan bislang noch nicht. Auch in die für die kommenden fünf Jahre geplanten Restaurierungs- und Erschließungsplänen der chinesischen Regierung, ist der Berg bislang nicht einbezogen. Ebenfalls bislang noch unbekannt ist, wie sich andere Archäologen zur Interpretation Yakovenko positionieren. Lediglich Dr. Aly Abdulah Barakat aus Kairo habe, so der Forscher, anhand von Fotos der Geisteinsquader Spuren feststellen könne, die eindeutig auf eine künstliche Bearbeitung schließen lassen.

Den Original-Artikel und weitere Abbildungen finden Sie HIER

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / histories-mysteries.com / world-pyramids.com
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